DVD-Tipp: "Warm Bodies"

Eine romantische Liebesgeschichte, mit Zombie? Klappt - die Liebe zwischen Zombie R und Mensch Julie klingt nicht umsonst ein bisschen nach Shakespeares berühmtem Duo, verzauberte im Kino und ist jetzt auf DVD erschienen. Wir zeigen euch einen exklusiven Videoclip

DVD-Tipp: "Warm Bodies"
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Ein Freund mit krummer Körperhaltung, bleichem Gesicht und eingeschränktem Vokabular ("ööh") - das ist nicht das, was sich Teenie "Julie" vorgestellt hätte. Doch als "R" auftaucht und sie gleich mehrfach vor einer Horde blutdurstiger Zombies rettet, ist sie doch froh, ihn kennengelernt zu haben. Nach einer ersten Phase der Vorsicht und seiner Versicherung "Nicht. Essen" Denn dummerweise ist er auch ein Zombie, wenn auch einer mit Potential. "R" hat gerade das Gehirn ihres Freundes Harry gegessen und damit an dessen Träumen, dessen Erinnerungen teilgehabt - für Zombies ist das Lebenselixier. Bald schon spricht das verliebte Bleichgesicht wieder vollständige Sätze, rennt, kämpft gegen böse gefräßige Artgenossen - die Liebe verleiht auch Zombies "Warm Bodies".

Dass das Potential von "R" sogar shakespeare'sche Ausmaße annehmen kann, zeigt eine Szene aus der gerade erschienenen DVD zur romantischen Zombiekomödie "Warm Bodies", die wir exklusiv zeigen können. Wie im berühmten Vorbild von "Romeo und Julia" spricht Julie (Teresa Palmer) vom Balkon aus mit dem unten stehenden "R" (Teenieschwarm Nicholas Hoult).

Zombie mit Herz: Jungstar Nicholas Hoult spielt in "Warm Bodies" den "R"

"Warm Bodies" spielt in einer Welt, in der ein Großteil der US-Bevölkerung aus unbekannten Gründen zu Untoten mutiert ist. Die verbliebenen Menschen verschanzen sich in der Stadt, die Zombies sammeln sich am Flughafen und machen Jagd aufs Frischfleisch. Neben einer Gruppe namens "Leichen", die, gespeist durch die Erinnerungen frischer menschlicher Gehirne, noch gewisse menschliche Züge zeigen kann, gibt es auch solche Wiedergänger, die nur noch bestialisch sind - sie werden "Knochen" oder "Skelette" genannt. Die verbliebenen Menschen machen sich aber in der Regel nicht die Mühe, zwischen den beiden Gruppen zu unterschieden.

Doch Julie stellt fest, dass ihr Zombiefreund Gefühle zeigen kann, lachen, Angst haben, sie beschützen - und dass das Phänomen der Vermenschlichung auch auf seine Freunde übergreift. Eine Liebesgeschichte zwischen den Fronten kann ihren Lauf nehmen, ein Happy End ist möglich.

Eins der witzigen Filmplakate zu "Warm Bodies"

Das Untotengenre speziell für Teenies aufzubereiten, hat seit dem Erfolg von "Twilight" immer wieder Hollywoodstudios gelockt. Es an wankenden, stotternden Zombies durchzuspielen, ist natürlich etwas schwieriger als die Varianten mit Glitzervampiren, sehnigen Werwölfen, Magiern, Hexen oder Engeln. Doch Nicholas Hoult und Teresa Palmer meistern die Aufgabe gut und so konnte sich "Warm Bodies" durchaus ordentlich im Mainstream-Kino schlagen. Highlight des Filmes sind die gar nicht so stotterigen und teils wunderbar zynischen Kommentare, mit denen "R" gedanklich sowohl seine Zombiewelt als auch die Erinnerungen kommentiert. Wer es etwas mehr "indie" mag, hat ja noch die weniger romantische Zombieromanze "Boy eats Girl" (2005) als Alternative.

"Warm Bodies" ( offizieller Trailer bei Youtube ) erschien am 11. Juli auf DVD und Blu-ray sowie zum Download.

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