DVD-Tipp: "Upside Down"

Der Regisseur Juan Solanas inszeniert Kirsten Dunst und Jim Sturgess in dem Liebesdrama "Upside Down" vor bildgewaltigen Kulissen und erschafft eine Welt, in der seine Protagonisten Kopf stehen. Mit Exklusiv-Clip

DVD-Tipp: "Upside Down"
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Story

Zwei Planten, die miteinander verbunden und doch getrennt sind: Regisseur Juan Solanas hat für "Upside Down" eine fantastische Welt erschaffen. Im Zentrum seiner Erzählungen stehen Adam ("Jim Sturgess") und "Eden" (Kirsten Dunst), die jeweils einen der Planeten bewohnen. Während "Adam" in der unteren Welt in Armut aufwächst, ist "Eden" in der reichen oberen Welt zu Hause. Wie der Alltag des anderen aussieht, wissen sie nicht: Den Bewohnern der zwei Planeten ist es untersagt, Kontakt zueinander zu haben - Zuwiderhandlungen werden von Grenzkontrollen schwer bestraft. Die entgegengesetzten Gravitäten der zwei Planeten machen ein dauerhaftes Zusammenleben der Bewohner zudem unmöglich.

"Adam" (Jim Sturgess) und "Eden" (Kirsten Dunst) leben in unterschiedlichen Welten und dürfen eigentlich keinen Kontakt haben. Trotzdem verlieben sich die beiden ineinander - und müssen sich wegen der entgegengesetzten Gravitäten ihrer Planeten kopfüber küssen.

Als "Adam" und "Eden" als Kinder dennoch aufeinander treffen, wird im Laufe der Jahre aus Freundschaft Liebe. Ihr Kontakt bleibt jedoch nicht unbemerkt und die Grenzpatrouillen setzen ihrer Beziehung ein jähes Ende. Die beiden müssen fortan ohne einander auskommen - bis "Eden" seine große Liebe als Erwachsener im Fernsehen wieder entdeckt. Um erneut Kontakt zu ihr aufzunehmen, bewirbt er sich bei "TransWorld": Der Großkonzern hat Angestellte in der oberen und unteren Welt und beschäftigt auch "Eden". Als "Adam" eine Forscherstelle bei dem Unternehmen bekommt und seinen Kollegen "Bob Boruchowitz" (Timothy Spall) aus der oberen Welt als Verbündeten für sich gewinnen kann, steht er schon wenig später "Eden" gegenüber. Noch immer sind die Gefühle groß - genau wie die Grenzen zwischen ihren Welten, die sie vor große Herausforderungen stellen.

"Bob Boruchowitz" (Timothy Spall) hilft "Adam", "Eden" in der oberen Welt wieder zu finden - und riskiert dafür sein Leben.

Stars

"Interview mit einem Vampir", "Marie Antoinette" oder "Melancholia" - die Liste von Hauptdarstellerin Kirsten Dunsts bisherigen Filmrollen ist lang. So ist es für den etablierten Hollywoodstar auch keine allzu große Niederlage, dass "Upside Down" nicht zu ihren erfolgreichsten Projekten gehört. In den USA lief das Science-Fiction-Drama zum Starttermin nur in elf Kinos, auch in Deutschland und Großbritannien fand es keinen großen Anklang. Routiniert spielt Dunst die traumatisierte "Eden", die nach ihrer unfreiwilligen Trennung von "Adam" nur noch Leere in sich spürt. Das mag nicht zuletzt auch an den Kusszenen mit ihrem Kollegen liegen: Wegen der unterschiedlichen Schwerkraft ihrer Planeten küsst sie Sturgess in "Spiderman"-Manier kopfüber - so, wie sie es einst schon als "Mary Jane Watson" in dem Actionfilm mit Tobey Maguire tat.

"Adam" arbeitet als Forscher und bekommt einen Job bei dem Großkonzern "TransWorld".

Jim Sturgess ergänzt Dunst als harmloser, aber treu ergebener Liebhaber. Eine erste große Rolle spielte er 2011 in der Romanverfilmung "Zwei an einem Tag" neben Anne Hathaway. Der große Durchbruch blieb bislang aus, Sturgess ist aber dennoch gefragt: Derzeit steht er für die Filme "London Fields" und "Kidnapping Freddy Heineken" vor der Kamera, zwei weitere Projekte sind außerdem in Planung.

Timothy Spall, der vor allem "Harry Potter"-Fans als "Peter Pettigrew" in Erinnerung sein dürfte, verkörpert den väterlichen Freund "Bob".

Fazit

Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen und ein zwei-Klassen-System, das ungerechter nicht sein könnte: "Upside Down" könnte so viel mehr sein, als nur ein Liebes-Drama á la Romeo und Julia mit tollen Bildern. Vertieft hat Regisseur und Drehbuchautor Juan Solanas gesellschaftskritische Themen aber nicht - dafür steht die Geschichte von "Adam" und "Eden" zu sehr im Fokus. Dennoch ist "Upside Down" vor allem dank der Bilder schönes Popcorn-Kino für zu Hause.

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