DVD-Tipp: "Tron Legacy": Legendär? Nur zum Teil

Der Ausgangsfilm "Tron" war in den Achtziger Jahren das Nonplusultra, wenn es um die Sichtbarmachung virtueller Welten ging. 2011 brachte Disney eine Neuauflage mit alten und frischen Stars in die Kinos - und nun auf DVD heraus

Mode ist Programm: Die leuchtenden Anzüge zeigen die Leiterbahnen der Programme.

Die Geschichte:

Sam, der Sohn des Softwareentwicklers Kevin Flynn, hat nie verwunden, dass sein Vater damals von einem auf den anderen Tag verschwand - und dass der Familienkonzern wenig inspirierten Gewinnoptimierern in die Hände fiel. Als der reiche Jüngling von einem alten Freund seines Vaters auf die Spur gesetzt wird und einen seltsamen Hilferuf erhält, kann er seine Neugier nicht zähmen - und wird von einer virtuellen Welt, die sein Vater vor langen Jahren geschaffen hat, einkassiert. Was zunächst nach Spaß und Abenteuer aussieht, wird schnell gefährlich. Denn der Rückweg in die echte Welt ist ungesichert. Kevin Flynn selbst ist schon seit mehr als einem Jahrzehnt in dieser Welt Gefangener eines größenwahnsinnig gewordenen Betriebssystems.

Kevin Flynn (Jeff Bridges) und das Kunstwesen Quorra (Olivia Wilde) haben es sich in der Gefangenschaft fast schon gemütlich gemacht.

Die Stars

Der Ausgangsfilm "Tron" war in den Achtziger Jahren das Nonplusultra, wenn es um die Sichtbarmachung virtueller Welten ging. Nie gesehene Szenarios mit Cyberrennmaschinen und Datendiscs trafen auf ungewöhnliche Souns und einen engagierten Cast. Dieser wurde für das Sequel nach Möglichkeit wieder engagiert - Jeff Bridges spielt dank Technikhilfe sowohl den alten als auch den jungen Kevin Flynn, Bruce Boxleitner (genau: Lee Stetson aus "Agentin mit Herz", später als John Sheridan in "Babylon 5") ist wieder als Freund Alan Bradley/ Tron an seiner Seite.

Um das Spektakel für eine junge Zielgruppe noch attraktiver zu machen, setzt Disney auf schnuckelige Jungstars - Olivia Wilde ("Dr. House") spielt ein liebenswertes Superwesen namens Quorra, Garrett Hedlund ("Country Strong", "Eragon") spielt den aufmüpfigen Junghacker Sam Flynn. Außerdem gibt es Auftritte von Beau Garrett und Michael Sheen. Und dass die Musik von den alten Elektrogroovern von "Daft Punk" beigesteuert wird, darf auch zum Starfaktor zählen.

Zweimal hippe Jungstars: Garrett Hedlung spielt Sam Flynn, Olivia Wilde spielt Quorra.

Fazit

Im Kino kam das von den Fan sehnlichst erwartete und von Disney aufwändig vermarktete Spektakel nur mittelmäßig an. Ein großes Plus ist jedenfalls die einzigartige Optik (die im Kino allerdings in 3D-Wucht besonders überzeugte). Auch an den Darstellern, der Action, dem technischen Schnickschnack und dem Sound gibt es nicht viel zu meckern.

Noch schwacher auf der Brust als sein alternder Vorgängerfilm ist "Tron: Legancy" jedoch leider, wenn es um die Charakterzeichnung und eine mitreißende, gefühlvolle, dichte Geschichte geht. Das bisschen sinnvolle Handlung plätschert hier eher nebenher und macht nur die Kulisse auf. Da wäre doch viel mehr drin gewesen, liebe Drehbuchschreiber.

cfu

Seit 1. Juni im Handel: "Tron Legacy" als DVD und Blu-ray

Technische Details zur DVD

Bildformat: 2,35:1 und 1,78:1, 16:9

Sprachversionen / Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1, 2.0 Dolby Digital
Französisch: Dolby Digital 5.1
Türkisch: Dolby Digital 5.1

Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Türkisch, Englisch für Hörgeschädigte

Bonusmaterial
- Das Design von TRON: LEGACY
- Die Stars von TRON: LEGACY

Videoclip aus "Tron Legacy": Sam trifft auf Clu, das böse Betriebssystem

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