DVD-Tipp: "Meine Frau, unsere Kinder und ich"

Ben Stillers Kampf mit Schwiegervater Robert De Niro geht in die dritte Runde - und verliert etwas an Schwung. Fans der Focker-Filme können ab Donnerstag, 5. Mai, die DVD kaufen

Inhalt

Fünf Jahre ist es her, dass sich die Familien Focker und Byrnes erstmals kennenlernten. Mittlerweile sind Gaylord "Greg" Focker (Ben Stiller) und seine Frau Pam (Teri Polo) Eltern von Zwillingen und erleben den stressigen Alltag zwischen Familie und Beruf. Klar, dass sich der gestrenge Schwiegervater Jack Byrnes (Robert De Niro), ein ehemaliger CIA-Agent, mal wieder in alles einmischen will. Dabei muss Greg gerade mit anderen Dingen fertig werden: In der Ehe seiner Eltern (Barbra Streisand und Dustin Hoffman) scheint es erstmals zu kriseln, eine attraktive Pharmavertreterin (Jessica Alba) macht ihm eindeutige Avancen und sein härtester Konkurrent Kevin (Owen Wilson) positioniert sich als Traumschwiegersohn ...

Owen Wilson springt durch brennende Reifen, hilft in Suppenküchen aus und fährt teure Autos: Als Pams Exfreund Kevin mimt er den überperfekten Schwiegersohn.

Stars

Statt wie bisher Jay Roach hat sich hier nun erstmals "American Pie"-Regisseur Paul Weitz an der Focker-Serie versucht, doch auch im dritten Teil wimmelt es nur so von großen Starnamen. Dustin Hoffman musste sich zwar lange von diesem Projekt überzeugen lassen, stimmte letztendlich jedoch zu. Doch während er und Barbra Streisand in ihren Rollen als liberale Hippie-Eltern in "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" noch glänzen durften, bleiben sie hier als Nebendarsteller im Hintergrund. Die meiste Zeit des Films sind sie nicht gemeinsam in einer Sequenz zu sehen. Schade, denn das spielfreudige Gespann verlieh der ersten Fortsetzung viel Komik.

Roz Focker (Barbra Streisand) sorgt sich um ihren Sohn Greg (Ben Stiller).

Auch Robert De Niro scheint in seiner Rolle als Ex-CIA-Agent etwas die Puste auszugehen: Zumindest das lang erwartete Wiedersehen mit Harvey Keitel fällt unspektakulär aus. Keitels Nebenrolle als fauler Bauarbeiter wird nur kurz angerissen und geht schnell in der Handlung unter. Die beiden Schauspieler standen sich zuletzt im Scorcese-Kultfilm "Taxi Driver" gegenüber. Gemeinsam mit Ben Stiller schafft De Niro es jedoch, immer wieder das übersteigerte Spiel aufblitzen zu lassen, für das das Duo vor rund elf Jahren im ersten Teil bekannt wurde.

Es gibt außerdem ein Wiedersehen mit Owen Wilson als Pams erfolgreichem Exfreund Kevin. Wenn er sich todernst mit immer absurderen Fähigkeiten und Vorzügen als der bessere Partner für Pam präsentiert, macht das dem Zuschauer Spaß - und sichtlich auch seinem guten Kumpel Ben Stiller. Das Team Wilson/Stiller ist aus zahlreichen gemeinsamen Komödien bekannt und liefert auch hier eine solide Vorstellung ab. Der Neuzugang Jessica Alba schlägt sich zudem wacker als durchgeknallte Pharmavertreterin und zeigt komisches Talent.

Schamlos wirft sich die aufgedrehte Pharmavertreterin Andi Garcia (Jessica Alba) dem armen Greg (Ben Stiller) an den Hals.

Fazit

"Meine Frau, unsere Kinder und ich" wirkt insgesamt liebloser als die beiden Vorgänger. Während der erste Teil hauptsächlich vom Witz zwischen De Niro und Stiller lebte und der zweite mit den gegensätzlichen Elternpaaren neuen Zündstoff lieferte, bleibt der dritte trotz des Nachwuchses etwas blass. Zu viele Handlungsstränge werden nur kurz angerissen, so dass der rote Faden in Form der bevorstehenden Geburtstagsparty der Zwillinge fast untergeht. Die vielen Starnamen machen den Film trotzdem zu einem kurzweiligen Vergnügen. Fans von Ben Stiller und seinem Humor werden auch hier wieder auf ihre Kosten kommen. Ab dem 5. Mai gibt es den dritten Teil auf Blue-Ray und DVD zu kaufen.

Sarah Stendel

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