DVD-Tipp: "Die fantastische Welt von Oz"

Regisseur Sam Raimi liefert mit "Die fantastische Welt von Oz" das Prequel zum bekannten Film-Klassiker - bunte Märchenlandschaften und beste Familienunterhaltung inklusive

James Franco als Zauberer "Oz"

Über hundert Jahre ist es her, dass der Autor Lyman Frank Baum die kleine Dorothy mit ihrem Hund Toto vom grauen Kansas in eine farbenprächtige Fantasiewelt schickte. "In der Zauberer von Oz" musste das Mädchen sich gegen eine böse Hexe durchsetzen und Hilfe bei einem Magier suchen, der in Wahrheit ein simpler Trickser war. Victor Fleming verfilmte das Buch Ende der Dreißiger Jahre - und sein Werk mit Judy Garland in der Hauptrolle ist bis heute ein Klassiker.

Nun hat sich Sam Raimi an die Geschichte gewagt. Mit "Die fantastische Welt von Oz" lieferte er die Vorgeschichte zu dem berühmten Film. Und wieder beginnt alles in Kansas: Der Zauberer "Oscar Diggs" will Großes vollbringen, doch mit seiner Jahrmarkt-Show führt er seine Zuschauer nur hinters Licht. Wunder kann er nicht vollbringen - und als seine Betrügerei auffliegt und plötzlich alle gegen ihn sind, flieht er mit einem Heißluftballon. Der bringt ihn geradewegs nach Oz in eine wunderschöne Märchenlandschaft. Und nicht nur die macht "Oscar Diggs" sprachlos. Auch die Hexe "Theodora" (Mila Kunis) hat es ihm angetan. Die Bewunderung beruht auf Gegenseitigkeit: "Theodora" erkennt in ihm den Zauberer aus einer Prophezeiung, der das Land von der bösen Hexe "Glinda" (Michelle Williams) befreien soll.

Rachel Weisz und Mila Kunis schicken "Oscar Diggs (James Franco) als Hexen "Theodora" und "Evanora" in den Dunkelwald.

In der Hauptstadt angekommen, zweifelt ihre Schwester "Evanora" (Rachel Weisz) zwar daran. Doch Diggs - angefixt von Bergen von Gold als Belohnung - will sie überzeugen und macht sich auf den Weg, um gegen die Widersacherin anzutreten und damit die Bürger von Oz zu retten.

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Und wie es sich für eine Heldenreise gehört, ist er dabei nicht allein: Ein geflügelter Affe in Pagenuniform und ein Porzellanmädchen sind "Diggs" bei seinem Vorhaben zwar nicht immer hilfreich, erweisen sich aber als treue Gefährten. Und die braucht er, denn mitten im Dunkelwald nimmt sein Plan eine unerwartete Wendung.

Das ist allerdings auch die einzige Überraschung in "Die fantastische Welt von Oz", bis zum Ende plätschert der Film ein wenig einfallslos daher. Zumindest, was die Geschichte angeht - denn die visuellen Effekte sind wirklich toll: Raimi ("Spiderman") arbeitete mit dem Produktionsdesigner Robert Stromberg zusammen, der schon Oscars für "Alice im Wunderland und "Avatar" gewonnen hat. Und auch für "Oz" hat er eine Welt erschaffen, die fast zur Reizüberflutung führt. So ist der Film zwar kein zeitloser Klassiker wie sein großes Vorbild, aber immerhin eine nette Unterhaltung für die ganze Familie - bunten Seifenblasen, sprechenden Affen und niedlichen Porzellanmädchen sei Dank.

"Die fantastische Welt von Oz" ist ab dem 11. Juli 2013 auf DVD und Blu-ray erhältlich

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