Dschungelcamp: Und raus bist du

Post aus der Heimat sorgte an Tag zehn für feuchte Augen. Marco bewies sich als Anti-Memme und füllte so die Teller. Und Mola musste nicht den Wendler machen, die Zuschauer schickten ihn nach Hause

Schluss mit Memme: Heute schmissen die Zuschauer Mola Adebisi aus dem Camp, wohl auch deswegen, weil er seit Tagen durchhing, jammerte und bei Dschungelprüfungen seine Null-Bock-Haltung zelebrierte. Ob sein Auszug aber ähnliche Bussi-Bussi-Wellen und Tränenströme auslösen wird wie der von Julian F. M. Stöckel, den das gleiche Schicksal am Vortag ereilt hatte? Man wird es morgen sehen. Zurück in der Realität wird Mola sicher erleben, dass er draußen nicht als Buschheld beim "Grenzwalking" angekommen ist.

Wenn es etwas zu beichten oder zu zeigen gibt, sind die Camper mittlerweile ganz offenherzig. Heute ging es um Schönheits-OPs, und Winfried Glatzeder machte den Anfang. Ja, er habe sich die Lider straffen lassen. Dass Melanie Müller an ihrer Oberweite "kleinere" Korrekturen hat vornehmen lassen, daran hatte niemand Zweifel. So lautete die offiziell zugegebene Buschbilanz also: zweimal Brüste, einmal Lider und sonst nur gute Pflege.

Zur Ergebniskontrolle bei Melanie Müller zeigte RTL ihre besten Stücke noch mehrmals in Großaufnahme. Wohl für den Fall, dass jemand gestern den Flitzauftritt der Ex-"Bachelor"-Teilnehmerin übersehen hatte.

Emotional und tränenreich wurde es am Abend am Lagerfeuer, als es Post von zu Hause gab. Jeder Camper musste den Brief eines anderen vorlesen. Gabby de Almeida Rinne verlor bei Jochens Bendels Brief die Übersicht - oder wollte sie es nur spannend machen? Sie fing jedenfalls mit der zweiten Seite an und stotterte von Satz zu Satz. "Kannst du gar nicht lesen?", fragte Winfried sie entgeistert.

Als Marco Angelini die Zeilen ihrer Mutter vorlas, liefen bei Melanie die Tränen. Winfried fand ihre Reaktion auf den Brief lächerlich und äffte sie nach. Vielleicht behinderten den Schauspieler emotional aber auch die geglätteten Tränensäcke. Das vermuteten zumindest Sonja Zietlow und Daniel Hartwich, die das Geschehen wie immer spitzzüngig kommentierten.

Larissa Marolt, die unfallträchtige Dschungelprüfungs-Rekordhalterin, fiel an Tag zehn gleich zweimal aus der Rolle. Zuerst wurde sie zur neuen Teamchefin und damit Camp-Kaiserin auf Zeit befördert. Ihre Amtszeit begann sie mit den Worten "Hallo, Leute! Moment ... Was muss ich da jetzt machen?" - Dann fiel ihr aber doch eine fürs Gemeinwohl sicher wichtige Amtshandlung ein. Mit monarchischer Weitsicht bestimmte Larissa I., dass Tanja sie massieren sollte.

Larissa Marolt hört zu, während Winfried Glatzeder von seinen Schönheits-OPs erzählt.
Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de

Dschungelcamp 2014

Ich bin ein Star - holt mich hier raus!

Dschungelcamp: Tag 16 Melanie Müller wird von Sonja Zietlow und Daniel Hartwig zur Dschungelkönigin 2014 gekrönt. Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de: http://www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html
Tag 16  Jochen Bendel schluckt bei seiner letzten Dschungelprüfung alles - ohne mit der Wimper zu zucken.  Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de: http://www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html
Tag 16  Melanie, Larissa und Jochen haben sich ein ausgiebiges Mahl redlich verdient und schlemmen am letzten Abend im Dschungel.  Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de: http://www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html
Dschungelcamp: Tag 16 Der Luftschlauch in Larissas Mund verhindert unter anderem, dass sie immerzu quasselt. Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de

89

Eine zweite Rolle beförderte das Modell mit einem dumpfen Aufprall aus ihrer Hängematte. Man sollte meinen, dass sie nach zehn Dschungeltagen das Prinzip verstanden hat, mit dem man sich im Camp zum Schlafen legt und zwischen Urwaldkäfern und Lagerfeuer bewegt. Aber Kaiserin Larissa und ihr Gleichgewichtssinn stehen miteinander so dermaßen auf Kriegsfuß, dass sie mehr fällt, krabbelt und strauchelt, als auf ihren langen Laufsteggräten zu wandeln.

Nach dem Hängemattenklatscher meinte die hypochondrisch veranlagte Österreicherin, sie hätte sich mindestens die Hand gebrochen, und rannte zum Buschtelefon, um nach einem Arzt zu verlangen. Und in der kleinen Hütte startete sie wieder die große Larissa-Show mit Jammern, Flennen und Wehklagen. Ihr Geheul konnten die Camper bis zu ihren Liegen hören.

Ob Doctor Bob eine Diagnose stellen konnte? Man erfuhr es nicht, aber Larissa bekam eine dicke Bandage verpasst. Und nein, das Ferienlager räumen, das musste sie wegen so einer Lappalie nicht - trotz aller in die Kamera geheulten Befürchtungen.

Zu Dschungelprüfung des Tages schickten die Buschinsassen Marco. Zu Beginn strahlte der Österreicher noch. Doch seine Herausforderung hieß "In die Enge getrieben" - und beim Anblick des gläsernen Tunnels mit seinen tierischen Bewohnern verging ihm das Lachen. Der 29-Jährige musste durch alle Kammern durch, was bedeutete, dass er unter anderem Spinnen, Aale, Kakerlaken und Schlangen passieren musste. In die letzte, mit Wasser gefüllte Kammer musste er hineintauchen, um dort die Sterne zu ergattern. Und das alles auf Zeit.

Fünf Mal machte sich Marco auf den Weg durch den Tunnel und schob vorsichtig die Schlange beiseite: "So Häschen, wir san hungrig". Er robbte durch die Ekelkammern und fischte zwischen Aalen und Krabben herum. Sein Durchhaltevermögen wurde belohnt, denn von jedem Tauchgang brachte er einen Stern mit. Damit beendete er die Nur-Reis-Diät der Camper erfolgreich.

"Wenn ich ein bisschen mehr Frau wäre, würde ich jetzt weinen", sagte der völlig fertige Prüfling hinterher schlotternd. Zurück im Camp merkte man Marco noch immer an, dass er tatsächlich an seine Grenzen gegangen war. Den Mitcampern tischte er aber keine ausgeschmückte, mit Siegerposen untermalte Heldengeschichte auf. Er blieb sachlich, stand zu seinen Ängsten und erntete damit zu Recht Mitleid und Bewunderung gleichzeitig. "Das ist das Schlimmste, was mir je passiert ist", gab er zu. "Dass es so hart werden würde, hätte ich nicht gedacht." - Von "Pussycamp" kann also langsam nicht mehr die Rede sein, jetzt geht es ans Eingemachte.

Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche