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Die Höhle der Löwen Wie Foodguide mit Essen den Super-Deal landet

Finn Fahrenkrug und Malte Steiert bei "Die Höhle der Löwen"
Finn Fahrenkrug und Malte Steiert bei "Die Höhle der Löwen"
© MG RTL D / Bernd-Michael Maurer
Pure Begeisterung und ein großzügiges Investment: "Foodguide" begeistert bei "Die Höhle der Löwen" nicht nur die Juroren. Wir sprachen mit den Gründern ihre geniale Idee und die neuesten Foodtrends

Essen ist geiler als Männer? Im Zweifel ja, zumindest, wenn man der App Foodguide glauben darf. 2014 als Start-up zweier begeisterter Studenten gegründet, hat sich das Hamburger Unternehmen am heutigen Dienstagabend in "Die Höhle der Löwen" gewagt. Wir konnten vorab die Gründer Malte Steiert und Finn Fahrenkrug für ein Interview gewinnen, in dem sie so einige Geheimnisse verraten.

Foodguide: 20 Mitarbeiter, 500.000 User

Ihr geltet als „Tinder für Essen“. Was kann Foodguide besser als Tinder?
Im Gegensatz zu Tinder garantieren wir das perfekte Match. Und das Essen, mit dem wir dich matchen, stellt dir mit Sicherheit keine blöden Fragen! (lacht)
Wie ist die Idee zur App entstanden?
Bei meinem Auslandssemester in Thailand hat mich besonders die Essenskultur der Asiaten fasziniert. An jeder Ecke dampft es in kleinen Restaurants und fahrbare Garküchen parken am Gehweg. Die Thailänder zelebrieren das Essen ganz anders als wir hier in Deutschland und ich wollte einen Raum schaffen, mit dem auch hier das Essengehen auf eine besondere Art und Weise miteinander geteilt werden kann.
Was sind die Foodtrends 2018? Worauf können wir uns freuen?
Mittlerweile gibt es schon die verschiedensten Bowls: von Acai- bis Chia- oder Pokè-Bowls. Der Trend wird sich im kommenden Jahr aber wohl noch weiter ausbreiten und es werden eine Menge neuer healthy Bowls dazu kommen! 2018 wird es bei Food-Liebhabern definitiv auch “Back to Black” heißen. Das Färben von Lebensmitteln mit Holzkohle ist gerade schon so langsam dabei ein neuer Trend zu werden - von schwarzen Burger-Brötchen bis zu schwarzem Pizzateig wird alles dabei sein.

Alles, was Herz und Magen begehren: Foodguide basiert auf einer begeisterten Community, die tolle Restaurants entdeckt und Empfehlungen ausspricht.
Alles, was Herz und Magen begehren: Foodguide basiert auf einer begeisterten Community, die tolle Restaurants entdeckt und Empfehlungen ausspricht.
© PR

"Wir sind wie Tinder für Essen - nur besser!"

Asien ist überall, Israel ein heißer Trend und die Küche Lateinamerikas schwappt auch immer mehr in deutsche Großstädte. Welche Landesküche wird uns in Zukunft noch erobern?
Die hawaiianische Küche wird im nächsten Jahr noch mehr in den Fokus geraten, da sie neben ihren jetzt schon beliebten Poké Bowls noch viele weitere Köstlichkeiten zu bieten hat. Darüber hinaus gewinnt die arabisch-israelische Küche mit Schakschuka und verschiedensten Gerichten aus Kichererbsen immer mehr an Beliebtheit.
Warum habt ihr euch entschieden, den Schritt ins TV zu gehen?
Das „Höhle der Löwen“ Format war uns bereits von den letzten Staffeln bekannt. Wir fandenes immer sehr spannend, wie jungen Unternehmern die Möglichkeit ihre Produkte zu präsentieren und ein Investment zu bekommen geboten wurde. Nach anfänglichen
Unsicherheiten, ob wir mit unserer App gut in die Show passen, haben wir uns doch dafür
entschieden mitzumachen, da es eine große Chance sein kann.

Carsten Maschmeyer investiert großzügig

Liebe geht durch den Magen – aber auch Business? Wie habt ihr euren Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ empfunden?
Ich muss zugeben, dass wir vor dem Auftritt natürlich mit ein wenig mit Nervosität zu kämpfen hatten. Es waren viele Unternehmer mit Produkt-Innovationen dabei, weswegen wir mit unserer App etwas aus der Menge heraus stachen. Dazu kam noch, dass uns am Abend vor der Ausstrahlung noch ein kleines Missgeschick passierte und wir ausversehen alle Paris-Bilder in der App gelöscht haben, mit denen am nächsten morgen präsentiert werden sollte.


Wir saßen also noch bis 2 Uhr nachts mit rauchenden Köpfen vor den Laptops und haben versucht alle Bilder wiederherzustellen. Der Auftritt selbst war eine total spannende Erfahrung und wir kamen uns im Studio zum Teil vor wie im Hochsicherheitstrakt.
Bitte verrate uns, welchen Deal ihr schließen konntet und wie die Zusammenarbeit weiter verläuft.
Wir sind sehr glücklich darüber, einen Deal mit Carsten Maschmeyer abgeschlossen zu haben. Er bekommt 20% unserer Firmenanteile für ein Investment in Höhe von 450.000 Euro. Darüber hinaus unterstützt er uns mit seinem Team, sein ehemaliger persönlicher Assistent hat bereits einige unserer Mitarbeiter gecoacht.

Die Ruhe vor dem Sturm: Die "Foodguide"-Gründer Malte Steiert (links) und Finn Fahrenkrug
Die Ruhe vor dem Sturm: Die "Foodguide"-Gründer Malte Steiert (links) und Finn Fahrenkrug
© VOX

Die Zukunft von Foodguide wird international

Eure App erobert auch immer mehr Städte, sogar ganze Länder. Jede Stadt hat einen eigenen Instagram-Account und liefert spannenden Content, Themen-Wochen etc. Wie sind eure Pläne, in welche Städte und Länder möchtet ihr noch?
Unsere Vision ist es alle, Vorgänge rund um das Thema Essen in unserer App zusammenlaufen zu lassen und dem User ein Service-Hopping zu ersparen.
In 5 Jahren wollen wir ganz klar nicht nur den Food-Markt disrupted haben, sondern in weitere Verticals wie Hotellerie, Travelling und Nightlife vorgedrungen sein. Aktuell fokussieren wir uns aber erst einmal auf das Vertical Gastronomie. Der nächstgrößere Schritt für 2018 ist es, in die USA zu expandieren.
Ist es als App ganz besonders schwer in der Höhle der Löwen zu bestehen, da es ja meist eher Produkt-Innovationen sind, die vorgestellt werden?
Es ist definitiv schwieriger in der Höhle der Löwen zu bestehen, da einige der Unternehmer mehr Interesse an Produkt-Innovationen haben. Produkte lassen sich direkt vertreiben und sind daher für manche der Löwen interessanter. Die Jury war dieses Jahr mit Carsten Maschmeyer und Frank Thelen allerdings vielversprechend aufgestellt, da beide mit Start Ups oder Apps zutun haben.
Welcher war euer „Wunsch-Löwe“?
Carsten Maschmeyer war von Anfang an unser Wunsch-Investor, da er auch in den USA über gute Verbindungen und Kontakte verfügt. Er hat selbst einen Geschäftssitz in San Francisco und da wir gerne weiter in den USA expandieren möchten, wäre eine Partnerschaft mit ihm für uns ideal.

kst

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