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Die Höhle der Löwen Tierisch guter Deal mit den Affen

Die Firma "GreenMNKY" überzeugt mit ihren individuell angefertigten Panzerfolien für Smartphones.
Die Firma "GreenMNKY" überzeugt mit ihren individuell angefertigten Panzerfolien für Smartphones.
© TVNOW / Bernd-Michael Maurer
In der neuen Folge von "Die Höhle der Löwen" ging es um die Instinkte von Mardern, hübsche Popos, um Müll-Vermeidung und um Affen.

Viele unterschiedliche Ideen, hohe Lernkurve. In der neuen Folge "Die Höhle der Löwen" vom 14. September konnten drei Anbieter überzeugen. Den Anfang machten die Brüder Bilal (30) und Adil Zafar (25). Ihre Familie flüchtete aus Pakistan, sie selbst wuchsen in Deutschland auf, studierten BWL und Wirtschaftsinformatik. Weil ihm Bewerbungen schon immer leicht von der Hand gingen, machte Bilal daraus ein Geschäftsmodell. Adel programmierte die Webseite "richtiggutbewerben.de".

Ralf Dümmel (53) verrät zur Auflockerung die lustigste Bewerbung, die er in seinem Leben bekommen habe: Ein ausgefüllter Lottoschein, dazu die Bemerkung: "Ob sie damit einen Sechser im Lotto haben, kann ich ihnen nicht garantieren, aber mit mir haben Sie einen!"

Der nächste Scherz kommt dagegen nicht gut an. Als die Brüder über ihre 70-Prozent-Marge schwärmen, zieht Bilal ein Plastikbeutelchen mit weißem Pulver aus der Hosentasche und kommentiert: "Mehr als beim Drogenhandel!" Nico Rosberg (35) reagiert entsetzt: "Ich habe gerade kein gutes Gefühl. Drogen - hier im Fernsehen. Ich bin sofort raus!"

Carsten Maschmeyer (61) sieht es nicht ganz so streng: "Ich habe in ihrem Alter auch blöde Witze gemacht!" Er gibt sein Go: 100.000 Euro für 15 Prozent Beteiligung. Der Investor sieht Synergiemöglichkeiten mit seiner Video-Bewerbungsplattform "Talentcube". Die Brüder freuen sich: "Das wird uns in die Höhe pushen" und beruhigen: "In dem Päckchen war nur Zucker!"

Die Po-Maske sorgt für Heiterkeit

Für mehr Heiterkeit sorgen die Witze in der nächsten Runde. Die Soziologin und Ex-Unternehmensberaterin Dr. Sandy Glückstein will mit "PoBeau" einen neuen Kosmetikmarkt erobern und entwickelte mit 100.000 Euro Eigenkapital eine Pflegemasken-Serie für das Hinterteil. Sie bietet 10 Prozent Anteile, bei 200.000 Euro Investitionssumme.

Die Investoren bekommen ein Test-Päckchen und lesen die Anleitung: Zehn Minuten Einwirkungszeit! Empfohlen wird in der Zeit "nackt zu tanzen" oder auf dem "Bauch liegend ein Buch zu lesen". Judith Williams (48) freut sich: "Das ist doch nochmal eine ganz andere Perspektive fürs Familienleben! Was glaubst du, was da los ist?!" Nils Glagau (44) schlägt vor: "Du kannst dir das auch aber auch einreiben lassen, von deinem Mann..."

Doch trotz der belebenden Aussichten und der Pluspunkte für Persönlichkeit und Humor der Jung-Unternehmerin kann Dr. Glückstein mit ihrem Produkt für 14,95 Euro Stückpreis und einer Firmenbewertung von zwei Millionen Euro nicht überzeugen. Judith Williams schlägt vor: "Sie sind so weit am Anfang. Wenn Sie wirklich die Göttin des Popos werden wollen, dann brauchen wir eine Bürste, etwas, das man täglich anwenden kann!" Glückstein behält Haltung: "Vielleicht habe ich zu früh zu hoch gepokert. Dieses Feedback war mega konstruktiv!"

Judith Williams findet ihren "Traummann"

Der nächste Kandidat verzückt Judith Williams: "Sie sind mein Traummann!", schwärmt die Unternehmerin und bringt den ehemaligen VW-Kfz-Mechaniker im Ruhestand sichtlich in Verlegenheit. Klaus Skottki und sein Produkt "Gomago" überzeugen aber auch die Herren in der Runde. Der 70-Jährige, der vor fünf Jahren seine Firma in der Garage gründete, hat ein Mittel gegen Marder entwickelt, das die kleinen Raubtiere mit Duftstoffen von Autos und Dachböden fernhalten soll.

Das überzeugt Judith Williams sofort, sie kennt das Problem aus eigener Erfahrung und kommt ins Jammern: Wie oft sei sie nachts an der Autobahn liegen geblieben, weil ein Kabel durchgefressen war. Auf dem Dachboden ihrer Eltern habe eine ganze Marderfamilie ihr Unwesen getrieben - und nichts habe geholfen. Skottki bestätigt und berichtet von jährlich 72 Millionen Euro Versicherungsschaden durch Marderbisse. Mit Dümmel gelingt der Deal: 80.000 Euro für 20 Prozent. Skottki: "Ich bin happy."

Ein affenstarkes Team macht den Mega-Deal

In der nächsten Runde punkten Maximilian Sander und Tim Bormann zwar menschlich, ihr Mini-Start-up "Gymbutler" aber leider nicht. Die Freizeit-Bodybuilder haben einen Silikonring samt Magnet konstruiert und produzieren lassen, der als ein Getränkehalter funktioniert, der an beliebigen Metallflächen angebracht werden kann. Als Erweiterung zeigen sie noch andere Funktionsweisen, etwa mit Blumentöpfen.

Nils Glagau gibt zu bedenken: "Ich finde die Idee smart, weil sie so einfach ist - aber es überzeugt mich im Gesamtpaket nicht." Und weiter: "Was ich mir nicht vorstellen kann, das zu skalieren." Das Duo ist nach der Absage enttäuscht, versucht es sportlich zu sehen: "Es tut weh, aber es spornt auch an!"

Das letzte Team am heutigen Abend ist im wahrsten Sinne des Wortes affenstark. Mit ihrer vor acht Monaten gegründeten Firma "GreenMNKY" wollen Ziya Orhan und Oliver Klingenbrunn das Smartphone-Panzerfolien-Geschäft revolutionieren. Statt einzelverpackter Folien für die vielen unterschiedlichen Modelle und einem enormen Aufwand für Händler, lassen sie die Folie vor Ort im Laden individuell und schnell anfertigen.

Der Mobilfunkshop-Besitzer und der Berater haben dafür eine App und ein Cuttingsystem entwickelt, in der sich jedes Smartphone-Modell per Klick auswählen lässt und anschließend die passende Folie am Cutter ausgeschnitten wird - direkt zum Mitnehmen. Praktisch, schnell und außerdem gut für die Umwelt: Kein Verpackungsmüll, keine Überproduktion. Carsten Maschmeyer und Nils Glagau geben gemeinsam den Zuschlag für das B2B-Businessmodell und bieten 400.000 Euro für 24 Prozent Beteiligung. Deal! Löwen und Affen jagen ab jetzt gemeinsam!

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