"Die Höhle der Löwen": Heftige Vorwürfe gegen "WeeDo"-Gründerin Antje Risau

Antje Risau stellte bei "Die Höhle der Löwen" ihre Marke "WeeDo" vor und bekam einen Deal. Jetzt meldet sich ein anderer Unternehmer und wirft der Gründerin Ideen-Klau vor.

Antje Risau in "Die Höhle der Löwen"

Heftige Vorwürfe gegen "WeeDo"-Gründerin Antje Risau, 38, aus "Die Höhle der Löwen": Drei Tage nach ihrem großen Auftritt bei der Start-up-Show auf VOX meldet sich ein Unternehmer namens Mirko Lippold zu Wort und behauptet, die Damenschneiderin habe ihm seine Idee geklaut.

Georg Kofler investiert in "WeeDo"

Die Kinder-Schneeanzüge von "WeeDo"

Antje Risau stellte in der Sendung am vergangenen Dienstag (29. Oktober) ihre kreativen Schneeanzüge für Kinder vor. Die Anzüge sind nicht nur praktisch, sondern machen auch durch kreative Designs in Form von Fabeltieren mächtig Spaß.

Begeistert hat diese Idee alle Löwen, doch investieren wollte am Ende nur Georg Kofler, 62. Antje Risau bekam mit ihrer Marke "WeeDo" einen Deal.

Anderer Unternehmer wirft Ideen-Klau vor

Die Kinder-Schneeanzüge von "Flashy Stars"

Was die Investoren vor allem überzeugen konnte, war die angebliche Einzigartigkeit des Produkts. "Mein Produkt ist weltweit einzigartig, das gibt es so auf dem Weltmarkt noch nicht", beteuerte Antje gegenüber Moderator Amiaz Habtu, 42. Doch genau das stimmt so leider nicht.

Auch Unternehmer Mirko Lippold hat eine ganz ähnliche Marke namens "Flashy Stars", die sowohl kreative Schneeanzüge für Kinder als auch Ballettkleidung vertreibt. Und schaut man sich die tierischen Anzüge so an, fällt auf: Die sehen sich verdammt ähnlich. Ein Zufall?

Nein. Lippold und Risau haben früher zusammen gearbeitet und die Anzüge laut Lippold gemeinsam entwickelt. "2015 kam ich im Skiurlaub mit meinem besten Freund auf die Idee. Daraufhin habe ich mein Unternehmen 'Flashy Stars' gegründet. Frau Risau habe ich nach drei Monaten als freiberufliche Designerin eingestellt. Sie hat meine Ideen der kreativen Skianzüge mit umgesetzt", behauptet Mirko Lippold gegenüber "Bild".

Auf Anfrage von GALA erzählt Mirko Lippold: "Sie erzählte, dass es solche Anzüge auf dem Weltmarkt noch nicht gibt und dass ihre Anzüge einzigartig sind. Da es meine Firma 'Flashy Stars' mit dieser Art von Schneeanzügen schon seit der Saison 2017/2018 auf dem Markt gibt und sie diese sogar mit mir zusammen entwickelt hat, ist das einfach eine bewusste Lüge. Außerdem sagte sie, dass es ihre Idee sei und einen Tag drauf stand in der 'Bild'-Zeitung, dass Ihre Oma auf die Idee gekommen ist. Die Fantasie scheint hier keine Grenzen zu kennen."

Hat Antje Risau auch Kontakte geklaut?

Doch die Vorwürfe gehen noch weiter. Antje Risau soll nicht nur die Idee, sondern sogar die Kontakte, nachdem sie und Lippold sich 2017 beruflich trennten, einfach übernommen haben. Die beiden seien damals gemeinsam nach China geflogen, um nach geeigneten Produktionsstätten zu schauen. Davon war in der "Höhle der Löwen" aber nicht die Rede. Antje Risau erzählte dort: "Ich habe erstmal meinen Grundschnitt gemacht und den Prototypen als Schnitt fertig gemacht. Dann hab ich mir drei Fabriken ausgesucht, denen die Schnitte geschickt, habe mir eine Übersetzerin, die Chinesisch spricht, gesucht und bin mit der dahin geflogen. Dort bin ich dann zu jeder Fabrik hin und habe mir angeguckt, wie die das umgesetzt haben. Das war ganz schnell klar, welche Fabrik die beste war." Ihre Zusammenarbeit mit Mirko Lippold war kein Thema, sie erwähnte lediglich: "Ich habe als Produktmanagerin 10 Jahre lang als Freelancerin gearbeitet."

Mirko Lippold sagt jedoch: "Ich hatte mit einer chinesischen Firma regen Emailkontakt, wo wir die Zusammenarbeit planten. Auf einmal kam keine Antwort mehr. Nichts. Ein paar Monate später erfuhr ich, dass Frau Risau mit der Firma zusammen arbeitet. Ich kann natürlich nicht beweisen, das sie mich dort schlecht gemacht hat, aber eins und eins kann ich grad noch zusammen zählen."

Auch Mirko Lippold wollte in die "Höhle der Löwen"

Der Dino-Anzug von "Flashy Stars"

Doch was ist wirklich dran an den Vorwürfen von Lippold? Auf Anfrage von GALA leugnet Risau den Ideen-Klau nicht, gibt ihn aber auch nicht zu. Sie macht lediglich darauf aufmerksam, dass sie über sämtliche betreffenden Marken- und Design-Schutzrechte der Produkte besitzt. "'WeeDo funwear' wurde von mir als alleinige Gesellschafterin ins Leben gerufen. In den Produkten der 'WeeDo' und den Designs auf meiner Website steckt mein Herzblut. Die 'WeeDo funwear' verfügt über sämtliche unsere Produkte betreffenden Marken- und Designschutzrechte. Das ist die Wahrheit."

Wie kann das sein, wenn die Anzüge doch Lippolds Idee waren? Der Unternehmer erklärt: "Ich habe einen teuren Designschutz. Das Problem ist, dass man da nur ein paar Prozent verändern muss am Design und man dann schon fast keine Chance mehr hat. Wenn man z.B. mal meinen und ihren Dino vergleicht, der sich bei mir auch am besten verkauft, sehen die schon sehr gleich aus. Dann noch, dass Sie den mit mir geplant hat. Da frage ich mich, wofür gibt man soviel Geld für einen Designschutz aus."

Georg Kofler zumindest hat den Deal nach den Dreharbeiten bestätigt, was bedeutet, dass rechtlich alles seine Ordnung hat.

Ein weiteres interessantes Detail: Mirko Lippold hatte sich mit "Flashy Stars" vor zwei Jahren ebenfalls beworben, wurde aber abgelehnt. Gegenüber GALA bestätigt VOX: "Es stimmt, dass sich Mirko Lippold für die 4. Staffel von 'Die Höhle der Löwen' beworben hat. In jeder Staffel schauen wir jedes Jahr aufs Neue auf alle Produkte und ihre Gründer, die sich bewerben, um ein möglichst breites Spektrum pro Staffel abbilden zu können. Und in diesem Jahr hat uns Antje Risau überzeugt."

Mirko Lippold betont nun, nicht weiter den Kontakt zu seiner ehemaligen Designerin zu suchen. "Ich wollte das klarstellen und dann sollte es das auch gewesen sein. Ich kümmere mich um wichtigere Sachen, wie meine eigenen Projekte".

Verwendete Quellen: VOX "Die Höhle der Löwen", Bild

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