"Bachelorette"-Kandidat Maxim Sachraj im Interview: "Auch ich habe Angst verletzt zu werden"

"Bachelorette"-Kandidat Maxim Sachraj lässt sich bislang wenig in die Karten schauen. Betont lässig kämpft er sich von Show zu Show. Doch hinter der Model-Fassade und dem durchdringenden Blick schlägt ein ganz schön weiches Herz

Maxim Sachraj 

Maxim Sachraj, 29, kämpft mit fünf anderen Männern um das Herz von "Bachelorette" Nadine Klein, 32. Der studierte Ingenieur sticht nicht nur mit seinem Job unter den Kandidaten hervor, sondern auch mit seinem attraktiven Äußeren. Maxim ist Model - eine Tatsache, die auch Nadine zögern lässt."Er ist einfach Model durch und durch und weiß genau, wie er sich bewegen muss, wie er reden muss", sagte die 32-Jährige über den Wahl-Hamburger vor ihrem Einzeldate. Tatsächlich hält sich der 29-Jährige sehr bedeckt. Im GALA-Interview erklärt Maxim seine Zurückhaltung und sagt: "Ich bin vorsichtig mit meinen Gefühlen."

GALA: Was war Ihr erster Eindruck von Nadine?
Maxim Sachraj: Ich hatte sie schon durch das Autofenster gesehen und dachte mir gleich: Da steht eine wunderschöne Frau. Man nimmt natürlich erst mal das Äußere wahr. Das hat definitiv gleich gepasst. Ich habe mich dann auch gefreut, auf sie zuzugehen, erste Worte mit ihr zu wechseln. Das war schon ein schönes Gefühl. Da muss selbst ich sagen: Ich war schon etwas aufgeregt.

Wie hat sich dieser Eindruck m Laufe des Kennenlernens verändert?
Sachraj: Der erste positive Eindruck hat sich eigentlich bislang immer weiter bestätigt und verstärkt. Ich habe gemerkt, dass sie locker ist, dass sie als Frau gewisse Charaktereigenschaften mitbringt, die ich nicht oft bei Frauen erlebe: die Coolness, der Witz, ihr Charme und ihr Humor – das sind Eigenschaften, die wichtig sind, um sich weiterhin zu öffnen. Das fällt mir ohnehin immer schwer. Ich bin vorsichtig mit meinen Gefühlen. Bei Nadine habe ich gemerkt, dass ich mich für sie interessiere, dass Sympathie vorhanden ist. Ich habe Lust, sie weiter kennenzulernen.

Sie sagen, Sie sind vorsichtig mit ihren Gefühlen. Warum?
Sachraj: Das ist einfach eine Schutzreaktion. Auch ich habe Angst verletzt zu werden. Wenn man eine Frau in Form einer solchen Show kennenlernt, ist das auch eine besondere Situation. Ich bin vorsichtig, ich weiß ja nicht was noch auf mich zukommt und bin einfach sehr bedacht in dem, was ich tue. 

Nadine hat Ihnen bei ihrem Einzeldate einen Kuss verweigert hat. Was ging da in Ihnen vor?
Sachraj: Das war auf jeden Fall auch ein Stück Euphorie, die dazu gebracht hat, vielleicht ein bisschen zu schnell zu agieren. Aber letztendlich war für mich die Situation im Pool klar: Nadine war kalt, sie hatte gesagt, sie fühle sich in meiner Nähe wohl - deswegen bin ich ihr auch näher gekommen. Sie hatte mir nicht signalisiert, dass ihr das "too much" war. Ich habe sie ganz bewusst nach einem Kuss gefragt. Ich wollte sie nicht direkt küssen, weil ich wusste, in welcher Situation sie steckte. Sie hatte kurz davor Alex geküsst. Deshalb habe ich gefragt, normalerweise tue ich das ja auch nicht, sondern küsse im richtigen Moment.
Ich wollte sie da einfach nicht noch mehr unter Druck setzen. Die Abfuhr war dann halb so schlimm. Ich habe sie in den Arm genommen, ihr einen Kuss auf die Wange gegeben und versuche die nächste Chance zu nutzen.

Auf Instagram haben Sie trotzdem ganz deutlich gemacht: Das passiert Ihnen sonst nie. Klingt nach verletztem Stolz ...
Sachraj: Ich glaube, verletzter Stolz sieht anders aus. Andere Männer mag das treffen, ich kann damit umgehen. Wenn ich mich jetzt als verletzten Typen, weinerlich zeigen würde, wäre das nicht ich. Ich bleibe da ganz entspannt und normal und kann mit der Situation gut umgehen. Es wäre auch nicht klug, mit so negativen Energien in das nächste Date oder das nächste Treffen zu gehen. Das konnte ich ganz locker nehmen.

Haben Sie über diesen Moment nochmal gesprochen? Schließlich hat sie mit Daniel Lott kurz darauf einen anderen Mann sogar über Nacht eingeladen. Mit ihm schien es ihr nicht zu viel zu sein. 
Sachraj: Vielleicht war es ihr in dem Augenblick mit mir zu viel. Das wusste in dem Moment nur Nadine. Ich habe ihr mein Interesse gezeigt, aber möglicherweise auch etwas zu schnell agiert. Vielleicht war ihr das zu offensiv. Nadine und Daniel wiederum hatten eine ganz andere Ausgangssituation. Die beiden haben den kompletten Tag miteinander verbracht, hatten ein Abendessen, saßen zusammen auf dem Balkon und haben einfach den ganzen Tag über etwas aufbauen können. Dementsprechend gab es dann einen Kuss und Daniel durfte bei ihr übernachten.

Wie haben Sie reagiert, als sie gemerkt haben, Daniel und Nadine haben die Nacht zusammen verbracht?
Sachraj: Davon hat er uns natürlich auch erzählt. Da muss man als Mann fair bleiben. Was soll ich machen? Soll ich ihm den Kopf abreißen, der letztendlich das gleiche Interesse an einer Frau hat wie ich? Ganz sicher nicht. Da muss man locker bleiben. Ich versuche einfach mit meinem Charakter zu überzeugen. Entscheiden muss dann Nadine.

Hat es zwischen Ihnen überhaupt gefunkt? 
Sachraj: Das Interesse war gleich da. Wir reden hier davon, dass wir vier, fünf Wochen lang die Möglichkeit haben, eine Frau kennenzulernen. Aber eben auch nur über ein Einzeldate, über die Nacht der Rosen und vielleicht noch ein paar Gruppendates. Im reellen Leben läuft sowas natürlich anders ab. Da kann man eine Frau einfach mehrmals die Woche treffen, um sich vernünftig kennenzulernen, wenn es die Zeit zulässt. Das ist natürlich etwas anderes.

Ich habe auch gemerkt, dass Nadine enorm unter Druck steht und auch anderen Jungs Interesse signalisiert. Dementsprechend vorsichtig bin ich jetzt. Ich will nicht nochmal etwas überstürzen, sondern versuche ganz ruhig an die Sache ranzugehen. Ich muss mich nicht verstellen. Ich gehe da immer locker ran.

Sie sagen schon: Die Situation bei "Die Bachelorette" unterscheidet sich sehr von einem Kennenlernen im "echten Leben", bei dem beide das Tempo bestimmen. Hier bestimmt nur einer – und schon bald stehen die Home Dates an, in denen Nadine Ihre Familien kennenlernt. Ist sie eine Frau, die auch Sie Ihrer Familie vorstellen würden?
Sachraj: Bei Nadine konnte ich mir gleich vorstellen, sie auch mal meiner Familie vorzustellen. Könnte ich das nicht, würde ich wohl auch vor den Home Dates einen Schlussstrich ziehen. Stand jetzt kann ich sagen, dass ich mir das vorstellen kann. mir ist der Rat meiner Familie auf jeden Fall wichtig.

Nadine hat Ihre Wirkung auf sie als "einschüchternd" bezeichnet. Sie sind Model. Erleben Sie so etwas oft?
Sachraj: Ja, das ging mir schon häufiger so. Meine Ex-Freundin hat immer gesagt: "Einen hübschen Mann hat man nie für sich allein". Den Spruch musste ich schon häufiger hören. Das sehe ich anders. Wenn ich Interesse an einer Frau habe, wenn ich Gefühle für sie habe, dann ist sie auch die einzige für mich.

Vielleicht sieht man es mir nicht an, aber ich bin auch manchmal von der Situation eingeschüchtert. Ich weiß oft auch nicht, was ich als nächstes sagen soll oder frage mich, war das jetzt richtig, was ich gesagt oder gemacht habe? Was ich damit sagen will: Ich lasse mich nicht in die Model-Schublade stecken. Ganz und gar nicht. Ich suche eine Frau fürs Leben.

Was muss eine Frau mitbringen, um Sie zu faszinieren?
Sachraj: Ich brauche auf jeden Fall eine Frau, die eine gewissen Grad an Intellekt mitbringt. Das tut Nadine. Sie ist schlagfertig und sehr konsequent in ihrem Verhalten. Das hat man nicht zuletzt an unserem Date gesehen: Sie hat mir den Kuss nicht gegeben. Das macht sie für mich ja noch interessanter.

Sie sind einer der ruhigeren Kandidaten - neben einigen sehr polarisierenden Charakteren. Wo sehen Sie Ihre Rolle in der Männervilla?
Sachraj: Ich bin kein Freund der Machtspielchen oder ein Alphatier. Das passt nicht zu mir. Ich bin in der Gruppe neutral, versuche eher zu vermitteln. Ich lasse mich auf kleine Zickereien nicht ein, das ist nur eine Belastung. Wenn die anderen Stress machen, bin ich der Schlichter.

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