Deutschland sucht den Superstar: Streberin statt Heulsuse

Die bereits vor zwei Runden ausgeschiedene "DSDS"-Kandidatin Sarah Engels darf in die Show zurückkehren. Sie ersetzt, das beschloss RTL, Nina Engels, die nervlich nicht stabil genug für eine Rückkehr in die Castingveranstaltung ist

Nina Richel selbst wollte bei der Mottoshow am kommenden Samstag unbedingt wieder dabei sein. Mehreren Nervenzusammenbrüchen und einem Zickenkrieg mit einer weiteren Kandidatin der aktuellen Staffel zum Trotz war die blonde Sängerin, die von ihrem Vater am Wochenende aus der "DSDS"-Villa geholt worden war, immer noch heiß auf Bohlens Castingshow. Doch vor die Rückkehr hatte RTL eine medizinische Begutachtung gesetzt - und an der scheiterte die Kandidatin. Das teilte der Kölner Sender am 10. März mit.

Hier ging es noch gut für Nina (links) aus: Die Zuschauer wählten Sarah aus der Show, die dralle Blondine durfte bleiben.

Auf der eigenen Website verkündet RTL: "Die Einschätzung der Psychologin ist eindeutig. Es bestehen Risiken, die wir in einem Wettbewerb wie DSDS nicht ausschließen können, wie Kritikfähigkeit, Stabilität und Umgang mit Niederlagen. Diesen Belastungen ist die erst 17-Jährige zum jetzigen Zeitpunkt nicht gewachsen. Zu ihrem eigenen Schutz entbinden wir Nina Richel von ihren Verpflichtungen bei DSDS." Das dürfte zumindest Ninas Eltern freuen.

Als Ersatz für die Show wurde nicht der am vergangenen Wochenende ausgeschiedene "Bär mit der Superstimme" Marvin Cybulski, sondern die eine Woche zuvor herausgewählte Sarah Engels benannt. Sie erhält am Samstag eine zweite Chance, diesmal auch das Publikum von sich zu überzeugen. RTLs Maxime dabei: Für eine ausgeschiedene Kandidatin soll auch wieder eine Kandidatin nachrücken. Die Mädchen waren in den Mottoshows sowieso schon in der Unterzahl.

Sarah Engels große Aufgabe wird es sein, nicht nur mit Gesang - das fiel ihr bisher leicht - sondern auch menschlich zu überzeugen. Sie hatte sich schnell den Ruf einer ehrgeizigen, arroganten Superzicke erarbeitet, die von sich so überzeugt ist, dass die Menschen vor dem Fernseher sie gerne zurechtstutzen wollten.

Ihre Rückkehr in die Kandidatenvilla inszenierte RTL dann aber gleich mal als Horrortrip - mit abgetrennten Puppenköpfen und Drohungen anderer Kandidaten. Alles nur Show, versichert der Sender. Die wahre Wiedervereinigung habe schon zwei Stunden vorher und ganz friedlich stattgefunden. Angeblich wollen sich sogar die verbliebene Zicke Anna-Carina und Sarah nun gut vertragen und "neu anfangen, von Null". Man darf gespannt sein.

cfu

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