Detlev Buck: Bucks Bibi begeistert

Hex, hex! Detlev Buck hat die Pferdegeschichten um "Bibi&Tina" auf die Leinwand gebracht. "Gala.de" traf den Kultregisseur nach der Hamburg-Premiere

Detlev Buck bei der Hamburgpremiere seines Films "Bibi&Tina" im Gespräch mit "Gala.de".

Bucks drei Mädels waren Schuld: Immer wieder wollten sie in ihrer Kindheit die Geschichten von "Bibi+Tina" hören. Irgendwann erwischte sich Detlev Buck dabei, wie er wieder gespannt eine der rund 100 Cassetten im Auto hörte, obwohl keine seiner Töchter mit dabei war. "Kinder sind ja leider sehr markenaffin, unbekannte Stoffe haben es da schwerer. Aber ich kenne "Bibi+Tina", quasi übers Unterbewusstsein habe ich das inhaliert und konnte es auswendig. Ich habe nie gedacht, dass ich darüber einen Film mache, aber unverhofft kommt oft." Eine Mitarbeiterin ermutigte ihn, über die hexende kleine Comic-Heldin im idyllischen Reiterhofmilieu einen Kinofilm zu drehen. Bucks Töchter staunten nicht schlecht: "Meine Kinder haben sich gefreut, die haben da sehr dran teilgenommen und waren auch immer mit einer Meinung vorneweg dabei."

Ist ihm die Kritik seiner Familie wichtig? "Wenn sie nicht zufrieden sind, dann mache ich mir schon einen Kopf, aber gewisse Dinge kann ich nicht verändern. Man darf sich auch nicht erdrücken lassen von Meinungen, ob das Kinder sind oder Erwachsene, dann kriegt man gar nichts zustande, man kann ja nicht allen gefallen."

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©Gala

Eigentlich wollte wieder Modedesigner Guido Maria Kretschmer das Kostümbild wie in Bucks letztem Kinderfilm "Hände weg von Mississippi" (2007) übernehmen, doch er war durch seine TV-Show zu stark eingebunden, so dass sich Ingken Benesch der Sache annahm. Buck kannte sie vom Styling für ein Musikvideo von "The BossHoss" und wusste, dass die Chemie stimmt. Benesch hat ein stark überhöhtes, poppiges Kostümbild entworfen, indem die Figuren zwar irgendwie überzeichnet, aber dennoch glaubhaft und echt aussehen. Jeder Figur wurden bestimmte Farben zugeordnet: So tritt die hochnäsige Sophia von Gelen (Ruby O. Fee) zum Beispiel immer mit hellgelben Kleidungsstücken, High Heels, Cowboystiefeln und ihrem Koffer-Set auf. Regisseur Buck freut sich: "Die Farbe Gelb und der Cowboytrend liegen für die kommende Saison ganz weit vorn!".

Über ein E-Casting wurden Lina Larissa Strahl als Bibi und Lisa-Marie Koroll als Tina auserwählt. Auch Louis Held als smarter Alexander von Falkenstein und Ruby O. Fee als intrigante Sophia von Gelenberg waren eine gute Wahl. Herrlich kauzig: Michael Maertens als Graf Falko von Falkenstein und Martin Seifert als Butler Dagobert.

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Bösewicht Hans Kakmann, der seine Pferde dopt und Kinder als die "Konkurrenten der Zukunft" betrachtet, wird mit voller Hingabe von Charly Hübner ("Polizeiruf 110") gespielt. Kultig wird es dann auch, wenn Max von der Groeben ("Fack ju Göhte") als Lehrling beim Schmied in Falkenstein auf seinem Motocross-Bike ins Spiel kommt.

Kameramann Marc Achenbach hat mit seinen Einstellungen, Kamerafahrten, Zeitlupen und Farbfiltern surreale Motive und eine Welt mit ewig blauem Himmel geschaffen, in die man als Zuschauer gerne eintaucht. Für das "Schloss Falkenstein" googelte Szenenbildner Sebastian Soukop über 1.000 Schlösser und besichtigte sogar einen Großteil davon – bis er das Schloss Vitzenburg im Süden Sachsen-Anhalts als perfekten Drehort entdeckte.

Volles Haus im Hamburger Cinemaxx bei der Premiere von Detlev Bucks Film "Bibi&Tina": Die Fans des Pop-Dramas gaben Szenen-Applaus und sangen bei den Songs mit. Dafür gaben Schauspieler wie Charly Hübner und Winnie Böwe auch total geduldig Autogramme.

Das Pop-Drama wirkt durch die vielen Songs, die Peter Plate („Rosenstolz“) komponiert hat, zeitweilig wie ein großer Videoclip. Der Dreh mit Kindern, Kinderbetreuern, Pferdetrainern, Stuntreitern, "Horsemastern", Pferden und anderen Tieren im Spätsommer 2013 war allerdings nicht immer so easy, wie es der Film uns glauben lässt: "Wir hatten eine brenzlige Situation, die nicht so lustig war, wo man merkte, es hängt alles an einem seidenen Faden. Viele Unfälle im Sport passieren eben mit Pferden (...) aber es ist glücklicherweise nichts passiert, es hat zumindest niemand einen bleibenden Schaden erlitten".

Und wie schafft es der umtriebige Filmemacher, Produzent, Regisseur und Schauspieler Detlev Buck, sich mal zu entspannen? "Wenn man nicht nur in einer Branche abhängt, weil sich jede Branche irgendwann im Kreis dreht und langweilig ist. Ich wechsele gerne mal die Perspektive, zum Beispiel von Spielfilm zum Werbefilm bis zur Landwirtschaft – das ist für mich die beste Entspannung. Ich denke da zum Beispiel an eine Geschichte, die in Afrika spielt, die ich gerne umsetzen würde, vielleicht auch erst in drei bis vier Jahren. Die Hauptsache ist, dass man wach bleibt."

Hellwach waren in jedem Falle alle "Bibi&Tina"-Fans bei der Hamburg-Premiere des Films und so manch ein Erwachsener hatte nach dem Film Lust, direkt aufs Land zu ziehen.

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