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Der Hobbit Peta plant Proteste

Der Hobbit
Der Hobbit
© New Line/Warner Bros
Im Zuge der Dreharbeiten zu Peter Jacksons neuem Film "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" sollen laut der Tierschutzorganisation Peta mehrere Tiere zu Tode gekommen sein

Der neue Film des Regisseurs Peter Jackson, "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise", zieht den Zorn der Tierschutzorganisation "Peta" (People for the Ethical Treatment of Animals) auf sich. Grund dafür ist der Tod von 27 Tieren, die nach Angaben der Tierschützer im Zuge der Dreharbeiten ums Leben gekommen sein sollen.

Die Pferde, Schafe, Hühner und Ziegen wurden während der Dreharbeiten in Neuseeland auf einer Farm untergebracht, auf der katastrophale Zustände geherrscht haben sollen, wie zwei dort tätige Pferdewirte laut "eonline.com" berichteten. Angeblich habe es in den Ställen zahlreiche "Todesfallen" wie Bodenlöcher und gebrochene Zäune gegeben.

Ein Sprecher der Produktionsfirma bestätigte laut "guardian.co.uk" mittlerweile, dass es einige Todesfälle gegeben habe. Auch sei der Tod zweier Pferde, die sich das Genick brachen, vermeidbar gewesen. Die Bedingungen seien jedoch schnell verbessert worden.

Die "American Humane Association", die sich für den Schutz der Tiere bei Dreharbeiten einsetzt, hatte die Fälle ebenfalls geprüft, berichtet das Branchenmagazin "hollywoodreporter.com". Da jedoch die Tiere nicht direkt am Set des Films verletzt oder getötet worden seien und die Organisation für einen Besuch außerhalb der Drehorte nicht autorisiert gewesen sei, habe es keine Beanstandungen gegeben.

Peter Jackson hingegen weist sämtliche Vorwürfe zurück. In einem Statement, das er unter anderem auf "Facebook" veröffentlichte, erklärte der bekannte "Herr der Ringe"-Regisseur, dass die beiden Pferdewirte schon vor einem Jahr entlassen worden seien. Und zwar, weil sie sich nicht ausreichend um die Tiere gekümmert hätten. Zudem veröffentlichte er Berichte von Veterinären und Farmern, die nur Positives über die Zustände auf der Farm zu berichten hatten.

Da jedoch Tierleid in der Filmindustrie generell inakzeptabel sei, ob vor oder hinter der Kamera, kündigte "Peta" dennoch Protestaktionen bei den anstehenden Premierenfeiern von "Der Hobbit" in Neuseeland, den USA und Großbritannien an.

sbu

gala.de

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