Der "Tatort" aus Franken: "Es sollte nicht die dunkle Seite der Routine eintreten"

Der "Tatort" versammelt regelmäßig jung und alt vor dem heimischen Fernseher. Während das für die Zuschauer zur Routine wird, sollte sich diese vor der Kamera nicht einstellen. Warum verrieten die Franken-Kommissare Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs im Interview


Dagmar Manzel, Fabian Hinrichs

Beim allsonntäglichen "Tatort"-Schauen versammelt sich häufig die ganze Familie vor dem Fernseher. Am kommenden Sonntag, den 15. April, ist dann wieder der "Tatort" aus Franken zu sehen. Das Ermittlerduo Paula Ringelhahn und , gespielt von , 59, und , 43, beschäftigt sich in dem jüngsten Film mit einem ermordeten Geschwisterpaar aus Libyen. Ein Fall, der für die Ermittler auch persönlich zur Herausforderung wird.

Max Färberböck ist wieder als Regisseur mit dabei

Im vierten Franken-"Tatort" trifft sich eine altbekannte Gruppe: Nicht nur die beiden Kommissare Paula Ringelhahn und Felix Voss sind wieder mit dabei, auch Max Färberböck, 67, ist als Regisseur erneut mit an Bord. Ob sich mit altbekannten Gesichtern eine gewisse Routine beim Drehen einstellt? Nein, wie Dagmar Manzel im Interview mit GALA verriet: "Durch nur einen Tatort im Jahr ist das jedes Mal aufregend und spannend, so wie beim ersten Film. Also da ist überhaupt keine Routine, das geht gar nicht. Ich könnte sowieso so nicht arbeiten, das würde mich glaub ich total langweilen." Auch Fabian Hinrichs gibt an, keine richtige Routine beim "Tatort"-Dreh festzustellen. Allerdings verspüre er in einem bekannten Team ein wenig mehr Gelassenheit, warnt aber gleichzeitig davor, sich in dieser zu verlieren: "Man hat vielleicht weniger Angst und weniger Scheu, man kann schneller persönlicher werden. Aber es sollte nicht die dunkle Seite der Routine eintreten, dass man so abstumpft und leblos vor sich hin dümpelt."

Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs setzen auf Konzentration am Set

Was sich allerdings nach einem Muster durchführen ließe, ist die Vorbereitung auf den täglichen Dreh. Um in die richtige Stimmung am Set zu kommen, sei eines besonders wichtig: Konzentration." Da ist absolute Konzentration das Wichtigste und dass dann auch Ruhe am Set ist. Das ist ganz wichtig für alle, die da arbeiten, nicht nur für die Schauspieler vor der Kamera. Das ist jetzt auch für Max Färberböck bei dem Dreh sehr wichtig gewesen – absolute Konzentration, da hat man dann auch keinen Pieps gehört. Da hat jeder seine Arbeit gemacht und wusste was er zu tun hatte", berichtet Manzel weiter. Dies sei bei dem kommenden "Tatort", der den Titel "Ich töte niemand" trägt, für sie besonders wichtig gewesen. Vorab sei verraten, dass ihr vor allem die letzte Szene schauspielerisch viel abverlangt habe. 

Am 15. April wird der 4. Fall der Mordkommission Franken gesendet. Heute können wir schonmal reinspitzen.

Gepostet von Franken-Tatort am Dienstag, 3. April 2018

Während für die 59-Jährige dabei auch Harmonie hinter der Kamera vonnöten ist, so glaubt Fabian Hinrichs, auch an die Schauspielkunst, die private Unstimmigkeiten überdecken kann. Großartige Leistungen könne aber auch seiner Meinung nach nur ein Team vollbringen, das sich auch im Privaten gut versteht. 

Ob dem "Tatort"-Team aus Franken dies gelungen ist, das können Sie am heutigen Sonntag, um 20.15 Uhr in Das Erste sehen. 

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