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"Das perfekte Dinner" Es gibt gesegnetes Dessert und "Gottesbscheisserle"

"Das perfekte Dinner": Die Teilnehmer:innen zu Besuch bei Tim (Mitte)
"Das perfekte Dinner": Die Teilnehmer:innen zu Besuch bei Tim (Mitte).
© RTL / ITV Studios Germany
"Das perfekte Dinner" spielt sich am Donnerstag unter Gottes Augen ab: Die Gäst:innen dinieren stilecht in einer Kirche.

"Das perfekte Dinner" lebt oftmals auch von der Location, schließlich geben die Gastgeber:innen freiwillig – und meist sehr freudig – einen Einblick in ihre eigenen vier Wände. In der aktuellen "Woche der Vielfalt" gab es am Donnerstag, 23. Juni, einen ganz besonderen Schauplatz für das 3-Gänge-Menü: Gastgeber Tim, 32, seines Zeichens schwuler Pfarrer vom Beruf, lädt nämlich in seine Kirche ein. Passend dazu reicht er zum Dessert den "Leib Christi", weiß aber auch mit Vor- und Hauptspeise zum Staunen anzuregen.

"Das perfekte Dinner": Eine kleine kulinarische Geschichtsstunde

Im Gegensatz zu Josi, 28, die absolut geschockt war, als sie an Tag 1 der "Das perfekten Dinner"-Woche erfuhr, dass sich unter den Teilnehmer:innen mehrere Veganer:innen befanden, dürfte Tim sich mit dieser Tatsache schon länger abgefunden haben, gehört er doch zu einer der besagten vegan lebenden Personen. Als Entree serviert er seinen Gäst:innen gerettetes Brot mit selbstgemachtem Pesto und zeigt damit, dass zu einer guten Küche auch ein respektvoller Umgang mit Lebensmitteln gehört. "Meine Einschätzung war gar nicht so schlecht, dass es tägliches Brot gibt. Aber ich habe mich ein bisschen vertan, denn es war ja vortägliches Brot", kommentiert die lachende Josi.

Zu der Hauptspeise, "Himmel un Äd mit Gottesbscheisserle", übersetzt also Apfelkompott und Kartoffelpürree mit veganen Maultaschen und einer veganen, gebratenen Blutwurst, kann Max, 35, eine Menge erzählen, besonders zu den Maultauschen. Die kommen nämlich aus dem Kloster Maulbronn (daher auch der Name "Maultasche"). Der Geschichte nach fand der Laienbruder Jakob ein Stück Fleisch – leider zur Fastenzeit, er durfte es also nicht essen. Doch zum Verderben wäre es zu schade gewesen, weswegen er es kurzerhand zerkleinerte, ins Gemüse mischte und das Ganze in Nudelteig versteckte. Daher auch die – korrektere – Bezeichnung "Herrgottsb’scheisserle".

Eine gesegnete Mahlzeit

Das Dessert stellt auf mehrere Weisen die Krönung des Abends dar – ganz besonders für Steph, 29. Denn Tim serviert den Gäst:innen "Das letzte Gericht", so gar nicht apokalyptisches Passionsfrucht-Sorbet mit einer echten, geweihten Hostie – den Leib Christi – obendrauf, die er extra aus der Sakristei nebenan geholt hat. Die Geste ist für Steph sehr besonders, in seiner Heimat in Brasilien hat er nämlich bisher keine Kommunion empfangen können. 

Zwar reicht es mit 32 von 40 möglichen Punkten für den Pfarrer nicht für den ersten Platz – doch immerhin konnten sich die Teilnehmer:innen allesamt über eine wahrhaftig gesegnete Mahlzeit und ein perfektes Abendmahl freuen.

Verwendete Quellen: tvnow.de, vox.de, kloster-maulbronn.de

csc Gala

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