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Das Dschungelcamp Bittere Tränen und dreiste Lügen

Walter Freiwald
© RTL / Stefan Menne
Tag zwei im Dschungel und besonders bei Walter Freiwald liegen die Nerven blank. Er erinnert sich an den Job-Frust zu Hause und vergießt Tränen

Dass die meisten RTL-Dschungel-Bewohner sich im echten Leben in einer gescheiterten Phase befinden, gehört wohl zum Konzept der Sendung. So offensiv wie Walter Freiwald hat seinen privaten Frust jedoch bisher kaum einer kommuniziert. Schon am zweiten Tag im Urwald sahen 7,23 Millionen Zuschauer wie er sich bei ihnen um einen Job bewarb. "Ich bin noch nicht am Ende meines Lebens, ich habe noch viel Kraft und Energie. Vielleicht können Sie die ja umsetzen", sagt er zum Fernsehpublikum. "In bare Münze sozusagen." Denn seit zwei Jahren sei der Ex-Teleshopping-Präsentator arbeitslos.

"Ich hab fast hundert Bewerbungen geschrieben - an Fernsehstationen, an Radiostationen, an Printmedien. Und man kriegt nur Absagen. Es läuft alles schief komischerweise", sagt Walter Freiwald verbittert. 40 Jahre habe er sich "den Arsch aufgerissen".

Walter Freiwald weint

Der Moderator kann seine Tränen nicht mehr zurückhalten. "Und da stehst du am Ende dieser ganzen Arbeitszeit und kriegst vielleicht eine Rente von 1500 Euro. Da kannst du vielleicht normal die Krankenkasse bezahlen, das war's. Da kannst du dir wirklich die Kugel geben. Das geht natürlich nicht, deshalb muss ich kämpfen."

Er nimmt es mit der Wahrheit nicht genau

Vorher regte er sich noch im Gespräch mit Mitcamperin Rebecca Siemoneit-Barum über die Berichterstattung der Medien auf. "Da bin ich plötzlich 65 und so'n Scheiß." Journalisten machten sich keine Mühe zu recherchieren. "Man braucht nur mal auf meine Homepage gehen, da steht das alles." Doch auch der Ex-"Der Preis ist heiß"-Co-Moderator nimmt es mit der Wahrheit offenbar nicht so genau.

"Ich war ja bei RTL Programmdirektor. Schöne Zeit!", erzählt der 60-Jährige. Doch da scheint er einiges durcheinander gebracht zu haben. Denn RTL stellt auf Nachfrage einer Twitternutzerin sofort klar: "Der Walter als Programmdirektor? Vielleicht hat er sich beworben. Geklappt hat es nicht."

Auch auf seiner Homepage ist davon übrigens nichts zu lesen.

iwe / Gala

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