Claire Danes: Der Emmy war ihr nicht zu nehmen

Claire Danes wurde für ihre Rolle in der Erfolgsserie "Homeland" mit einem Emmy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Zu den Gewinnern des Abends zählten auch die Serie "Breaking Bad" und Schauspieler Michael Douglas

Claire Danes gewann bei der diesjährigen Verleihung erneut den Emmy als beste Schauspielerin. Bereits im vergangenen Jahr bekam die "Homeland"-Hauptdarstellerin den wichtigsten Fernsehpreis der Welt. Auf der Bühne erinnerte die 34-Jährige zunächst an den Drehbuchschreiber der FBI-Serie, Henry Bromell, der im Frühjahr mit 65 Jahren gestorben war. Seine Frau hatte kurz zuvor an seiner Stelle den Emmy im Bereich Drehbuch entgegengenommen. "Ich muss diesen Moment nutzen, um unseren überaus geschätzten, einen der absolut geschätztesten Schreiber überhaupt, zu ehren, Henry Bromell, der heute Nacht gewonnen hat. Er verstarb im März und wir liebten ihn wirklich sehr", sagte Danes. "Er war ein brillanter Mensch, sehr freundlich und wir denken jeden Tag an ihn, während wir an der Sendung arbeiten, die er prägte."

Als Claire Danes' männliches Pendant - als bester männlicher Schauspieler - wurde überraschenderweise Jeff Daniels für seine Rolle in der Serie "The Newsroom" ausgezeichnet, der sich damit gegen Kevin Spacey durchsetzte. Dieser spielt in der Webserie "House Of Cards", deren Macher David Fincher ("The Social Network") sich über die Ehrung in der Kategorie Regie freute. Jeff Daniels konnte seine Überraschung nicht verbergen: "Tja, scheiße, damit habe ich nicht gerechnet. Ich gewinne nie", sagte er grinsend und behauptete, sein letzter Sieg sei in der Kategorie "Schauspieler über 50" gewesen, er wäre damals von der amerikanischen Vereinigung der Menschen im Ruhestand ausgezeichnet worden. "Das hier ist besser."

Weitere Sieger der Preisverleihung waren "Breaking Bad" als beste Serie im Bereich Drama und "Modern Family" als beste Comedy-Serie.

Michael Douglas setzte sich mit seiner Darstellung in "Liberace - Zuviel des Guten ist wundervoll" gegen seinen Co-Star Matt Damon durch, das TV-Drama von Steven Soderbergh wurde außerdem in der Kategorie "Herausragende Miniserie oder Film" ausgezeichnet.

Ein weiterer emotionaler Moment bei der Emmy-Verleihung war die Rede von Jane Lynch, in der sie an ihren Serienkollegen Cory Monteith erinnerte, der im Juli mit 31 Jahren gestorben war: "Cory hatte eine wunderschöne Seele", sagte die "Glee"-Darstellerin. Die 65. Emmy-Verleihung fand im "Nokia Theatre" in Los Angeles statt.

Alle Gewinner im Überblick

Beste Drama-Serie: "Breaking Bad"

Beste Comedy-Serie: "Modern Family"

Beste Miniserie oder bester Film: "Liberace - Zuviel des Guten ist wundervoll"

Bester Schauspieler in einer Miniserie oder Film: Michael Douglas, "Liberace - Zuviel des Guten ist wundervoll"

Beste Nebendarstellerin in einer Miniserie oder Film: Ellen Burstyn, "Political Animals"

Bester Nebendarsteller in einer Miniserie oder Film: James Cromwell, "American Horror Story: Asylum"

Beste Regie, Miniserie oder Film: Steven Soderbergh, "Liberace - Zuviel des Guten ist wundervoll"

Bestes Drehbuch, Miniserie oder Film: Abi Morgan, "The Hour"

Beste Satire: "The Colbert Report"

Beste Choreographie: Derek Hough, "Dancing With The Stars"

Beste Regie, Satire: Don Roy King, "Saturday Night Live"

Bestes Drehbuch, Satire: "The Colbert Report"

Beste Regie, Drama-Serie: David Fincher, "House Of Cards"

Beste Hauptdarstellerin, Drama-Serie: Claire Danes, "Homeland"

Bester Hauptdarsteller, Drama-Serie: Jeff Daniels, "The Newsroom"

Beste Nebendarstellerin, Drama-Serie: Anna Gunn, "Breaking Bad"

Bester Nebendarsteller, Drama-Serie: Bobby Cannavale, "Boardwalk Empire"

Bester Reality-TV-Wettbewerb: "The Voice"

Bestes Drehbuch, Drama-Serie: Henry Bromell, "Homeland"

Beste Hauptdarstellerin, Miniserie: Laura Linney, "The Big C: Hereafter"

Bester Hauptdarsteller, Comedy-Serie: Jim Parsons, "The Big Bang Theory"

Beste Regie, Comedy-Serie: Gail Mancuso, "Modern Family"

Beste Hauptdarstellerin, Comedy-Serie: Julia Louis-Dreyfus, "Veep"

Beste Nebendarstellerin, Comedy-Serie: Merritt Wever, "Nurse Jackie"

Bester Nebendarsteller, Comedy-Serie: Tony Hale, "Veep"

Bestes Drehbuch, Comedy-Serie: Tina Fey und Tracey Wigfield, "30 Rock"

Bester weiblicher Gastauftritt, Comedy-Serie: Melissa Leo, "Louie"

Bester weiblicher Gastauftritt, Drama-Serie: Carrie Preston, "The Good Wife"

Bester männlicher Gastauftritt, Comedy-Serie: Bob Newhart, "The Big Bang Theory"

Bester männlicher Gastauftritt, Drama-Serie: Dan Bucatinsky, "Scandal"

Beste Animationsserie: "South Park"

Bester Moderator einer Reality-TV-Show oder eines Reality-TV-Wettbewerbs: Heidi Klum und Tim Gunn, "Project Runway"

Beste Reality-Show: "Undercover Boss"

Bester Begleitkommentar: Lily Tomlin, "An Apology To Elephants"

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