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Christine Theiss Warum fast immer Männer bei "The Biggest Loser" gewinnen

Christine Theiss
© SAT.1/Eyecandy Berlin
Es ist wieder "The Biggest Loser"-Zeit. Camp-Chefin Christine Theiss erzählt im GALA-Interview, was es für Veränderungen in der neuen Staffel gibt und warum bisher fast immer nur Männer gewonnen haben.

Es ist Christine Theiss' zehnte Staffel als Camp-Chefin bei "The Biggest Loser". Seit 2012 hilft die ehemalige deutsche Kickboxerin übergewichtigen Kandidaten beim Abnehmen und kürt im Finale den "größten Verlierer" - sprich den Kandidaten, der das meiste Gewicht verliert.

Auch in Christine Theiss' Jubiläumsstaffel wird es am Ende wieder einen Sieger geben, doch dieses Mal hält dieser nicht wie sonst in Andalusien, sondern in Griechenland Diät. Mehr zu den Änderungen bei der neuen "The Biggest Loser"-Staffel und warum in all den Jahren bisher nur eine Frau gewonnen hat, erzählt uns Christine Theiss im GALA-Interview.

GALA: Erstmals wird nicht wie sonst in Andalusien, sondern auf der griechischen Insel Naxos gedreht. Welche Veränderungen stehen in der neuen Staffel sonst noch an?

Christine Theiss: Es gibt eine neue Trainerin, Petra Arvela. Mareike Spaleck ist nicht mehr dabei, weil sie mal wieder Lust auf einen Tapetenwechsel hatte. Aber ich bin sehr glücklich mit Petra und hoffe, dass die Zuschauer sie genauso mögen, wie ich es tue. Petra ist eine junge, dynamische Sportlerin. Ihr merkt man einfach an, dass sie durch und durch ein Wettkampftyp ist. 

Petra Arvela, Christine Theiss und Ramin Abtin
Petra Arvela, Christine Theiss und Ramin Abtin
© SAT.1/Arya Shirazi

Warum können die Kandidaten Ihrer Meinung nach plötzlich bei "The Biggest Loser" abnehmen und warum klappt das nicht im normalen Alltag?

Zum einen liegt das am Unwissen. Die Kandidaten wissen vorher nicht, wie sie das angehen sollen. Bei uns bekommen sie eben eine 24-Stunden-Rundum-Betreuung - ein Rundumpaket von Sport und Ernährung. Das Problem ist der Alltag. Bei uns lernen sie unter "Laborbedingungen" und können anschließend das Gelernte im Alltag umsetzen. Der große Kampf beginnt dann, wenn "The Biggest Loser" vorbei ist.

Und nach dem Camp auf Naxos ist es einfacher für die Kandidaten?

Natürlich haben wir auch in der Zeit danach ganz engen Kontakt mit unseren Kandidaten. Es sind zehn Wochen im Camp, die restliche Zeit müssen sie zu Hause an sich arbeiten. Es würde nichts bringen, wenn sie ein halbes Jahr im Camp bleiben und danach alleine gelassen werden. Wir wissen, dass es eine sehr wichtige Zeit für sie ist. Sie müssen es zwar alleine schaffen, aber wir sind immer für sie ansprechbar und fangen sie auf. 

Von elf Gewinnerin hat bisher nur eine Frau gewonnen. Glauben Sie, das ist Zufall?

Das ist sicherlich kein Zufall. Auch international hat erst eine weitere Frau gewonnen, also das ist kein rein deutsches Phänomen. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass Männer und Frauen das Ganze unterschiedlich angehen. Die Frauen sind beim Wettkampfgedanken den Männern oft hinterher. Langfristig gesehen, sind aber meistens die Frauen stärker. Oft können sie das Gelernte hinterher besser umsetzen und kommen besser damit klar, dass sie jetzt nicht mehr im Rampenlicht stehen. 

Ihre Tipps, wie man den Extra-Pfunden, die man über Weihnachten und Silvester zugenommen hat, entgegensteuern kann?

Schon frühzeitig mit Sport anfangen, nicht erst im Januar an Tag X. Dann wird das Grauen davor nur größer. Und in der Zeit, in der man genießt, sich bewusst machen, wie viel man isst und sich vorher eine Grenze festlegen. Denn umso mehr man zunimmt, umso mehr muss man ja auch wieder abnehmen und umso schwerer wird es.

Sie feiern im Februar Ihren 40. Geburtstag. Eine Zahl, vor der Sie Angst haben?

Tatsächlich war das mal so. Mich hat es lange vor der 40 gegraut, aber vor Kurzem habe ich einen Instagram-Post gelesen, in dem sich eine totkranke Frau gewünscht hat, mit ihrer Familie den 40. Geburtstag zu erleben. In dem Moment dachte ich mir nur 'oh man, bist du blöd'. Also, ich sollte dankbar sein, dass ich dieses Leben habe. Seitdem bin ich weitaus gelassener und es stört mich nicht mehr. Das war wie ein Schalter, der sich umgelegt hat.

Sie haben eine dreijährige Tochter. Wie hat sich Ihr Leben seitdem verändert?

Es ist wunderbar spannend (lacht). Es hat sich einerseits alles geändert, andererseits habe ich mein vorheriges Leben ja nicht aufgegeben. Ich habe versucht, meine Tochter so gut es geht in meinen Alltag zu integrieren. Sie ist ja auch noch in einem Alter, wo das machbar ist. Bei "The Biggest Loser" ist sie die ganze Zeit mit dabei. Außerdem habe ich mir ein gutes Netzwerk mit Großeltern und einer Nanny aufgebaut. Also hat sie ihre Vertrauenspersonen, wenn ich mal nicht da bin. Wenn sie dann in drei Jahren in die Schule kommt, muss ich umdenken, aber das dauert ja noch etwas.

Die neue Staffel "The Biggest Loser" startet am 5. Januar 2020 um 16:30 Uhr, die weiteren Folgen laufen anschließend immer sonntags um 17:30 Uhr in SAT.1.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

Gala

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