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Charlotte Roche "Schoßgebete" bald im Kino


Das dürfte nicht jeden erfreuen: Charlotte Roches Skandalroman "Schoßgebete" wird verfilmt – und zwar von keinem anderen als Oliver Berben

Schon mit ihrem Erstlingswert "Feuchtgebiete" sorgte Charlotte Roche für Aufsehen. Die einen waren empört über die intimen, im wahrsten Sinne des Wortes haarigen Details, die anderen fanden es erfrischend anders. Ihr zweiter Roman "Schoßgebete" steht dem Vorgänger in Sachen provokativem Lesestoff in nichts nach – und wurde ebenfalls in kürzester Zeit zum Bestseller.

Nun wird das brisante Werk von Roche sogar verfilmt: Produzent Oliver Berben möchte die Geschichte der 33-Jährigen Protagonistin Elisabeth auf die Kinoleinwand bringen.

Die Filmrechte hat sich der Sohn von Iris Berben bereits gesichert, teilte die Produktionsfirma "Constantin Film" am Montag (5. Dezember) mit. Fraglich ist, welche Altersbeschränkung der Streifen am Ende bekommt. Denn in dem Buch geht es genau wie in seinem Vorgänger ziemlich zur Sache. Romanfigur Elisabeth erlebt pikante Szenen im Schlafzimmer aber auch im Bordell, die wohl dem ein oder anderen die Schamesröte ins Gesicht treiben oder einfach nur für Entsetzen sorgen könnten. Einen Film für Zartbesaitete darf man aller Wahrscheinlichkeit nach also nicht erwarten.

Auch könnte der Film eine neue Diskussionsrunde auslösen. Als "Schoßgebete" im August 2011 erschien, wurden diverse Proteste laut. Charlotte Roches Vater warf seiner Tochter vor, sie würde den Unfalltod ihrer Geschwister vermarkten. Auch Alice Schwarzer fand keine lobenden Worte für den Roman und tat ihn als "verruchte Heimatschnulze über Sex & Liebe" ab.

Zur Besetzung ist bislang nichts bekannt. Eines ist jedoch sicher: Genau wie der Roman wird auch der Film für gespaltene Gemüter sorgen.

kse

gala.de


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