Charité: Die Nobelpreisträger hinter der Mini-Serie

Am Dienstag läuft die dritte Folge von "Charité". Wieder dreht sich alles um die Mediziner - und einige von ihnen gab es wirklich.

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Die historische Krankenhausserie "Charité" bescherte dem Ersten mit über acht Millionen Zuschauern zum Auftakt starke Quoten. Nach der erfolgreichen Premiere der sechsteiligen Mini-Serie folgt am Dienstagabend um 20:15 Uhr nun die dritte Folge. Wieder stehen neben der rebellischen Hauptfigur Ida Lenze (Alicia von Rittberg) die großen Mediziner ihrer Zeit im Mittelpunkt. Doch im Gegensatz zu Ida gab es einige dieser Männer wirklich. Wer sie waren und wie sie Geschichte geschrieben haben, erfahren Sie hier.

Robert Koch

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Der deutsche Mediziner und Mikrobiologe Robert Koch (1843-1910) ist der Entdecker des Milzbranderregers. Im Jahr 1876 gelang es ihm, diesen Erreger außerhalb des Organismus zu kultivieren und dessen Lebenszyklus lückenlos aufzuzeichnen. Wenige Jahre später entdeckte Koch außerdem den Erreger der Tuberkulose, ein großartiger Durchbruch in der Geschichte. Von 1891 bis 1904 leitete er die Abteilung zur Erforschung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten des Königlichen Preußischen Instituts für Infektionskrankheiten, das heute nach ihm benannt ist. Im Jahr 1905 erhielt er den Nobelpreis für "Physiologie oder Medizin".

Emil Behring

Emil Adolf Behring (1854-1917) galt dank seiner Erfolge bei der Entwicklung eines Heilmittels gegen Diphtherie und Tetanus zu seiner Zeit als "Retter der Kinder und Soldaten". Er war 1901 der erste Gewinner des Nobelpreises für "Physiologie oder Medizin" und kam damit seinem Lehrer Robert Koch zuvor. Der Immunologe und Serologe wurde 1915 von Kaiser Wilhelm II. mit dem Eisernen Kreuz am weißen Band ausgezeichnet, nachdem sein Heilserum im Ersten Weltkrieg den verwundeten Soldaten half. Behring selbst litt an Depressionen und war mehrere Jahre in ärztlicher Behandlung.

Paul Ehrlich

Der deutsche Arzt und Forscher Paul Ehrlich (1854-1915) beschäftigte sich mit einst von seinem Cousin Carl Weigert entwickelten Färbemethoden. Er konnte so verschiedene Arten von Blutzellen unterscheiden, wodurch die Diagnose einiger Blutkrankheiten ermöglicht wurde. Ehrlich war der Erste, der eine medikamentöse Behandlung der Syphilis entwickelte. Damit begründete er die Chemotherapie. Er war außerdem entscheidend an der Entwicklung des Heilserums gegen Diphtherie beteiligt. Für seine Beiträge zur Immunologie wurde er 1908 gemeinsam mit Ilja Metschnikow mit dem Nobelpreis für "Physiologie oder Medizin" geehrt.

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