Boy George: Höhenflug eines Paradiesvogels

Drogen, Knast, Fettsucht: Boy George war ganz unten. Jetzt feiert er mit seiner neuen CD ein starkes Comeback

Achtzehn Jahre hat es gedauert. So lange veröffentlichte Boy George kein Album mehr. "Boy wer?", werden jetzt viele unter dreißig fragen. Die Antwort: Es geht um einen der schrillsten englischen Popstars der Achtzigerjahre. Einen, der mit seinen Skandalen für so viel Furore sorgte wie mit seiner Musik. Als Frontmann der Band "Culture Club" und mit Songs wie "Karma Chameleon" und "Do You Really Want To Hurt Me?" wurde er weltberühmt - und geriet dann auf die schiefe Bahn. Lange war er drogenabhängig, 2008 landete er wegen Freiheitsberaubung im Knast.

Singende Schauspieler

Diese Stars haben Musik im Blut

In der Schauspielbranche ist Kiefer Sutherland kein unbeschriebenes Blatt, wurde mehrfach für seine schauspielerischen Leistungen ausgezeichnet. Doch auch musikalisch hat der 52-Jährige einiges auf Lager. 2016 brachte er das Album "Down in a Hole" auf den Markt. 
Mit seiner Band "The Jazz Kids" tritt Schauspieler Tom Schilling in Hannover auf. Es gibt sogar ein Debütalbum, mit dem Namen "Vilnius".
Überraschungsgast bei Coldplay: Chris Martin bittet plötzlich Schauspieler Michael J. Fox auf die Bühne. Gemeinsam spielen sie die Hits aus dem Film "Zurück in die Zukunft".
Im Kino ist Bruce Willis meistens dafür zuständig die Welt zu retten. Auf der Bühne beweist der Schauspieler aber auch seine musikalische Seite. Seine Platte "The Return of Bruno" beispielsweise ist mit Platin ausgezwichnet worden.

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Mit "Culture Club" wurde Boy George 1982 berühmt. Seine neue CD "This Is What I Do" überzeugt mit lässigem Reggae-Pop - und kommt ohne ein Wort auf dem Cover aus.

Nun ist George Alan O’Dowd (so sein bürgerlicher Name) zurück. Mit klarem Kopf, einigen Pfunden weniger auf den Rippen und der ausgezeichneten Platte "This Is What I Do". Zwölf eingängige Reggae-Pop-Songs finden sich darauf, eine kleine Hommage an den "erdigen Sound der Siebzigerjahre".

Was heute anders ist? "Ich schaffe es immer besser, die Figur Boy George abzuschalten und einfach George zu sein", erklärt er. Ein bunter Vogel ist er nach wie vor, aber seit einigen Jahren auch Buddhist. Der Glaube hat ihm innere Ruhe gebracht. Sehr zufrieden wirkt er heute und mit sich im Reinen. "Now is the time to live your life. No second chance, you can’t rewind", singt er mit tiefer Lebemannstimme.

Boy George schaut nach vorn. Sogar eine neue Culture-Club-CD hat er für dieses Jahr angekündigt, ein Album, "das dem entspricht, was wir heute sind". Die Chancen stehen gut, dass man nicht erneut achtzehn Jahre warten muss, bis man wieder etwas Schönes von ihm hört.

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