Borowski und das Land zwischen den Meeren: Vier Fragen zum neuen Kieler "Tatort"

Suunholt ist kein realer Ort - wo also entstanden die bildgewaltigen Aufnahmen des neuen "Tatort"? Wir beantworten offene Fragen.

Suunholt ist ein fiktionaler Ort - wo also entstanden die traumhaften Aufnahmen des neuen "Tatort"?

Ab dem Moment, in dem (43, "Die Welle") im kühlen Vordämmerungslicht aus dem Meer steigt wird der Zuschauer bei "Borowski und das Land zwischen den Meeren" mit atemberaubenden Aufnahmen von Strand und Meer visuell verwöhnt. Wer jetzt Lust auf Nordsee-Urlaub bekommen hat, kann mit dem fiktionalen Ort aus dem Sonntags-"Tatort" freilich nichts anfangen. Wo die Dreharbeiten stattgefunden haben, verraten wir hier:

Ist Suunholt ein realer Ort?

Wer durch die malerischen Bilder Lust auf Urlaub bekommen hat, wird enttäuscht: Suunholt ist ein fiktionaler Ort, angelehnt an das phonetisch ähnliche Rungholt, ein Handelsort, der 1362 bei einer Sturmflut im Meer versank und um den sich zahlreiche Mythen ranken. Die bekannteste Version stammt von Theodor Storm, der in seiner Novelle "Eine Halligfahrt" beschreibt, wie ein paar Männer ein Schwein betrunken machten und den Pfarrer nötigten, ihm die Sterbesakramente zu verabreichen. Für diese schwere Sünde rächte sich Gott mit dem verheerenden Sturm. Wer dennoch Lust auf Nordseeidylle hat: Gedreht wurde im Frühjahr 2017 auf Amrum, Fehmarn, Pellworm und in Husum.

Fressen Schweine wirklich Menschen?

"Die Viecher fressen alles": Diese Aussage aus dem "Tatort" ist nicht nur ein Mythos aus Hollywood-Filmen wie "Snatch". Schweine machen als Allesfresser auch vor Menschenfleisch nicht halt - selbst, wenn es sich wie im Film um den eigenen Bauer handelt. Einen ähnlichen Fall hat es 2012 im US-Bundesstaat Oregon gegeben, wo die Überreste eines 70-jährigen Schweinefarmers im Stall gefunden wurden. Ob der eines natürlichen Todes starb oder von seinen Tieren gezielt angefallen wurde, konnte nicht festgestellt werden. Jedoch sind auch vereinzelte Fälle, in denen noch lebende Menschen Schweinen zum Opfer fielen, überliefert.

Wer ist die junge Polizistin, die Borowski zur Seite steht?

Maren Schütz wird nicht die neue Ermittlerin an Borowskis Seite - auch, wenn sie eine solide Bewerbung abgeliefert hat. Sie gibt ihm mehr als einmal Rückendeckung und rettet ihn sogar vor dem Axt-schwingenden Psycho-Sohn der inseleigenen Religionsfanatikerin. Gespielt wird die junge Beamtin von Anna Schimrigk (*1992), die neben ihrer Arbeit am Theater und diversen Kurzfilmen unter anderem in "Der Kriminalist" und "Macht euch keine Sorgen" mitspielte. 2018 ist sie auf der großen Leinwand neben den Hollywood-Stars und in "The Aftermath" zu sehen.

Und wer wird nun Nachfolgerin?

Ab der Folge "Borowski und das Haus der Geister", der noch 2018 ausgestrahlt werden soll, wird Almila Bagriacik (27) an der Seite von ermitteln. Als Kommissarin Mila Sahin taucht sie gleich tief in die Vergangenheit ihres kauzigen Kollegen ein, als der den Fall eines seit vielen Jahren verschollenen Bekannten seiner Familie neu aufrollt. Bagriacik hat wie Kekilli türkische Wurzeln und bereits Krimierfahrung aus Reihen wie "Der Kriminalist", "Der Alte" und auch einem Frankfurter "Tatort" aus dem Jahr 2013. In einer Pressemitteilung des NDR sagte die Schauspielerin, sie könne es kaum erwarten, zusammen mit dem Team ermitteln zu dürfen, besonders mit Milberg, der sie auch beim Casting sehr unterstützt habe.

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