Black Panther: Ein etwas anderer Superheldenstreifen

Am 15. Februar 2018 kommt "Black Panther" in die deutschen Kinos. Der Marvel-Streifen ist ein Superheldenkracher der etwas anderen Art.

Michael B. Jordan (l.) und Chadwick Boseman sind sich nicht ganz grün in "Black Panther"

Michael B. Jordan (l.) und Chadwick Boseman sind sich nicht ganz grün in "Black Panther"

Der neue Marvel-Solostreifen "Black Panther" ist auf Rekordjagd. Kurz vor dem Kinostart am Freitag in den USA gingen die Vorverkaufszahlen durch die Decke. Amerikanische Box-Office-Experten rechnen in Übersee am Startwochenende mit einem Einspielergebnis von bis zu 150 Millionen Dollar. Hierzulande startet der Film einen Tag vorher am 15. Februar in den Kinos. Sind die Jubelstürme der US-Kritiker gerechtfertigt? Ist es tatsächlich der beste Marvel-Film aller Zeiten?

Das passiert in "Black Panther"

T'Challa alias Black Panther (Chadwick Boseman) kehrt in seine Heimat Wakanda zurück. Nach dem Tod seines Vaters soll er als rechtmäßiger Thronfolger zum König gekrönt werden. Unterstützung bekommt er von seiner Mutter Ramonda ( ) und seiner Schwester Shuri (Letitia Wright), die alle technischen Innovationen verantwortet. Doch es droht jede Menge Ärger. Ein Waffenhändler ( ) will sich durch Vibranium bereichern. Auch aus den eigenen Reihen steigt der Druck. Und als ein Kerl namens Erik Killmonger ( ) auftaucht, entfacht ein Kampf um den Thron. Wird T'Challa sein Land verlieren?

Starke Frauen an die Front

"Black Panther" ist kein gewöhnlicher Superheldenfilm und kein klassischer Marvel-Streifen. Es ist ein farbenfrohes Spektakel, das den Zuschauer in eine andere Kultur entführt. Die technischen Innovationen lassen gar alias Iron Man alt aussehen. Zudem überzeugen starke weibliche Figuren. Ob als Technik-Genie oder beste Kämpferin des Landes - mit den Ladys von Wakanda ist nicht zu spaßen. Die Bedrohung im Film stammt zudem nicht wie in sonst üblicher Superheldenmanier aus dem Weltall oder einer anderen Galaxie - es menschelt im Superheldenkosmos. Hinzukommt, dass der Cast fast ausschließlich aus schwarzen Schauspielern besteht.

Der Streifen ist hochkarätig besetzt. Angeführt wird das Ensemble von Chadwick Boseman (41), der in "The First Avenger: Civil War" seinen ersten Auftritt als Superheld hatte. Die Oscar-Gewinner und sind ebenso dabei wie Golden-Globes-Gewinnerin Angela Bassett, der Oscar-nominierte Daniel Kaluuya, "Creed"-Star Michael B. Jordan und "The Walking Dead"-Darstellerin Danai Gurira. Auch "This Is Us"-Mime Sterling K. Brown, der zuletzt einen Preis nach dem anderen abgesahnt hat, glänzt in einer Nebenrolle. Der Cast wird durch die Tolkien-Filmhelden Andy Serkis und komplettiert.

Es menschelt im Superheldenkosmos

Nicht nur die Darsteller überzeugen, sondern auch die Musik. "Guardians of the Galaxy" hatte bereits lässige Songs zu bieten, den Soundtrack von "Black Panther" verantwortete jedoch kein Geringerer als Grammy-Gewinner (30, "Damn")! Er hat sich unter anderem Verstärkung von seinen Kollegen , Future und Baby-Daddy Travis Scott geholt. Das fetzt. Wie heißt es so schön? Das Swag-Level liegt hier extrem hoch.

"Black Panther" punktet mit cooler Musik, ausgefallenen Kostümen, farbenfrohen Sets und starken Figuren. Auf den Mund gefallen ist hier niemand - schon gar nicht die Ladys - und Black Panther ist nicht der einzige Held. Trotz fortschrittlicher Technik und Superkräften ist in diesem Marvel-Kracher jeder verwundbar, auch T'Challa selbst. Zudem verzichtet Regisseur Ryan Coogler (31, "Creed") auf große Cameos, er lässt sein Ensemble für sich sprechen. Was allerdings alle Kinogänger nicht vergessen sollten: Es ist ein Marvel-Streifen - das heißt sitzen bleiben bis zum bitteren Ende des Abspanns...

Resümee

Ist "Black Panther" der beste Marvel-Film aller Zeiten? Oder ist er gar kein klassischer Marvel-Streifen mehr? Kann bzw. soll man die Superhelden überhaupt miteinander vergleichen? "Black Panther" ist ein außergewöhnlicher, ein ganz besonderer Superheldenfilm, das steht außer Frage. Ein Highlight im Hinblick auf den Cast. Eine frische Brise im Superheldenkosmos, das macht Spaß. Der Gang ins Kino lohnt sich für jeden, der das Genre mag - und für alle, die mal in eine völlig neue Welt mit starken weiblichen Charakteren entführt werden wollen!

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