Barack + Michelle Obama : Ihre Netflix-Pläne sorgen für Ärger

Barack und Michelle Obama wollen mithilfe des Online-Streaming-Dienstes "Netflix" die Entertainment-Welt erobern. Das passt nicht allen Amerikanern

George Clooney, Meryl Streep, Reese Witherspoon, Jennifer Aniston, Leonardo DiCaprio – die Liste der Top-Celebritys, mit denen sich Barack Obama, 56, während seiner Amtszeit umgab, ist lang und glamourös. 

Barack + Michelle Obama: Sie steigen ins Showgeschäft ein

Nicht nur trat der 44. US-Präsident selbst wie eine Art Superstar auf – er wirkte auch wie ein Magnet auf die Showbranche. Genauso seine Ehefrau Michelle, 54. Mit ihrer charmanten und selbstbewussten Art scharte die First Lady vor allem starke Frauen der Entertainment-Branche wie Lady Gaga, Beyoncé und Oprah Winfrey um sich. Eineinhalb Jahre nach dem Abschied von der politischen Bühne kommen dem Paar diese Beziehungen sehr zugute. Denn nun steigen Barack und Michelle Obama selbst ins Showgeschäft ein, und zwar über eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem Online-Streaming-Dienst Netflix. 

Der Netflix-Entertainment-Deal

Mit ihrer eigenen Produktionsfirma "Higher Grounds Productions" wollen sie fiktive Serien, Dokumentarfilme, Spielfilme und Dokuserien produzieren, in einigen Formaten werden sie auch selbst als Gastgeber oder Moderatoren vor die Kameras treten. Über die Gagen wird offiziell geschwiegen, doch Insider vermuten, dass das Ehepaar rund 200 Millionen Dollar für diesen Deal bekommt. Netflix mit seinen 125 Millionen Abonnenten in 190 Ländern, davon mindestens 47 Millionen in den USA, ist ein mächtiger Player. In den Vereinigten Staaten erreicht er mehr Zuschauer als jeder normale TV-Sender. Eine bessere Plattform kann sich Barack Obama kaum wünschen. "Es hat ihn immer interessiert, wie Menschen Informationen konsumieren und welche Trends damit verbunden sind", so Jen Psaki, Kommunikationschefin im Weißen Haus unter Obama.

"Wir wollen helfen, ihre Geschichten mit der ganzen Welt zu teilen"

Mächtiger Partner der Obamas: Netflix- Gründer und -CEO Reed Hastings

Das gefällt nicht allen. Konservative User drohen bereits damit, ihre Abos zu kündigen. Viele befürchten, der Altpräsident würde den Kanal dafür nutzen, politisch Stimmung zu machen – auch gegen seinen Nachfolger Donald Trump. Dazu passt, dass Netflix-Gründer und -Chef Reed Hastings, 57, offen anti-republikanische Sympathien hegt. Kürzlich spendete er Antonio Villaraigosa, dem demokratischen Kandidaten für das Amt des Gouverneurs Kaliforniens, sieben Millionen Dollar. Politische Beweggründe weist Barack Obama indes weit von sich: "Eine der schönsten Erfahrungen im Amt war es, so viele faszinierende Menschen zu treffen. Deshalb freuen Michelle und ich uns jetzt so über die Partnerschaft mit Netflix. Wir wollen talentierte, inspirierende, kreative Stimmen kultivieren und kuratieren, die mehr Mitgefühl und Verständnis zwischen den Menschen fördern können. Wir wollen helfen, ihre Geschichten mit der ganzen Welt zu teilen."

Sendestart: 2019

Die ersten Sendungen werden 2019 ausgestrahlt – ihre eigene Geschichte erzählen die Obamas aber schon vorher: Im Herbst erscheinen Michelles Memoiren "Becoming" im Verlag Random House, bald darauf folgen die von Barack. Der Vorschuss: insgesamt 65 Millionen Dollar. Buchmarkt, Fernsehen – die Obamas werden so präsent sein wie Hollywood-Superstars. 

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©Gala
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