Asghar Farhadi: Oscar-Academy "extrem beunruhigt"

Donald Trumps neue Einreisebeschränkungen haben in Hollywood für Aufsehen gesorgt: Sie könnten Auswirkungen auf die Oscar-Verleihung haben.

Der Film "The Salesman" des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi ist für den Oscar als "Bester ausländischer Film" nominiert. Doch es könnte sein, dass Farhadi bei der Verleihung am 26. Februar in Los Angeles nicht anwesend sein wird. Der neue US-Präsident Donald Trump hat entschieden, Bürger aus Iran, Sudan, Syrien, Libyen, Somalia, Jemen und Irak vorerst nicht mehr in die USA einreisen zu lassen. Farhadi soll Medienberichten zufolge von dem Einreisestopp zwar nicht betroffen sein, überlege jedoch aus Protest nicht an der Verleihung teilzunehmen.

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Die Academy, die die Oscars verleiht, hat laut "Variety" bereits auf die Situation reagiert: "Die Academy feiert Leistungen in der Filmkunst, die Grenzen überwinden und zu Menschen in der ganzen Welt sprechen, unabhängig von nationalen, ethnischen oder religiösen Unterschieden", heißt es in dem Statement. "Als Unterstützer von Filmschaffenden - und der Rechte aller Menschen - in der ganzen Welt, finden wir es extrem beunruhigend, dass Asghar Farhadi, der Regisseur des Oscar-prämierten Films aus dem Iran, 'Eine Trennung', zusammen mit dem Cast und der Crew des in diesem Jahr nominierten Films 'The Salesman' aufgrund ihrer Religion oder Herkunft daran gehindert werden könnten, das Land zu betreten."

"The Salesman"-Star Taraneh Alidoosti hat sich bereits auf Twitter zu Wort gemeldet. Die iranische Schauspielerin schrieb, dass sie aus Protest gegen Trumps Dekret nicht an den Academy Awards 2017 teilnehmen werde. Die Oscar-Verleihung findet am 26. Februar in Los Angeles statt. Farhadi hatte 2012 bereits den Oscar in der Kategorie "Bester ausländischer Film" für das Gesellschaftsdrama "Nader und Simin - Eine Trennung" gewonnen.

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