Armin Rohde: Benimmstunden mit Armin Rohde

Als Armin Rohde beim "Askania Award" eine Laudatio auf Schauspielkollege Ben Becker halten wollte, war das Publikum nicht leise - das gab Ärger

Am Dienstag Abend (5. Februar) versammelten sich auf und um dem roten Teppich im Berliner Chamäleon-Theater an den Hackeschen Höfen prominente Gäste zur Verleihung des "Askania Award". Als Laudator für den Preisträger Ben Becker, 48, war Schauspieler Armin Rohde gekommen, der den Preis im Vorjahr erhalten hatte. Doch als er zum Mikrofon ging, ebbte das Getuschel im Saal nicht ab und einige Gäste unterhielten sich. Nicht bei Armin Rohde! Nach einer kurzen Ermahnung "Dürfte ich da hinten um Ruhe bitten, allein der Höflichkeit halber! Dankeschön!" setzte Rohde zur Rede an. Doch die Besucher hatten ihm offenbar noch nicht gut genug zugehört. Also polterte der Mime, der immerhin auch schon mal den "Räuber Hotzenplotz" gab, noch zweimal richtig los. Und wurde deutlich: "Wenn ihnen nicht klar ist, was eine Preisverleihung, was die Ehrung eines Schauspielers bedeutet, dann verlassen sie bitte den Saal oder halten die Klappe!"

Das Publikum von rund 400 Zuschauern applaudierte dieser Benimmstunde zu großen Teilen und Rohde konnte endlich seine Lobesworte auf einen gerührten Ben Becker loswerden: "Es gibt Schauspieler die sind sehr, sehr gut und es gibt Ben Becker", sagte er da unter anderem und sein Satz "Ich schätze dich als Kollegen und liebe dich als Freund" wurdeschließlich mit einer dicken Umarmung quittiert. "Das ist das schönste Kompliment, das ich von einem Kollegen je bekommen habe", erwiderte der sonst selbst eher raubeinige Becker und bedankte sich für die Ehrung.

Der von einer Berliner Uhrenmanufaktur gestiftete Askania-Filmpreis wird seit 2008 vergeben und geht jeweils an einen verdienten Filmschaffenden und an einen Nachwuchsstar. Die Preisverleihung findet jeweils kurz vor der Berlinale statt. In diesem Jahr wurden Ben Becker (bekannt aus "Münchhausen", "Die rote Zora", "Ein ganz gewöhnlicher Jude") sowie "Tatort"-Neuankömmling Aylin Tezel (die auch im Weihnachtsmärchen das "Aschenputtel" spielte) ausgezeichnet. Aylin Tezel reagierte ebenfalls gerüht auf die Auszeichnung, die ihr von Regisseurin und Kollegin Pola Beck übergeben wurde. "Ich bin voll am Zittern und total euphoriert", soll die 29-Jährige auf der Bühne gesagt haben, berichtet die "Berliner Morgenpost".

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