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Nichts für ihre Kinder Arabella Kiesbauer kommt mit neuer Show zurück ins deutsche TV

Arabella Kiesbauer
Arabella Kiesbauer
© TLC/Jens Hartmann
Talkshow-Legende Arabella Kiesbauer ist zurück – mit zwei neuen True-Crime-Formaten im Gepäck. Im Interview mit GALA verrät die Moderatorin nicht nur schaurige Details über ihre neuen Shows, sondern auch, dass sie jetzt mehr Einblicke in ihr Familienleben geben möchte.

Ab Herbst wird Arabella Kiesbauer, 52, zwei True-Crime-Formate des Senders TLC moderieren: "Arabellas Crime Time – Verbrechen im Visier" und "Arabellas Crime Time – Chaos vor Gericht". Beide Formate sind eine Mischung aus Aufzeichnungen der Taten von Überwachungskameras und Hintergrundgesprächen mit Betroffenen und Expert:innen.

Den meisten wird die Talkmasterin noch aus der Nachmittags-Talkshow "Arabella" bekannt sein, die sie über zehn Jahre moderierte und damit viele Zuschauer:innen beim Erwachsen werden begleitete. In den vergangenen Jahren war sie dann eher im österreichischen Fernsehen zu sehen und moderierte unter anderem "Bauer sucht Frau" und "The Masked Singer Austria".

Arabella Kiesbauer kommt zurück ins deutsche Fernsehen

GALA: Gab es einen Fall, der Sie besonders mitgenommen hat oder der Sie besonders gefesselt hat?

Arabella Kiesbauer: Einer unserer Fälle handelt von einer Frau, die sich zu Hause einen gemütlichen Fernsehabend gemacht hat und zuerst nicht bemerkt, wie in ihrem Rücken quasi ein Verbrecher einsteigt und sie dann bedroht und ausraubt. Das ist eine Situation, von der ich mir denke: 'Oh Gott, mein Sofa steht zu Hause auch so, dass ich nicht immer die ganze Wohnung überblicke. Was da wohl in meinem Rücken passieren könnte?'

Was ist für Sie das Besondere an diesen Shows?

Es ist eine Mischung aus Faszination und Schauer, der einem über den Rücken läuft, wenn man sich diese Fälle ansieht. Ich persönlich wollte damals, als ich 18 war und mein Abi gemacht habe, Jura studieren und war sehr beeindruckt von diesen amerikanischen Anwaltsfilmen. Also dieses Bild einer Anwältin, die ihre Plädoyers vor einer Jury hält – das hat für mich bis heute eine gewisse Faszination.

Arabella Kiesbauer moderiert neue True-Crime-Sendung auf TLC

Worauf dürfen sich die Zuschauer:innen freuen?

Auf unterschiedliche Fälle, die mit Hilfe von Interviews mit den Beteiligten, mit Zeugen, mit Profilern, mit Richtern und mit Gutachtern beleuchtet werden. Bei "Chaos vor Gericht" klagt zum Beispiel ein Angeklagter, dass ihm zu heiß ist und ob ein Fenster geöffnet werden könnte. Er springt dann einfach aus dem zweiten Stock und flüchtet, noch während ihm der Prozess gemacht wird.

Wie kommen Sie und Ihr Team an die Fälle?

Das ist leichter, als man denkt. Gerade weil in Amerika Überwachungskameras an allen öffentlichen Stellen, aber auch an Privathäusern hängen. Und auch der Umgang damit ist ein ganz anderer als bei uns. Das Material wird ohne Bedenken online gestellt und veröffentlicht.

Haben Sie einen guten Tipp für alle True-Crime-Fans?

Ich bin vor allem ein True-Crime-Podcast-Fan. Ich höre gerne "Dr. Death", "The Shrink Next Door" oder "Suspect" –alles amerikanische True-Crime-Podcasts. Die Amis sind die großen Meister: Tolle Geschichten dramaturgisch spannend erzählt. Da gibt es noch Unzählige mehr.

Fans können sich auf mehr Einblicke in das Familienleben von Arabella Kiesbauer freuen

Freuen Sie sich darauf, im deutschen Fernsehen wieder präsenter zu sein?

Es ist schön, mal wieder mit deutschen Kollegen zusammen zu arbeiten. Auch mit Kollegen, mit denen ich schon vor 20 Jahren gearbeitet habe. Es fühlt sich ein bisschen an wie nach Hause zu kommen. Viele Zuschauer und Zuschauerinnen verbinden mit mir scheinbar auch noch die eigene Jugend, als sie sich den Talk am Nachmittag angeschaut haben. Da bekomme ich viele Kommentare auf Instagram zum Beispiel.

In den sozialen Medien geben Sie jetzt auch mehr Einblick in Ihr Privatleben. Neulich sind Sie zum ersten Mal auf Instagram live gegangen. Wollen Sie ihre Follower:innen jetzt ein bisschen mehr mitnehmen?

Ja, unbedingt. Ich fand das sehr lustig. Wie saßen in einem Beach-Club mit Freunden und ein Freund hat mich total überrumpelt damit. Er meinte: "Jetzt mach das doch mal, probiere einen Live-Chat aus." Und schon hatte er das Handy vor mir aufgebaut. Ich fand das ganz entzückend, weil so viele Kommentare gekommen sind von den Followern. Also das mache ich auf jeden Fall demnächst mal wieder.

Auch Ihre Familie zeigen Sie jetzt auf Instagram, können Fans darauf hoffen, zukünftig noch mehr zu sehen?

Definitiv. Ich war davor sehr restriktiv und mein eigener Mann hat gesagt: 'Jetzt sei doch nicht immer so streng, du hast ja nichts zu verbergen.' Eigentlich hat das erste Foto mit meinen Kindern mein Mann aufgenommen und gesagt: 'So das wird jetzt gepostet.' So ein schönes Foto, das könne ich ruhig zeigen. Und ja, ich bin jetzt auf den Geschmack gekommen. Man muss ja auch nicht immer alles so eng sehen.

Jetzt sind Ihre Kinder ja auch schon ein bisschen älter und können selbst entscheiden, ob sie mit auf einem Foto sein wollen oder nicht.

Ja, das sowieso. Meine Kinder haben wie viele junge Leute einen lockereren Umgang mit Social Media. Am Wochenende waren wir Pilze suchen im Wald und da sagen die Kinder auch häufig schon mal: 'Also, das Foto kannst du posten, Mami.' Die kennen sich auf jeden Fall besser aus als ich mit Insta und Co.

Sind Ihre Kinder stolz darauf, dass ihre Mutter berühmt ist?

Die Castingshow "Starmania" hat ihnen wahnsinnig gut gefallen, aber vor allem die jungen Leute, die Talente. Und somit fanden sie es auch cool, dass ich das moderiert habe. Sie saßen immer am Freitagabend um 20.15 Uhr vor dem Fernseher und haben sich die Livesendung angesehen. Allerdings musste ich ja moderieren, insofern haben sie das dann mit dem Papi angesehen. Am nächsten Morgen musste ich dann beim Frühstück Rede und Antwort stehen, warum und wieso die Jury wie entschieden hat.

Ab dem 22. September 2021 wird "Arabellas Crime Time – Verbrechen im Visier" immer mittwochs um 22.15 Uhr auf TLC zu sehen sein. Das zweite Format "Arabellas Crime Time – Chaos im Gericht" folgt im Dezember.

Gala

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