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Amy Winehouse Das Mädchen hat Soul

Amy Winehouse
© PR
Eine Film-Doku erinnert an Amy Winehouse, das größte musikalische Genie ihrer Generation
Tattoos, Cat-Eyes, Bienenkorbfrisur: Das Äußere von Amy Winehouse war plakativ. Der Film "Amy" will sich ihrem wahren Ich annähern
Tattoos, Cat-Eyes, Bienenkorbfrisur: Das Äußere von Amy Winehouse war plakativ. Der Film "Amy" will sich ihrem wahren Ich annähern
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Eine der ersten Szenen zeigt Amy mit 14, das dunkle Haar trägt sie da noch lässig offen. Sie chillt mit zwei Mädels ihrer Londoner Clique, bringt ein Ständchen: "Happy Birthday" mit Soul, mit einem Timbre, als hätte sie alle denkbaren Aufs und Abs des Lebens bereits hinter sich. Geradezu visionär scheint sie mit Tönen aus der Tiefe ihres Herzens vorwegzunehmen, was sich in den folgenden 13 Jahren ereignen wird.

Hätte man ihren Absturz verhindern können?

Am 23. Juli 2011 starb Amy Winehouse, spätestens seit dem Welterfolg mit "Rehab" ein Superstar, an Alkoholvergiftung. Der britische RegisseurAsif Kapadia setzt ihr nun ein filmisches Denkmal. Gut zwei Stunden lang, dicht gefüllt mit Interviews und vielen bisher unveröffentlichten Szenen mit und um Amy. Kapadias Kernfrage: Hätten Familie und Freunde ihren Absturz vermeiden können?

Rekordstart in Großbritanien

Musikkollegen äußern sich – Mark Ronson, Dido, Pete Doherty. Ihre Eltern sind zu hören, ihr Ehemann Blake Fielder-Civil, durch den sie massiv mit Drogen in Berührung kam. Und immer wieder Amy selbst. "Ich weiß gar nicht, was Depressionen sind", sagt sie in einer frühen Karrierephase, "ich kann ja meine Gitarre nehmen, dann fühle ich mich besser." In Großbritannien legte der Film am ersten Wochenende einen Rekordstart hin. Amys Vater Mitch verkündete inzwischen, dass er sich vom Regisseur falsch dargestellt sehe. Er werde eine eigene Doku drehen. Dennoch empfiehlt er generös Kapadias Film: Zumindest die ersten 45 Minuten seien "sehr schön".

Clara Dietrich Gala


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