Amy Mußul: Vom "Traumschiff" in den Streifenwagen zu "SOKO Leipzig"

Amy Mußul ist der jüngste Neuzugang bei "SOKO Leipzig". Im GALA-Interview verrät sie, was ihr an ihrer neuen Rolle gefällt und ob sie privat überhaupt noch bei TV-Krimis einschaltet.

Amy Mußul

Amy Mußul ist vom "Traumschiff" abgestiegen und stellt sich jetzt bei "SOKO Leipzig" neuen Aufgaben. Die 28-Jährige ist neu im Team rund um Marco Girnth, 49, und Steffen Schroeder, 45. Als "Kim Nowak" wird sie in Zukunft auf Verbrecherjagd gehen. Die Zuschauer konnten ihre Rolle bereits in vier Folgen der Serie kennenlernen, ab dem 18. Oktober wird Amy Mußul dann regelmäßig Freitagabend zur Primetime ermitteln. 

Ein lachendes und ein weinendes Auge

GALA: Frau Mußul, Sie sind das neueste Team-Mitglied bei "SOKO Leipzig", was bedeutet diese Rolle für Sie?
Amy Mußul: 
Die Rolle der Kim Nowak zu spielen, macht mir unglaublich viel Spaß und ich freue mich, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, mich dort auf so vielseitigen Ebenen auszuprobieren.

Zuletzt standen sie vier Jahre für das Traumschiff vor der Kamera - fiel Ihnen der Abschied schwer?
Auf jeden Fall! Der Abschied war nicht leicht. Ich bin mit dem Traumschiff so viel gereist und hatte mit dem Team unglaublich viele besondere und schöne Momente. Das schweißt natürlich sehr zusammen. Ich bin dankbar, dass ich all diese Erlebnisse und Erfahrungen machen durfte.  

"Das Traumschiff"

Die schönsten Bilder der Kultserie

Sascha Hehn als "Kapitän Victor Burger" und Florian Silbereisen als Offizier im "Traumschiff: Tansania" (16. April 2017, 20.15 Uhr, ZDF)
Hanna Liebhold (Barbara Wussow, M.) die neue Hoteldirektorin zusammen mit Kapitän Viktor Burger (Sascha Hehn, r.) und Dr. Wolf Sander (Nick Wilder, l.) an ihrem neuen Arbeitsplatz auf dem Traumschiff
Hängt nach 36 Jahren die Chefstewardessen-Uniform auf dem "Traumschiff" an den Nagel: Heide Keller
Florian Silbereisen, Jan Smit und Christoff alias "Klubbb3" und Harald Schmidt in der "Traumschiff"-Folge mit Reiseziel Tansania

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Was hat Sie dann überzeugt, die neue Rolle anzunehmen?
Es war für mich einfach eine Chance mich schauspielerisch weiterzuentwickeln. Außerdem hatte ich schon beim Casting das Gefühl, dass meine Kollegen und ich auch privat super miteinander harmonieren. Wir sind ein gutes Team und das ist bei einem Serienformat, in dem man so viel Zeit zusammen verbringt, extrem wichtig.

Sie spielen die "Kim Nowak" - beschreiben Sie Ihre Rolle einmal.
Kim ist eine straighte und toughe junge Frau, die als Kommissarin neu in das Team der "SOKO Leipzig" kommt. Sie ist zwar noch unerfahrener als die Kollegen, bringt aber den nötigen Biss und ein bisschen frischen Wind mit. Sie weiß, was sie will und geht ihren Weg dynamisch und mit Power, ohne sich unterzuordnen.

Amy Mußul: große Ähnlichkeit mit TV-Rolle

Was gefällt Ihnen besonders an ihr, sehen Sie Parallelen zu sich selber?
Ich mag ihren Humor, ihre lockere Art und ihre Ehrlichkeit. Parallelen? Ich habe es auch nicht so mit Autoritäten (lacht). Ich würde mal sagen, die Empathie, die man für beide Berufe braucht. Wir müssen beide nachempfinden können, was in den Menschen vorgeht und versuchen zu ergründen, warum sie so handeln, wie sie handeln. Als Kommissarin stellt man sich die Frage nach dem Motiv des Täters, als Schauspielerin die Frage nach der Motivation der Figur.

Wie haben Sie sich auf die Dreharbeiten vorbereitet?
Ich habe natürlich Austausch und Schulungen mit Polizisten gehabt und auch ein Waffenschusstraining absolviert. Aber die rollenspezifische Vorbereitung ist bei mir ein sehr fließender und andauernder Vorgang. Ich habe im Alltag ständig Situation, in denen ich überlege: "Wie würde Kim darüber denken? Welche Haltung hat sie zu dem Thema?" Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Das ist das Tolle an der Figur, ich kenne nicht ihren ganzen Bogen - das "Ende" ihrer Geschichte. Ich habe die Möglichkeit, immer etwas Neues über sie zu erfahren und sie mit vielschichtigen Eigenschaften zu bereichern.

Welche Schwierigkeiten hatten Sie trotz dessen?
Ich würde nicht sagen, dass ich mit "Schwierigkeiten" zu kämpfen hatte. Jeder Drehtag bringt neue Herausforderungen mit sich. Natürlich ist das Pensum bei so einem Serienformat deutlich mehr, aber ich habe mich auf diese neue Aufgabe gefreut und nehme sie nach wie vor gerne an.

Was waren die größten Unterschiede zu Ihren bisherigen Rollen?
Naja, ich habe noch nie eine Kommissarin gespielt (lacht). Die Rolle der Polizistin erfordert schon mehr Körpereinsatz. Stunts, Verfolgungsjagden, Kampfszenen - ich liebe diese körperliche Dynamik!

"Einen Plan B gab es nicht"

Sie wurden als Kind bei "IKEA" entdeckt, was genau hat es mit dieser Geschichte auf sich?
Ich war sechs und mit meiner Mutter bei "IKEA", als wir von zwei Frauen angesprochen wurden, ob ich nicht mal zum Casting kommen möchte. Ich bin hingegangen, es hat geklappt und alles nahm seinen Lauf.

Das heißt, Sie standen schon früh auf der Bühne und vor der Kamera - gab es für Sie auch Job-Alternativen?
Nein, nie! Ich war seit meinem sechsten Lebensjahr im Kinderensemble des "Friedrichstadtpalast Berlin". Dann kam die Schauspielerei und mit 13 Jahren die Moderation. Für mich war immer klar, dass ich etwas Kreatives machen will. Einen Plan B gab es nicht.

Amy Mußul, Rick Okon

Ihr Partner Rick Okon spielt ebenfalls einen Fernseh-Kommissar - haben Sie da privat überhaupt noch Lust, gemeinsam Krimis zu schauen?
Klar gucken wir ab und zu auch Krimis. Aber ich merke, dass ich deutsche Fernsehformate mittlerweile häufig unter den beruflichen Aspekten anschaue. Welche Kollegen spielen mit, wer hat Regie gemacht, wie ist die Kamera? Die Frage nach dem Täter ist für mich auch schon schnell beantwortet. Beim Krimiraten gewinne ich immer. (lacht)

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Zuversichtlich in die Zukunft

Könnten Sie sich ihre "Traumrolle" bauen, wie würde diese aussehen?
Abgründigere, skrupellosere und düstere Charaktere stehen auf jeden Fall noch auf meiner Wunschliste! Aber DIE eine "Traumrolle" gibt es für mich nicht. Grundsätzlich ist es mir wichtig, dass ich die Figur und ihre Handlung emotional nachvollziehen kann, sodass ich die Gefühlswelt auch für den Zuschauer transparent machen kann.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich bin glücklich und dankbar für all die schönen Dinge in meinem Leben. Aber es kommt wie es kommt und ich bin gespannt darauf, was die Zukunft noch so für mich bereit hält.

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