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Alice im Wunderland Hereinspaziert ins Unterland

Alice im Wunderland
Alice im Wunderland
© Disney
Grinsekatze, Herzkönigin, verrückter Hutmacher und Co.: In der Neuinterpretation von "Alice im Wunderland" entführt Regisseur Tim Burton die Zuschauer auf eine abenteuerliche Reise ins Unterland
Willkommen in der Unterwelt, junge Alice (Mia Wasikowska).
Willkommen in der Unterwelt, junge Alice (Mia Wasikowska).
© Disney

Story
Alice ist zurück: Basierend auf dem Kinderbuchklassiker von Lewis Caroll und der Verfilmung "Alice hinter den Spiegeln" bringt RegisseurTim Burton die beliebte Geschichte nun zurück auf die Leinwand. Alice (Mia Wasikowska) ist mittlerweile zu einer jungen Frau herangereift und erfährt auf einer Gartenparty, dass der wohlhabende, aber stocksteife und gähnend-langweilige Hamish um ihre Hand anhalten will. Just in diesem Moment erblickt sie ein weißes Kaninchen - bekleidet mit einer Weste und einer Taschenuhr - und nimmt Reißaus.

Durch einen Kaninchenbau stürzt Alice hinab in die wundersamen wie wunderbaren Weiten eines Wunderlands, das seine Bewohner Unterland nennen. Geleitet von zahlreichen sonderbaren Figuren wie dem verrückten Hutmacher (Johnny Depp), der Grinsekatze sowie Dideldum und Dideldei schlittert Alice geradewegs in eine Mission hinein, die ihr vorbestimmt ist: Sie soll das Unterland von der bösen Herzkönigin (Helena Bonham Carter) befreien und die Macht an deren Schwester, die Weiße Königin (Anne Hathaway), zurückgeben. Ein wahrlich abenteuerliches Unterfangen.

Star-Feature
Seine Neuverfilmung hat Tim Burton, der Meister des schrägen Kinos, mit allerlei Stars gespickt und lässt diese - ebenso wie die animierten Figuren - durch liebevolle äußerliche Details sowie größtenteils sehr sonderbare Charaktereigenschaften in ihren Rollen glänzen. Nichts anderes hätte man von ihm erwartet - wohl keiner hätte "Alice im Wunderland" farbenprächtiger und verschrobener inszenieren können.

Die Raupe ist nur eine von vielen kuriosen Gestalten, denen Alice begegnet.
Die Raupe ist nur eine von vielen kuriosen Gestalten, denen Alice begegnet.
© Disney

Beispiel gefällig? Kein Problem, man braucht nur einen Blick auf Helena Bonham Carter zu werfen, nebenbei bemerkt die Lebensgefährtin des Regisseurs: Mit viel zu großem Kopf und unglaublich schlechter Laune kommandiert sie ihre Untertanen herum und missbraucht zahlreiche Tiere zu ihrem eigenen Vergnügen. Da wird der Flamingo zum Croquetschläger, der Igel zum Schlagball und der warme Bauch eines Schweins muss für die geplagten Füße der Hoheit herhalten. Selbstredend, dass alle nicht tierischen Untergebenen sich mit falschen Pinocchio-Nasen und angeklebten Fettpolstern extra hässlich machen, damit die werte Königin sich besser fühlt.

Mit viel zu großem Kopf und unglaublich schlechter Laune kommandiert die Herzkönigin (Helena Bonham Carter) ihre Untertanen heru
Mit viel zu großem Kopf und unglaublich schlechter Laune kommandiert die Herzkönigin (Helena Bonham Carter) ihre Untertanen herum.
© Disney

Johnny Depp steht Helena Bonham Carter in nichts nach. Einen besseren verrückten Hutmacher hätte Tim Burton wohl nicht ausfindig machen können. Ein Kunststück? Keinesfalls - immerhin hatte der Regisseur schon bei sechs gemeinsamen Filmen zuvor die Möglichkeit, sich vom Talent seiner männlichen Muse zu überzeugen. Trotzdem übertrifft sich Johnny, der ja gerne mal skurrile Rollen annimmt, in dieser Rolle selbst: Keiner schaut so bekloppt drein und keiner lispelt so gut so wirres Zeugs wie er.

Dann wäre da noch Alice beziehungsweise Mia Wasikowska zu erwähnen und auch mit großem Lob zu bedenken. Die australische Schauspielerin mit polnischer Abstammung, die bislang in Hollywood ein noch eher unbeschriebenes Blatt ist, bezaubert in "Alice im Wunderland" durch ihre hinterfragende Art und den dazugehörigen trotzigen Gesichtsausdruck. Aktuell ist sie auch in der US-Erfolgsserie "In Treatment" an der Seite von Gabriel Byrne zu sehen. Und ganz gewiss wird man Zukunft noch mehr von der jungen Darstellerin hören und sehen.

Fazit


Tim Burton nimmt die Zuschauer in seinem Film "Alice im Wunderland" mit auf eine Reise in eine fantastische Welt voll wundersamer Wesen. Ganz großes Kino für alle, die schon immer mal wieder Kind sein wollten! Tipp: Unbedingt in 3D anschauen, dann sind sie der Grinsekatze, dem verrückten Hutmacher und Alice ganz nah!

"Alice im Wundeland" läuft seit dem 4. März in Kinos deutschlandweit.

gala.de

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