Alexandra Seefisch: Sie sorgt für Wirbel bei Alles was zählt

Ab März übernimmt Alexandra Seefisch eine Rolle in der Vorabend-Serie Alles was zählt. Im GALA-Interview erzählt sie von den Dreharbeiten und wie sie Kind und Karriere unter einen Hut bringt

Alexandra Seefisch als Dr. Anne Loewer

Alexandra Seefisch ist das neue Gesicht bei Alles was zählt. Ab März 2016 wird sie die erfolgreiche Ärztin Dr. Anne Loewer mimen. Mit GALA sprach die Schauspielerin über ihre Rolle und verriet, dass sie für ordentlich Wirbel in der Serie und Zoff zwischen zwei beliebten Hauptdarstellern sorgen wird. Die 39-Jährige erzählte außerdem, wie sie den Spagat zwischen Kind und Karriere meistert und gewährte tiefe Einblicke in ihr Privatleben.

Ab März sind Sie bei AWZ zu sehen – wie ist es denn dazu gekommen?

Die Castinganfrage kam von der Produktion an meine Agentur, aber es war schnell klar, dass ich ohne Casting besetzt bin. Das ging über die Producerin, die hatte mich schon in anderen Sachen gesehen.

Julia Augustin, Alexandra Seefisch, Lars Korten

Ihre Rolle ist auf drei Monate begrenzt, besteht die Möglichkeit, dass Ihr Engagement verlängert wird?

Wenn die Rolle gut ankommt, ist das durchaus möglich.

Was erlebt Ihre Figur in der Serie?

Die Rolle heißt Dr. Anne Loewer und ist eine international erfolgreiche Herzchirurgin, die wegen eines Notfalls an das örtliche Krankenhaus gerufen wird, weil einer der Hauptdarsteller eine Not-OP braucht. Dort trifft sie ihren alten Jugendfreund Christoph Lukowski wieder. Mit ihm war sie in Teenagertagen ganz eng befreundet und es war auch eine kleine Liebesgeschichte, ohne dass die beiden jemals zusammen waren. Christoph ist aber mittlerweile mit Vanessa zusammen, sie wollen heiraten. Anne bringt diese Beziehung dann ins Wanken. Eifersucht und Herzschmerz sind vorprogrammiert.

Können sich die AWZ-Fans dann auf ein Liebesdreieck oder einen „Showdown“ gefasst machen?

Sie können sich auf ein Happy End für alle Beteiligten vorbereiten.

Wie wurden Sie vom Team aufgenommen?

Ich habe selten ein so tolles Team erlebt, das AWZ-Team ist ganz besonders herzlich, offen und unkompliziert. Sie haben es mir sehr leicht gemacht, mich einzuleben und wohlzufühlen.

Klingt, als könnten Sie sich vorstellen, länger für AWZ zu drehen.

Ja, das hängt aber auch ein bisschen von der Rolle ab. Wenn die so interessant bleibt, wie sie jetzt ist, dann ja. Anne Loewer ist manchmal etwas unkonventionell, setzt sich für ihre Patienten ein und ist sehr tough. Aber durch die Liebesgeschichte hat sie auch eine sehr weibliche und weiche Seite.

Können Sie sich mit der Serienfigur identifizieren?

Ich habe auch eine gewisse Leidenschaft für Dinge, die mir am Herzen liegen. Da kann ich mich auch mal über Regeln hinwegsetzen wie die Anne. Was mir allerdings völlig fremd ist, ist in eine bestehende Beziehung so emotional zwischen zu funken. Ich fände das andersherum auch nicht schön. Ich scheue da den Konflikt und mag zwischenmenschliche Harmonie.

Sie kommen gerade aus der zweiten Babypause: Ist es Ihnen schwergefallen, in den Beruf zurückzukehren?

Das ist immer ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite hängt das Herz am Beruf und ich möchte arbeiten. Es war eine große Freude für mich, wieder so ein tolles Engagement zu bekommen. Auf der anderen Seite tut jeder Tag, an dem ich nicht daheim bin, schon weh. Ich fühle mich wohl in Köln, aber ich habe Heimweh.

Sie sind die ganze Woche in Köln und nur am Wochenende bei Ihrer Familie?

Genau. Ich bin da sehr stolz und dankbar, dass wir das so toll stemmen. Mein Mann trägt da einen großen Anteil dran. Außerdem haben wir jetzt auch Hilfe von einer tollen Tagesmutter. Aber es war von Anfang an klar: Wenn ein Projekt kommt, dann schaffen wir das. Und mein Mann genießt die Zeit mit den Kindern auch sehr, da er ein absoluter Familienmensch ist.

Am Wochenende liegt dann der Fokus ganz auf der Familie?

Ja, auf jeden Fall. Da machen wir es uns gemütlich und kochen und machen den Haushalt und sind einfach nur zusammen.

Wie gehen Ihre Kinder damit um, dass die Mama nur am Wochenende da ist?

Der Größere ist vier und kriegt das schon mit und vermisst mich auch manchmal. Aber wir telefonieren jeden Abend. Der Kleine freut sich immer sehr, wenn ich komme und wenn ich wieder gehen muss, winkt er mir zu. Die Jungs gehen sehr gut damit um und in drei Wochen kommen mich meine Männer auch in Köln besuchen. Dann können sie sehen, wo ich wohne und wie ich arbeite.

Versteht Ihr großer Sohn schon, was Sie beruflich machen?

Also er hat schon einige Sachen von mir auf DVD gesehen und das hat er dann so hingenommen. Als er mich aber mal auf der Bühne gesehen hat bei einem Konzert – da war er aber auch erst drei Jahre alt – da hat er geweint und das weiß er auch heute noch. Mal sehen, wie er reagiert, wenn die Serie dann läuft. Aber die beiden wachsen damit auf und es funktioniert.

Sie bekommen Kind und Karriere gut unter einen Hut. Können Sie sich vorstellen, noch ein drittes Baby zu bekommen?

Ja. Ich hatte schöne und unkomplizierte Schwangerschaften und Geburten und bin irgendwie auf den Geschmack gekommen. Das hätte ich nie gedacht, aber Kinder sind etwas Wunderschönes und Tolles. Doch es ist auch sehr anstrengend. Aber ja, ich könnte mir das wirklich gut vorstellen.

Würden Sie zugunsten der Kinder Ihre Karriere aufzugeben?

Schwierig. Ich glaube, wenn es den Eltern gut geht, geht es auch den Kindern gut. Das muss sich die Waage halten. Ich könnte mir das nicht vorstellen, eine Frau zu sein, die so gar nicht arbeitet. Wenn es Probleme gäbe zu Hause, dann würde ich auf jeden Fall darüber nachdenken und stark zurücktreten.

Ihre Mutter war ebenfalls Schauspielerin und in Ihrer Kindheit nicht immer anwesend. Haben Sie sich an Ihr ein Vorbild genommen?

Mein Vater hat von zu Hause gearbeitet und meine Großmutter war immer für mich da und da war ich unglaublich eingebettet. Als ich etwa fünf Jahre alt war, hat meine Mutter aber auch nicht mehr alle Angebote angenommen und hat dann auch in den Veranstaltungsbereich gewechselt und war dann sehr präsent. Heute unterstützt und ermutigt sie mich in meiner Rolle als Mutter sehr.

Wie haben Sie sich nach der Schwangerschaft auf die Rückkehr auf den Bildschirm vorbereitet?

Mein Beruf ist ein sehr äußerlicher, das ist klar. Aber ich habe da mit meinem Körper Glück gehabt und meine Schwangerschaftspfunde waren immer schnell wieder weg. Allerdings mit Disziplin: Ich habe immer geguckt, dass ich mich gesund ernähre und habe Sport gemacht, so weit es erlaubt war. Aber das hätte ich auch getan, wenn ich nicht als Schauspielerin arbeiten würde.

Zum Abschluss noch eine Entscheidungsfrage: Theater, Film oder Singen? Und warum?

Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Wenn ich mich heute entscheiden müsste, würde ich die Musik wählen. Einfach aus dem Bauch und Herzen heraus. Ich bin froh und dankbar für diese Begabung.

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