"Vorstadtweiber": Serie steht vor dem Verwaltungsgerichtshof

Der österreichische Politiker Heinz-Christian Strache fühlt sich in einer Folge der Serie "Vorstadtweiber" fälschlicherweise als homosexuell dargestellt und zieht nun vor den Verwaltungsgerichtshof

"Vorstadtweiber"-Darstellerinnen Martina Ebm, Gertie Drassl und Nina Proll

Die Serie "Vorstadtweiber" ist in Österreich und Deutschland besonders bei Frauen beliebt. Nun steht die Serie vor dem Verwaltungsgerichtshof. Eine Beschwerde reichte kein anderer als "FPÖ"-Chef Heinz-Christian Strache, 46, (Freie Partei Österreich) ein.

Der Hintergrund

Dieser fühlt sich in einer Folge der Serie "Vorstadtweiber" fälschlicherweise als homosexuell dargestellt und geht dagegen vor. Nachdem die zweite Instanz den Politiker abgewiesen hat, brachte dieser die Serie nun vor den Verwaltungsgerichtshof. Medienbehörde und Bundesverwaltungsgericht sind sich jedoch sicher, dass die Serie das gar nicht behauptet habe.

Das Verfahren läuft

Nun bestätigte der Sprecher des Höchstgerichts, Hans Peter Lehofer, dem österreichischen Nachrichtenmagazin "Standard", eine eingebrachte Revision: "Das Verfahren ist seit dem 25. Mai 2016 bei uns anhängig." Doch worauf zielt die Beschwerde des Politikers ab? Es geht um folgenden Serien-Satz: "In Deutschland der Westerwelle oder dieser Berliner Bürgermeister. Oder bei uns der Strache. Die sind doch alle schwul und stehen dazu."

Politiker Heinz-Christian Strache

Ein Irrtum?

Dies ist jedoch nur ein Auszug, denn das Zitat geht mit einer Gegenfrage weiter: "Der Strache?" Antwort: "Nein, den mein ich gar nicht. Der Kärntner da. Da kommen einige infrage." So meinen die Medienbehörde und das Bundesverwaltungsgericht, das Zitat müsse als ganze Passage gesehen werden und nicht nur in Teilen, denn die Behauptung würde ja sofort verneint werden.

Die Folge wurde entfernt

Jedoch ließ der Sender "ORF" den Dialog schon vor der Ausstrahlung am 9. Februar 2015 aus der "Vorstadtweiber"-Folge entfernen. Einziger Haken: Der Dialog blieb in den Untertiteln erhalten und war so noch in der "TVthek" abzurufen. Genau darauf zielt Heinz-Christian Strache an. Laut der Medienbehörde "Komm-Austria", sei er zudem nicht homosexuell, was aber rechtlich nichts zur Sache tue.

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