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"Tatort" Das denkt Meret Becker über ihren Filmtod

"Tatort"-Darstellerin Meret Becker als Nina Rubin
"Tatort"-Darstellerin Meret Becker als Nina Rubin.
© rbb/ARD/Hans Joachim Pfeiffer
Der "Tatort" aus Berlin endet mit dem Tod von Meret Beckers Figur Nina Rubin. Die Darstellerin hat für das Ableben ihrer Figur eine andere Vorstellung gehabt, wie sie im Interview verrät.

"Tatort" endete am Sonntag, 22. Mai 2022, für viele Zuschauer:innen mit einem Schock. Erst im Februar mussten sich die Fans der beliebten Krimireihe überraschend von Anna Schudt, 48, und ihrer Rolle der Kommissarin Martina Bönisch verabschieden. Nun folgte am Sonntag ein weiterer dramatischer Ausstieg aus der Sonntagskrimireihe. Nina Rubin, gespielt von Meret Becker, 53, stirbt im neuen Berliner Fall "Das Mädchen, das allein nach Haus' geht" in den Armen ihres Kollegen Robert Karow (Mark Waschke, 50).

Wie schon Martina Bönisch wurde auch Rubin während der Arbeit erschossen. Was Becker selbst über das Ende ihrer Figur denkt? "Ich wollte ein definitives Ende", gibt die gebürtige Bremerin im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news zu.

"Tatort"-Schauspielerin Meret Becker wollte ihre Figur auf andere Art sterben lassen

Allerdings habe die Schauspielerin ursprünglich "etwas anderes" im Sinn gehabt. "Ich wollte zwar sterben, aber nicht so. Mein gewünschtes Ende war an ein Buch angelehnt." Allerdings habe der Autor etwas anderes entworfen. "Ich hielt es für eine gute Idee, insofern habe ich nicht weiter auf meinen Vorschlag insistiert." Dass Meret Becker den Berliner "Tatort" verlassen wird, steht schon seit Mai 2019 fest. Sie wolle sich neuen künstlerischen Herausforderungen widmen, hieß es damals.

Laut Regisseur Ngo The Chau, 45, sollte der Abschied von Nina Rubin dramatisch sein "und dennoch nicht einen gänzlich gebrochenen Karow zurücklassen, der womöglich nicht wieder auf die Beine kommt". Die Aussicht auf weitere Folgen sei gerade bei dieser Reihe "sehr wichtig", erklärte er im Gespräch mit dem Sender.

Für Becker war "Tatort" wie ein Anker – und eine Fußfessel

Zu Beginn ihrer Karriere als Kommissarin in einem Sonntagskrimi hätte sich Becker nicht vorstellen können, länger beim Format zu bleiben, wie sie im Interview mit "T-Online" erzählt. "Es gab zu Beginn einen Punkt, an dem ich dachte: 'Okay, das habe ich jetzt ausprobiert, jetzt gehe ich weiter.'" Doch dann sei in ihr die Erkenntnis gereift, dass es sich bei "Tatort" um ein Langzeitformat handle und dass sie das "in ganzer Konsequenz" ausfüllen müsse. Damit fühlte sie sich so wohl, dass sie sich sogar neun statt der sieben Jahre am Set hätte vorstellen können.

Trotzdem wohne in ihr auch eine Nomadin, "dieses Rastlose ist mein Naturell", erklärt sie im Gespräch. Der "Tatort" sei für sie – positiv besetzt – ein Anker gewesen, der Sicherheiten mit sich gebracht hätte. "Aber natürlich ist er für mich persönlich auch eine Fußfessel oder Leine", so die Darstellerin. "Es hält einen immer davon zurück, im Fluss weiterzufließen."

So geht es mit dem Berliner Team weiter

Schon länger ist bekannt, wer in Beckers Fußstapfen treten wird. Schauspielerin Corinna Harfouch, 67, übernimmt die Ermittlungen an der Seite von Mark Waschke. Wann der erste Fall mit ihr zu sehen sein wird, ist noch nicht bekannt. Robert Karow muss zunächst einen Fall solo lösen. Die Dreharbeiten für "Tatort: Das Opfer", so der Arbeitstitel, wurden vor Kurzem abgeschlossen. Die Ausstrahlung ist für Ende des Jahres geplant.

In Waschkes Solo-Krimi wird ein erschossener Mann in einem Waldstück aufgefunden. Karow kennt das Opfer aus seiner Jugendzeit und schließt einen Selbstmord aus. Der Tote war verdeckter Ermittler und arbeitete für einen bekannten Berliner Nachtclubbesitzer, dem die Verwicklung in Gewaltverbrechen bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Nun befinden sich aber seine Fingerabdrücke auf der Tatwaffe, doch der Clubbesitzer streitet alles ab. Karow gibt sich mit der Indizienlage nicht zufrieden, nimmt Urlaub, zieht undercover in die Wohnung des Opfers ein und begibt sich auf dessen Spuren...

Verwendete Quelle: t-online.de

csc SpotOnNews


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