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"Sturm der Liebe" Uta Kargel: Das sagt sie zu ihrem Ausstieg

In "Sturm der Liebe" verlässt Eva (Uta Kargel) ihren Mann Robert (Lorenzo Patané)
In "Sturm der Liebe" verlässt Eva (Uta Kargel) ihren Mann Robert (Lorenzo Patané)
© ARD / Christof Arnold
"Sturm der Liebe"-Aus für Uta Kargel alias Eva Saalfeld: Zwei Jahre nach ihrem "Fürstenhof"-Comeback kehrt sie der ARD-Telenovela erneut den Rücken. GALA sprach mit der Schauspielerin über ihren Ausstieg. 

Frau Kargel, viele Fans sind entsetzt und traurig über Ihren Ausstieg bei "Sturm der Liebe". Warum verlassen Sie die Telenovela?
Eva verlässt Robert und den "Fürstenhof", weil sie begriffen hat, dass es ihren Mann quält, den Sohn Emilio und damit das Ergebnis ihres Seitensprunges mit Christoph, vor Augen zu haben.

Das klingt nach einem dramaturgischen Grund. Auf Instagram haben Sie ein Foto gepostet, dass einen dunklen Weg zeigt, an dessen Ende man ein Licht brennen sieht. Dazu schreiben Sie "I got cut off", auf Deutsch: "Ich wurde abgeschnitten/ herausgeschnitten". Fans spekulieren, dass Sie gerne länger beim "Sturm" geblieben wären. Was sagen Sie dazu?
Ich habe zwei Monate lang in meiner Rolle als Eva geweint – zumindest kam es mir so vor. Die letzten Handlungsstränge waren von vielen negativen Emotionen, von viel Wut und noch mehr Verzweiflung geprägt. Ansonsten liebe ich Wortspiele, auch wenn dieses nicht beabsichtigt war. In dieser letzten Szene, die das Foto zeigt, versucht Robert Eva aufzuhalten, indem er ihr den Weg abschneidet – ohne Erfolg.

Wie war Ihr letzter Drehtag, wie haben Sie sich von Ihren Kollegen verabschiedet?
Mein letzter Drehtag war entsprechend des Drehbuches natürlich tränenreich – als Eva, die ihre Familie verlässt, aber auch als Uta, die eine Familie verlässt. Aber das Team hat mich mit einer wundervollen Verabschiedung und vielen schönen Erinnerungen beschenkt.

Vor allem mit Lorenzo Patané, Ihrem Serien-Ehemann, haben Sie eine sehr enge Bindung. Sie waren in München sogar Nachbarn. Wie sehr schmerzt es, ihn als Freund – zumindest räumlich – zu verlassen?
Lorenzo und ich, wir sind beide sehr unabhängig – das eint uns. Räumliche Distanz wird uns nicht trennen können.

In "Sturm der Liebe"-Staffel sechs (2010 bis 2011) war Eva die Traumfrau. 2018 kehrte sie zurück. Nun der erneute Abschied. Ist das Kapitel "Sturm der Liebe" für Uta Kargel jetzt endgültig abgeschlossen oder können Sie sich ein weiteres Comeback vorstellen?
Man soll nie "nie" sagen, aber ich bezweifle, dass all die Zuschauer, die so viel mitgelitten haben, sich auf eine Wiederbegegnung einlassen können/wollen.

Sie leben inzwischen wieder in Berlin. Was vermissen Sie dort seit Ihrem Ausstieg – und was nicht? 
Ich vermisse die bayerische Landschaft, die Nähe zur Natur, die Berge, die Isar, den Himmel. Ich vermisse meine Schauspiel-Kollegen Isabell Ege und Désirée von Delft, Max Beier und Sandro Kirtzel, das Sturm-Team vor und hinter der Kamera. Ich vermisse nicht: nichts. Aber ich liebe Berlin, das meine Heimat ist und seine bunte, chaotische Vielfalt.

Wie sehen jetzt Ihre Zukunftspläne aus?
Ich wünsche mir, dass KASIMIR UND KAUKASUS, das Stück, das Désirée, Max, Sandro und ich spielen, bald wieder die Theaterbühnen erobert – ebenso wie das Stück, das wir noch erarbeiten. Ich wünsche mir viel Arbeit als Sprecherin, sehr gerne auch für Hörbuchverlage und viel Arbeit vor der Kamera und nebenbei auch hinter der Kamera als Fotografin.

Wäre eine andere Daily Soap für Sie denkbar, zum Beispiel GZSZ? Dort ist Ihre Rolle Lena Bachmann ja nicht gestorben, sondern nur auf Weltreise gegangen. Und ihr Serien-Bruder John wohnt ja noch auf dem Kiez.
Aber natürlich. Ich liebe Serienformate – nicht nur als Zuschauerin, weil sie mich nachhaltig begleiten, sondern auch als Schauspielerin, da ich mich immer gern von immer neuen Drehbüchern überraschen lasse und weil ich gerne in einem Team und als Teil eines Gemeinschaftsprojektes ankomme.

Sie sind nicht nur Schauspielerin, sondern sind ausgebildete Buchhändlerin, haben Kulturwissenschaft sowie Kunst- und Bildgeschichte studiert und als Schulhelferin an einer Gemeinschaftsschule gearbeitet. Können Sie sich vorstellen, auch in einem dieser Bereiche wieder tätig zu werden?
Oh ja! Vor allem weil ich glaube, dass es nicht nur die eine Sache gibt, die glücklich macht, sondern ganze unterschiedliche Dinge und Aufgaben. All die Arbeits- und Studienbereiche meines Lebenslaufes eint, dass sie sich mit Menschen beschäftigen, mit deren Geschichten, Träumen, Potenzialen – das wird mich immer anziehen, ob ich nun als Schauspielerin Geschichten erzähle, als Buchhändlerin solche empfehle oder in der Arbeit mit Kindern Träume erfinde oder stärke.

Verwendete Quelle:GALA

jre Gala

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