"Promi Big Brother"-Sieger Jens Hilbert: "Ich habe zum ersten Mal meinen Freund in der Öffentlichkeit geküsst"

Der "Promi Big Brother"-Gewinner von 2017 heißt Jens Hilbert. GALA hat mit dem "Hairfree"-Chef gesprochen

Jens Hilbert

Jens Hilbert ist der "Promi Big Brother"-Gewinner von 2017. Wie sich der Unternehmer im entscheidenden Moment der Verkündung gefühlt hat, was er als Erstes nach seinem Auszug gemacht hat und was er von Willi Herrens Lästerattacken hält, erzählte uns der sympathische Sieger im Interview mit GALA.

Wie geht es dir heute, drei Tage nach dem Sieg?

Sehr gut.

Wie hast du dich vergangenen Freitag nach der Verkündung des Siegers gefühlt?

Gefühlt habe ich mich, wie auch schon die Zeit zuvor im Promi Big Brother-Haus, sehr demütig und sehr dankbar.

Was war das Erste, was du nach dem Auszug gemacht hast?

Das Erste, was ich gemacht habe, war, dem Ulli den ersten öffentlichen Kuss nach sieben Jahren Beziehung zu geben. Bisher war mir die Sache mit dem Schwulsein immer peinlich. Mir war es immer unangenehm, andere Menschen damit zu provozieren. Es gibt ja nun mal viele Schwulenhasser. Ich habe das im Haus meiner neuen Freundin Sarah Kern erzählt. Die meinte dann zu mir im Spaß: "Wenn du raus gehst und dem nicht sofort einen Kuss gibst, hast du eine sitzen“ (lacht).

Wie hat dich das „Promi Bog Brother“-Haus verändert?

Ich habe so viele Barrieren in dem Haus überwunden, dass ich gefühlt 15 Jahre Persönlichkeitsentwicklung hinter mich gebracht habe. An jedem Tag stand ich vor neuen Herausforderungen. Ich hatte ja tierische Angst vor den Challenges und den Nominierungen. Ich wollte nicht wieder zum Außenseiter werden.

Du wurdest am Ende von den anderen Kandidaten nominiert. Was glaubst du, woran lag das?

Alles, was im Sprechzimmer oder hinter meinem Rücken gesagt wurde, habe ich ja gar nicht mitbekommen. Ich wusste dann nur, ich bin nominiert, und das hat mich verwundert. Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, woran das liegt. Es ist praktisch das eingetreten, worüber ich mir vorher Sorgen gemacht habe. Wenn ich im realen Leben Leute coache, gibt es irgendwann einen Punkt, an dem sie plötzlich wütend auf mich werden. Das ist der Punkt, wo sich ihre Persönlichkeit entwickelt und sie an sich arbeiten. Sie fühlen sich plötzlich ertappt und es gibt kein "Ja, aber" mehr. Ich überwinde meine Ängste. Dann kann ich mir wenigstens nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben. Das ist auch die Art und Weise, mein Leben zu leben. Ich glaube, diese Einstellung kam nicht bei allen gut an, weil es kein Links und kein Rechts mehr gab.

Glaubst du, dass Willi und Eloy dich als Konkurrenz gesehen haben?

Ich habe mich selbst nie als Konkurrenten oder als Prominenten gesehen. Ich war einfach so, wie ich im Alltag bei mir im Unternehmen sonst auch bin: Eine Führungskraft, die immer versucht, mehr zu geben als zu nehmen. Als Willi die Kostüm-Challenge abgebrochen hat, habe ich ihn gefragt, ob er es denn gemacht hätte, wenn es um ein Tatort-Casting gegangen wäre. Da lautete seine Antwort ganz klar "Ja, hätte ich". Mit solchen Fragen bei Willi und auch bei Eloy habe ich mir meine eigene Grube geschaufelt. Dadurch wurde ich, ohne es zu wissen, zum Konkurrenten für die anderen. Als dann aber die Zuschauer für mich anriefen, war das natürlich eine große Motivation für mich, weiterzumachen.

Besonders Willi hat sich plötzlich gegen dich gewendet. Hast du nach dem Finale noch mal mit ihm darüber gesprochen?

Ja, habe ich. Momentan gehört er nicht zu meinen drei besten Freunden, weil er auf der Loyalitäts-Ebene nicht 100 Punkte hat. Aber das kann ja noch werden. Ich bin ihm nicht böse, denn ich nehme das nicht persönlich. Ich weiß im Grunde, dass Willi ein gutes Herz hat. Ich habe ihm verziehen und vergeben. Es liegt nun ein bisschen an ihm, ob er die neu aufgebaute Freundschaft weiterpflegen möchte oder nicht. Wegen der Dinge, die er über mich hinter meinem Rücken gesagt hat, würde ich mir wünschen, dass von seiner Seite aus auf das Beziehungskonto immens was eingezahlt wird.

Hast du dir die Aufnahmen im Nachhinein angesehen?

Nein.

Wie geht es jetzt mir dir und dem Reality-Fernsehen weiter?

Viele waren verwundert, dass ich das Projekt "Promi Big Brother" überhaupt angenommen habe. Ich habe zwar Spaß am Fernsehen und ich freue mich auch darüber, wenn jemand meine Botschaften hören will, aber ich nicht jemand, der Fernsehen um jeden Preis machen will. Es hat schon länger in mir gejuckt, mal eine Extremsituation zu erleben und die nächste Stufe auf meiner Persönlichkeitsentwicklung zu erreichen. Was meine Persönlichkeitsentwicklung betrifft, habe ich das Gefühl, bis Ende 2018 erstmal genug zu haben. Ich schließe den Dschungel aber nicht aus und das habe ich auch nie getan. Ich werde neue Angebote ganz genau ansehen. Aber ich bin ja zum Glück finanziell nicht von der Medienwelt abhängig und dadurch in der schönen Position, mir die Projekte aussuchen zu können.

Folgende Video-Empfehlung haben wir für Sie: 

Promi Big Brother 2017

Diese Stars sind dabei

Promi Big Brother 2017 startet im Spätsommer auf SAT.1
Unter anderem ziehen „Caught in the Act“-Sänger Eloy de Jong, Sarah Kern und die Hamburger Luxus-Lady Claudia Obert in den TV-Container ein. Wer noch dabei ist, zeigen wir im Video!
©Gala

 

Promi Big Brother 2017

Die ersten Fotos aus dem Container

Der Zugang: Vor den Toren Guantanamos! Zumindest wirkt der Gang in den Promiknast nicht weniger entmutigend.
Der Wohnbereich: Beim Eintreten werden die Promis von der Fußmatte "Home Sweet Home" verspottet. Dieser Raum sieht nämlich alles andere als wohnlich aus.
Das Schlafzimmer: Von Betten ist hier keine Spur, nicht einmal Matratzen liegen auf dem Boden.
Das Badezimmer: Schmutzige Wände und jede Menge Kalk schmücken den traumhaften Waschbereich. 

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