Lars von Trier-Film "The House That Jack Built": Zuschauer verlassen in Scharen das Kino

Zuerst stehende Ovationen, dann wütende Zuschauer: Mit seinem neuen Film "The House That Jack Built", sorgte Lars von Trier in Cannes wenig überraschend für Kontroverse

Ja, er kann es noch immer. Bei seiner Rückkehr zu den Internationalen Filmfestspielen in Cannes, wo er 2011 noch als Persona non grata ernannt wurde, sorgte Lars von Trier (62, "Antichrist") mit seinem neuen Film "The House That Jack Built" für Ekel, Zorn, aber auch Begeisterung. So berichtet unter anderem die Seite "The Guardian", dass über 100 Menschen vorzeitig den Kinosaal verlassen hätten, in dem sein Streifen über einen bestialisch mordenden Serienkiller (Matt Dillon, 54) vorgeführt wurde.

Lars von Triers Film ist extrem

Der Film zeigt offenbar grafisch die Ermordung und Verstümmelung von Frauen, Kindern und Tieren und erregte damit wenig überraschend die Gemüter vieler Personen im Publikum. Wobei durchaus die Frage erlaubt ist, was die betreffenden Personen erwartet haben, als sie sich in einen Film des dänischen Enfant Terrible gesetzt haben.

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Gemischte Reaktionen

Nun, ganz offensichtlich nicht derartig schonungslose Brutalität. So habe man Lars von Trier vor der Vorführung noch minutenlang Standing Ovations gegeben. Viele hatten anscheinend nicht auf dem Schirm, worum es in den Psycho-Thriller mit Dillon und Bruno Ganz (77, "Der Untergang") in den Hauptrollen geht. Das lässt zumindest der angewiderte Strom aus dem Kino vermuten. Einer der Menschen, die sich das Gezeigte nicht fertig ansehen wollten, schrieb via Twitter: "Eklig. Prätentiös. Zum Kotzen. Qualvoll. Erbärmlich."

Bei den bis zum Schluss Anwesenden sei allerdings auch nach der Vorführung Applaus ausgebrochen. Der Streifen, der wohl im Winter dieses Jahres ins Kino kommen wird, hat scheinbar also nicht nur Unverständnis ausgelöst. Kontroverse kann er einfach, der Däne... 

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