"Kevin - Allein zu Haus" : Kurios! Der Film wurde in einer Turnhalle gedreht

Vor fast 30 Jahren wurde "Kevin - Allein zu Haus" gedreht, doch erst jetzt kommen bisher unbekannte Fakten ans Tageslicht. Zum Beispiel wurde der Weihnachtsfilmklassiker nicht in der McCallister-Villa gedreht, sondern in der Turnhalle einer verlassenen Schule.

"Kevin - Allein zu Haus" gehört zu einem der beliebtesten Weihnachtsfilme aller Zeiten.

"Kevin - Allein zu Haus" gehört seit fast drei Jahrzehnten zu einem der beliebtesten Weihnachtsfilme, aber erst jetzt kommt raus, dass der Klassiker in der Turnhalle einer verlassenen Schule gedreht wurde. Diesen und weitere kuriose Fakten hat die Netflix-Doku "The Movies That Made Us" kürzlich enthüllt. GALA hat für Sie die kuriosesten Fakten daraus zusammengefasst.

"Kevin - Allein zu Haus"-Dreh wurde wegen Geldmangel gecancelt

"Kevin - Allein zu Haus" war mit einem Budget von knapp neun Millionen Euro eine sogenannte Low-Budget-Produktion. Das war Anfang der 1990er Jahre keine große Summe, zu Zeiten, in denen für viele Blockbuster fast 63 Millionen Euro verprasst wurden. Nachdem Schauspieler, Drehort und das Produktionsdesign feststand, legte das Filmteam der zuständigen US-Filmgesellschaft Warner Bros. Entertainment die Endkalkulation vor - und die überschritt mit 13,2 Millionen Euro die magische Budget-Grenze.

Darauf konnte sich Warner nicht einigen und legte den Film auf Eis. Das Team wurde nicht weiter bezahlt und sollte seine Sachen packen. ABER: Als ob es Autor und Produzent John Hughes, 59, geahnt hätte, traf er sich Wochen zuvor mit dem Rivalen 20th Century Fox. Die Filmgesellschaft war von der Story des Films begeistert, mit dem Budget einverstanden und übernahm die Betreuung und restlichen Kosten. "Kevin - Allein zu Haus" war gerettet!

Das Filmset von "Kevin - Allein zu Haus" war eine Turnhalle

Die prachtvolle McCallister-Villa sieht in Wirklichkeit gar nicht so prächtig aus. Um genau zu sein, wurde lediglich die Außenfassade für den Film benutzt. Im Haus selbst war es zu eng, um das Filmteam unterzubringen. Alle Innenaufnahmen wurden daher in einer verlassenen Schule gedreht - und zwar in der "New Trier Township High School", die in der amerikanischen Kleinstadt Winnetka, im Bundesstaat Illinois, liegt. Doch hierbei handelt es sich um keine gewöhnliche Schule. In dem Gebäude wurde auch schon der Filmhit "Ferris macht blau" mit Matthew Broderick, 57, gedreht.

Das Filmset von "Kevin - Allein zu Haus" stand in einer verlassenen Schule.

Das gesamte Produktions- und Filmteam nistete sich in der Schule ein und besetzte die Klassenräume. Doch wo konnte ein so großes Haus nur nachgebaut werden? Die Beteiligten entschieden sich für die Turnhalle. Im Handumdrehen verwandelte sich der kahle Ort in ein gemütliches Villen-Weihnachtssetting. Die gesamten Szenen im Haus sowie alle Fallen, die Kevin den Banditen stellte, wurden in der Turnhalle gedreht.

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Das kosten die Häuser aus unseren Lieblings-Weihnachtsfilmen

Das Haus aus dem Film "Kevin - Allein zu Haus"

 

Daniel Stern lehnte "Marv"-Rolle aus gutem Grund ab

Daniel Stern lehnte die Rolle des Marv erst ab.

Daniel Stern, 62, ging zum Casting für Marv, einem der "feuchten Banditen" (so nannte sich das Gauner-Duo selbst) und bekam die Rolle. Doch aus sechs wurden acht Wochen Drehzeit. Stern fragte verständlicherweise nach einer Gehaltserhöhung. Da das Budget sehr knapp war, lehnte das Studio seinen Wunsch ab. Die Folge: Daniel ging und erzählt in der Dokumentation: "Mein Stolz verbot mir, weiterzuarbeiten." Dan Roebuck, 56, übernahm die Rolle des Marv. Bei Probeaufnahmen mit Bandit-Kollege Joe Pesci, 76, alias Harry, wurde jedoch schnell klar: Die Chemie stimmt nicht.

Weihnachtsfilme

Klassiker zu Weihnachten

"Tatsächlich Liebe"  Mit großem Staraufgebot und viel Herz hat sich "Love Actually" zum absoluten Weihnachtsklassiker gemausert.
"Weihnachten bei Hoppenstedts"  Mit Loriots "Familie Hoppenstedt" können Sie zum Weihnachtsfest ihre Lachmuskeln trainieren.
"Buddy - Der Weihnachtself"  Will Ferrell wächst in "Elf" als Mensch unter den Elfen auf. Bald merkt "Buddy", dass er nicht in diese Welt passt und macht sich nach New York auf um seinen leiblichen Vater zu finden.   Der Film von 2003 ist eine Komödie für die ganze Familie.
"Das Wunder von Manhattan"  Der Film von 1994 gehört zu den absoluten Weihnachtsklassikern und zeigt, dass Wünsche in Erfüllung gehen können, wenn man fest daran glaubt.

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Daniel Stern musste her. Der Regisseur rief ihn noch einmal an und Stern stimmte ein. Ob er diesmal mit dem Gehalt einverstanden war, wurde nicht thematisiert. Doch Daniel und Joe waren als alte Schauspiel-Kollegen ein eingespieltes Team. Die Witze sprudelten nur so aus ihnen heraus. Die feuchten (oder auch klebrigen) Banditen waren geboren.

Joe Pesci spielte Golf, anstatt pünktlich am Set zu erscheinen 

Joe Pesci bei "Kevin - Allein zu Haus"

Joe Pesci kennt man unter anderen aus dem preisgekrönten Mafia-Drama "Good Fellas", wofür er 1991 einen Oscar als bester Nebendarsteller gewann. Kein Wunder, dass ihm viele Sätze der trotteligen Banditen-Rolle Harry zu plump waren. Doch es gab noch ein viel größeres Problem: Pesci war mit dem Arbeitsbeginn um sieben Uhr morgens nicht einverstanden. Zu dieser Zeit wollte er lieber seiner Leidenschaft nachgehen - dem Golfspielen - und tauchte erst um neun Uhr am Set auf. Sogar der zu der Zeit zehnjährige Macaulay Culkin verhielt sich vor Ort besser. Doch was kann man einem Oscar-Gewinner schon abschlagen? Nichts.

Verwendete Quellen: Netflix "The Movies That Made Us", Instagram

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