"Germany's Next Topmodel": Jüli und Lisa schlittern nach Hause

Im Glitzerregen kam das Aus: Heidi Klums Topmodels torkelten über ihren letzten Walk vor dem Halbfinale

Vanessa, Darya, Jüli, Heidi Klum, Anuthida, Lisa, Ajsa, Katharina

Mittlerweile steht es fest: Darya ist das einzig wahre Lästermaul der zehnten Staffel "Germany's Next Topmodel". Auch in der letzten Folge vor dem Halbfinale hatte die 22-Jährige allerlei Boshaftigkeiten für ihre Konkurrentinnen parat. Eines fiel allerdings auf - meist ätzte Darya gegen jene Mitbewerberinnen, die gerade Erfolg hatten. Diesmal etwa gegen Katharina, die einen Job als Werbegesicht für einen Damenrasierer erhielt. Obwohl sie doch laut Darya "totale X-Beine" hat.

Nach oben auszuteilen und die Schwachen zu schonen: eigentlich ein eher feiner Charakterzug! Auf jeden Fall einer der erklärt, warum Darya an diesen Donnerstag im TV wenig Negatives über Lisa sagte. Denn die Blondine mit dem Kurzhaarschnitt avancierte zum überragenden Pechvogel der Sendung und bot eigentlich reichlich Angriffsfläche für Spott - oder Mitleid. Am Ende musste sie gehen.

Muse von Wolfgang Joop

Los ging es mit der Aufgabe, für das Damenrasierer-Casting "wahre Schauspielkunst" zu zeigen, wie Thomas Hayo etwas hochtrabend meinte. Lisa bekam allerdings vor lauter Nervorsität den Mund nicht auf. Das Fotoshooting im Zirkus-Style brachte die junge Dame auch nicht voran - und am Ende landete sie beim finalen Walk durch den Glitterregen auf dem Hintern. Und ob es Lisa schlussendlich in der echten Welt zu mehr Ruhm denn Spott verhelfen wird, dass Wolfgang Joop sie zu einem Auftritt auf dem roten Teppich mitnahm und jedem der es hören wollte sagte, er habe die 19-Jährige "zu seiner Muse" gemacht?

Ebenfalls wenig zu lachen hatte Jüli. Die Geheimfavoritin kam nicht richtig in Schwung. Im Zirkuskostüm fehlt ihr die zündende Idee für das Foto, beim Red-Carpet-Walk fand Joop sie "völlig verkniffen" - und schließlich strauchelte auch sie leicht beim Finalwalk. Obwohl Topmodel Kate Upton zuvor noch erklärt hatte, wie man sich relaxt auf dem Laufsteg auszieht, ohne zu straucheln. Auch das reichte nicht für ein Foto. Wolfgang Joop fand die verwirrendsten tröstenden Worte der Staffel: "Modeln ist eben ein multikomplexer Aufgabenbereich" erklärte er. Zumindest wenn Joop dabei ist, kann ein Abitur den Schützlingen definitiv nicht schaden.

"Bei Fotoshootings bin ich einfach scheiße"

Germany's Next Topmodel

Heidi Klum und ihre Mädchen

Staffel 11  Kaum sind die Castings in Deutschland vorbei, da wird schon wieder geshootet, was das Zeug hält. Hinter der Kamera gibt Heidi Klum ihren in neonpink gekleideten Models Tipps. Der Spaß kommt dabei natürlich nicht zu kurz.
Ganz der Profi: Mit einem prüfenden Blick checkt Heidi Klum die Foto-Resultate ihrer Mädchen. So richtig warm scheint es in Los Angeles jedoch nicht zu sein. Das Topmodel muss sich mit einem flauschigen Mantel warmhalten.
Doch nicht nur hinter der Kamera hält sich Heidi auf. Sie erklärt auch direkt am Shooting-Set, wie man am allerbesten posiert. Sie weiß es ja schließlich.
Das offizielle Jury-Foto ist da: Gemeinsam mit Thomas Hayo und Designer Michael Michalsky sucht Heidi Klum "Germany's Next Topmodel" 2016.

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Auf der anderen Seite der Erfolgsskala stand Vanessa. Klarer Indikator: Darya nahm sie ins Visier. "Auf dem Fahrrad zu sitzen ist auch leichter, als in der Luft zu schweben", versuchte sie Vanessas Zirkus-Shooting auf einem überdimensionalen Einrad zu relativieren. Für sich genommen auf jeden Fall eine treffende Aussage. Ob Vanessa Aufgabe tatsächlich leichter war, als die ihrer Vorgängerin Anuthida, bleibt aber fraglich. Im Auge behalten sollten die "GNTM"-Fans auch Aysa, der von Kate Upton, ganz ohne Spott, ein "toller Rhythmus" attestiert wurde.

Mit dabei bleibt zudem der am Zirkusseil "schwebende" Publikumsliebling Anuthida. Selbst wenn sich die junge Frau etwas zu selbstkritisch attestierte: "Bei Fotoshootings bin ich einfach scheiße" - was eine arg schlechte Ausgangslage für eine Modelkarriere wäre. Und Darya selbst? Die erhielt ihr Foto ohne Probleme. Und fabrizierte ihren Lacher selbst. Beim fingierten Interview mit ProSiebens Hollywood-Reporter Stephen Gätjen nuschelte sie so in etwa, sie habe ein Problem mit "paragraphischen Fotos" - erklärte aber selbstbewusst, dafür sei sie auch außerordentlich "repräsentativ": "Kaum eine kann sich so gut ausdrücken wie ich".

Da hilft nur: Volle rhetorische Kraft voraus. Bereits am Sonntagabend (10. Mai) läuft das "GNTM"-Halbfinale.

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