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TV-Tipp des Tages "Django Unchained"

Dr. King Schultz (Christoph Waltz) und Django (Jamie Foxx) sind ein unerwartet gutes Team
Dr. King Schultz (Christoph Waltz) und Django (Jamie Foxx) sind ein unerwartet gutes Team
© Mary Evans / imago images
Die aktuellen TV-Tipps des Tages im GALA-Ticker: "Django Unchained": Tarantinos hochkarätig besetztes Meisterwerk +++ "Heist – Der letzte Coup": Aufregender Gangsterfilm mit Gene Hackman +++ "Zwielicht": Das spannendste Justizdrama aller Zeiten.

TV-Tipps des Tages im GALA-Ticker

17. September 2021

"Django Unchained": Hochkarätig besetztes Meisterwerk von Tarantino

USA, 1858: Der ehemalige Zahnarzt Dr. Kind Schultz (Christoph Waltz, 64) arbeitet in den Südstaaten erfolgreich als Kopfgeldjäger. Sein nächstes Ziel: die fiesen "Brittle Brothers". Um die Ganoven aufzuspüren, braucht er die Hilfe des Sklaven Django (Jamie Foxx, 53), denn dieser kennt die Identität der drei Brüder. Schultz befreit Django und gemeinsam können sie die Verbrecher zur Strecke bringen. Doch Django hat eigentlich nur eins im Kopf: Seine Frau Brunhilde (Kerry Washington, 44), von der er getrennt wurde, wiederfinden. Schultz zeigt sich verständnisvoll und bietet dem Sklaven einen Deal an: Sie machen noch ein paar Ganoven gemeinsam dingfest und im Gegenzug hilft Schultz ihm bei der Suche nach dessen Frau. Wie sich herausstellt, ist Brunhilde ausgerechnet auf dem Gut des erbarmungslosen Plantagenbesitzers Calvin Candie (Leonardo DiCaprio, 46) gelandet. Das Duo schleust sich auf der Plantage ein, doch Brunhilde zu befreien wird alles andere als einfach ...

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Bereits im Vorfeld löste "Django Unchained" Kontroversen aus: Immerhin sind Quentin Tarantinos, 58, Filme für ihre Gewaltexzesse bekannt. Diese mit dem Thema der Sklaverei zu verknüpfen, schien vielen Menschen unpassend. Tatsächlich ist der Film, wie erwartet, äußerst brutal, doch so brutal wie die Realität der Sklaverei ist er dennoch nicht. Mit Kämpfen, zu denen Sklaven zwecks Unterhaltung gezwungen wurden, Folter sowie Demütigung zeigt der Filmemacher zwar schonungslose Bilder, aber doch nur die Spitze des Eisbergs. Einen Film während der Sklaverei spielen zu lassen und Gewalt außen vor zu lassen, wäre sicherlich die unpassendere Variante gewesen.

Leonardo DiCaprio als grausamer Plantagenbesitzer Calvin Candie
Leonardo DiCaprio als grausamer Plantagenbesitzer Calvin Candie
© Mary Evans / imago images

Auch wenn es blutig zugeht, ist das Herzstück von "Django Unchained" das fantastische Drehbuch, das wie gewohnt mit einer spannenden Story und unfassbar guten Dialogen besticht. Die für Tarantino ungewöhnlich lineare Erzählung fesselt das Publikum, was neben dem Skript auch an der bildgewaltigen Inszenierung und der herausragenden Besetzung liegt. Christoph Waltz und Jamie Foxx brillieren in ihren Hauptrollen als sympathisches Duo infernale. Überraschen tut jedoch vor allem Leonardo DiCaprio, der erstmalig als grausamer Bösewicht auftritt – und einen (wortwörtlich) wahnsinnig guten Job macht. Tarantino schafft es auch hier, die Balance zwischen überzeichneter Brutalität und Unterhaltung zu wahren, das Tragische mit dem Skurrilen zu verbinden – und das alles zudem mit einem erstklassigen Soundtrack zu unterlegen. "Django Unchained" ist eine Hommage an den Italo-Western und cineastisches Meisterwerk – der perfekte Start ins Wochenende!
"Django Unchained": 20:15 Uhr, ProSieben

16. September 2021

"Heist – Der letzte Coup": Aufregender Gangsterfilm mit Gene Hackman

Der etwas in die Jahre gekommene Dieb Joe Moore (Gene Hackman, 91) wird bei einem Juwelenraub von einer Überwachungskamera gefilmt – äußerst peinlich für den Verbrecher, der einen Ruf als höchst professioneller Meister-Dieb genießt. Deshalb beschließt er, seine Karriere an den Nagel zu hängen und den Ruhestand mit seiner Frau zu genießen. Doch aufgrund unerwarteter finanzieller Probleme sieht Moore sich gezwungen, einen letzten großen Auftrag für seinen Hehler Mickey Bergman (Danny DeVito, 76) durchzuführen – eine Ladung Gold soll aus einem Flugzeug geklaut werden ...

Danny DeVito ist herrlich böse als fieser Hehler Mickey Bergman
Danny DeVito ist herrlich böse als fieser Hehler Mickey Bergman
© United Archives / imago images

Regisseur und Autor David Mamet, 73, versteht sein Handwerk: Für seine Skripts zu "Wag the Dog" und "The Verdict" heimste er bereits Oscar-Nominierungen ein. 2001 schuf er mit "Heist – Der letzte Coup" einen unterhaltenden Gangsterfilm, dem es an nichts fehlt. Der Film ist dramaturgisch nahezu perfekt: Die Intrigen und psychologischen Kämpfe erinnern an ein Kammerspiel im Gewand eines Film Noir – bei dem die Spannung stets hochgehalten wird. Hinzu kommt, dass die Schauspiel-Legenden Gene Hackman und Danny DeVito in ihren Rollen brillieren und sich wunderbar ergänzen.
"Heist – Der letzte Coup": 20:15 Uhr, Tele 5

13. September 2021

"Zwielicht": Das spannendste Justizdrama aller Zeiten

Martin Vail (Richard Gere, 72) ist ein echter Star unter den Strafverteidigern in Chicago – er boxt jeden seiner Mandat:innen raus. Als der Erzbischof von Chicago tot aufgefunden wird, verhaftet die Polizei den Messdiener Aaron Stampler (Edward Norton, 52), den sie in der Nähe des Tatorts blutverschmiert aufgelesen haben. Der Fall scheint klar: Der schüchtern wirkende Ministrant soll den Geistlichen mit über 70 Messerstichen ermordet haben. Martin Vail ist von dem Fall sowie der erdrückenden Beweislast fasziniert und nimmt die Herausforderung an – er vertritt Aaron pro bono. Zunächst will sich der Staranwalt nur profilieren, doch nach und nach deckt er immer mehr Facetten seines Klienten auf,  weshalb er eine Psychologin (Frances McDormand, 64) zurate zieht. Diese findet in Einzelgesprächen Details über Aaron und den Ermordeten heraus, die den Fall in eine ganz neue Richtung lenken ...

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Filme wie "Die zwölf Geschworenen" oder "Wer die Nachtigall stört" aus den 1950er- und 1960er-Jahren haben das Genre des Justizdramas nachhaltig geprägt. Während bei diesen Filmen ethische und gesellschaftliche Fragen im Zentrum stehen, rückt 1996 "Zwielicht" die Figuren in den Mittelpunkt: Richard Gere als arroganter Anwalt, der es vor allem liebt zu gewinnen, sich aber weniger mit der Schuldfrage beschäftigt. Und Edward Norton als verängstigter, stotternder Mandat, der auch eine deutlich weniger zurückhaltendere Seite zu haben scheint.

Ohne Zweifel: Norton, der mit "Zwielicht" sein Leinwand-Debüt (!) feierte, ist das Herzstück des Films. Seine überragende schauspielerische Leistung, mit der er auch den großartigen Richard Gere mühelos an die Wand spielt, brachte ihm einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung ein – zu Recht! Neben der erstklassigen Besetzung bietet die Story von "Zwielicht" fesselnde Spannung und mehrere spektakuläre Wendungen. Ein Muss für jeden Gerichtsfilm-Fan!
"Zwielicht": 20:15 Uhr, Arte 

Verwendete Quelle: Arte, youtube.com

sti Gala


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