Die Höhle der Löwen: Hier versucht sich Maschmeyer als Einbrecher

Das Staffel-Finale von "Die Höhle der Löwen" bot Carsten Maschmeyer als Hobby-Einbrecher und Sexualunterricht für Frank Thelen.

Als Einbrecher wäre Carsten Maschmeyer wohl nicht reich geworden

Als Einbrecher wäre Carsten Maschmeyer wohl nicht reich geworden

"Die Höhle der Löwen" 2017 ist vorbei: Beim Staffel-Finale am gestrigen Dienstag versuchten diese fünf Entwickler, die Löwen zu einem Deal zu bewegen.

"Talentcube" - Thelen balgt sich mit Maschmeyer

Den Auftakt machten die Männer von "Talentcube" aus München. Denen war die klassische Variante eines Vorstellungsgesprächs ein Graus. Ihre Argumentation: Die Personalchefs erkennen binnen weniger Sekunden, ob ein Kandidat für das Unternehmen der Richtige ist - und für die Kandidaten ist der heiße Stuhl in der Firma Stress pur. Ihre Lösung darauf lautet "Talentcube", eine App, mit der sich die User per Smartphone-Video bewerben können. Diese Idee gefiel und ausgesprochen gut, mit 35 Prozent zeigte sich der letztere Löwe aber zu gierig.

Schnappi, das Fensterkrokodil

Der herzlichste Kandidat des Finales kam bereits im Anschluss. Detlev Sommer aus Jena hat mit seinem "Fenster-Schnapper" das große Ziel, "Deutschland sicherer zu machen." Sein Neben-Motto, bevor es in "Die Höhle der Löwen" ging: "Ja nicht verkacken!" Genau dies tat kurze Zeit später Maschmeyer als Hobby-Einbrecher, der nach einem kurzen Schubsen des Fensters und sanftem Traktieren mit dem Brecheisen konstatierte: "Ich komme an Schnappi nicht vorbei!" Und das galt auch für zwei Löwen, die Sommers simple Lösung für sicherere Fenster gerne weiter vorangebracht hätten. Doch bei der Wahl zwischen Ralf Dümmel und entschied er sich für den Löwen-Gierschlund Dümmel, der gefühlt jeden zweiten Deal dieser Staffel abstaubte.

Hightech für den Kinderwunsch

Die beiden Kandidaten von "Trackle" gaben in erster Linie den männlichen Löwen eine Nachhilfestunde in Sexualkunde. Vor allem Technik-Experte Frank Thelen, eigenen Aussagen nach "körpergeil", hatte von Eisprung und Co. dezent weniger Ahnung als vom Geld scheffeln. "Wie viele Tage darf ich denn Sex haben?", fragte er die Kandidaten überfordert. "Grundsätzlich immer", lautete die schlagfertige Antwort. Das Problem: mit ihrem Messgerät, das die Körpertemperatur der Frau genau misst und ihnen so helfen soll, ihre fruchtbare Phase zu bestimmen, würden sie nur rund sieben Tage im Monat marktrelevant sein. Zu wenige Tage für alle fünf Löwen - und so scheiterte der Deal mit dem hehren Ziel, Paaren den Kinderwunsch zu vereinfachen.

Dinner For Not One

Als "Win-Win-Win-Situation" priesen die Macher von "CHEF.ONE" ihre App an, mit der Restaurants in die eigenen vier Wände verlegt werden sollen. Auf ihrer Plattform können sich Hobby-Köche als Gastgeber anmelden und Dinners anbieten, potenzielle Gäste wiederum sehen sich in ihrer jeweiligen Stadt nach einem interessanten Gastgeber samt Menü um. Klar, dass auch hier wieder Experte Thelen bei diesem "Tinder für Schlemmer" interessiert die Augen aufriss. Doch auch tat es ihm gleich, obwohl der App-Sektor bislang noch nie interessant für die Homeshopping-Queen war. Und so waren es auch genau diese beiden Löwen, die im Verbund den Deal über die Bühne brachten.

Der Alptraum für Fahrrad-Diebe?

Unter Fahrrad-Dieben werden herkömmliche Schlösser gerne als "Geschenkschleife" bezeichnet, so einfach sind sie zu knacken. Mit "I LOCK IT" wollten die Gründer aus Brandenburg das erste intelligente Fahrradschloss an den Löwen bringen. Das befindet sich stets am Bike und schützt mit Sperrschloss und Alarm. Doch die Erfindung erwies sich bei genauerem Nachbohren eher als Alptraum für Löwen, als für Fahrrad-Diebe. Zu teuer, zu fehleranfällig, zu unausgegoren, kurzum: nicht einmal Ralf Dümmel schlug zu.

Getrunken wird immer

Zum Abschluss des Staffel-Finales gab es dann noch harten Schnaps - sanft serviert von den Herren von "Tastillery". Als "stilvolles Tasting-Paket" werden mehrere Sorten Spirituosen ins Heim interessierter Kunden geliefert, so die Geschäftsidee. Nicht zum Vorteil gereichte es jedoch, dass Löwen nun mal keine "Schnapsdrosseln" sind. Da half auch die leise Bitte an Frau Williams nicht, "mal an Nummer vier zu riechen!" Im letzten Pitch der Staffel war schließlich nur noch Löwin Dagmar Wöhrl im Rennen. Und die ließ es sich als Format-Neuling - sie ersetzte zu Beginn der Staffel - nicht nehmen, den letzten Zuschlag zu machen. Prost, Frau Wöhrl! Warum der Deal trotzdem nicht zustande kam, erzählen die Gründer im GALA-Interview.

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