Die Höhle der Löwen: Dagmar Wöhrl trifft Herzensentscheidung

In der ersten Folge der vierten Staffel von "Die Höhle der Löwen" überrascht Neu-Investorin Dagmar Wöhrl mit einer Herzensentscheidung

Der Reigen ist eröffnet und so beginnt sie wieder, die Jagd nach den besten Geschäftsideen Deutschlands. Neben den alteingesessenen Unternehmer-Raubtieren Judith Williams (44, "Stolpersteine ins Glück"), Frank Thelen (41), Ralf Dümmel (50) und Carsten Maschmeyer (58) durfte zum Auftakt der vierten Staffel von "Die Höhle der Löwen" erstmals auch Dagmar Wöhrl (63) anstelle von Jochen Schweizer (60) ihren guten Riecher beweisen. Doch bis sie so richtig mit den anderen um die Wette brüllt, dauert es offenbar noch etwas.

Ein unsichtbarer Handy-Schutz

Gleich bei den ersten Kandidaten stieg sie aus, zu unsicher sei ihr der Erfolg des vorgestellten Produktes. Das Gründer-Duo von "Protect Pax" präsentiert eine Handyschutzchemikalie, die viel stärkeren Schutz als herkömmliche Handyfolien bieten soll. Diesen potenziellen Milliardenmarkt wollten sich gleich drei Löwen mit identischem Angebot an die Erfinder nicht entgehen lassen, ein Novum gleich zu Beginn der neuen Staffel. Den Zuschlag erhielt am Ende aber der überglückliche Ralf Dümmel.

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©Gala

Birigt Unger muss an ihrer Geschäftsidee noch feilen 

Gründerin Birgit Unger hatte derweil ein Herz für High Heels parat, beziehungsweise ihre Geschäftsidee "Hearts for Heels". Speziell auf Frau Wöhrl als potenzielle Finanzgeberin hoffte sie mit ihrem Produkt, das den oft schmerzhaften Gang auf hohen Hacken erleichtern soll. Ein kleines Schaumstoffherz vorne in den Schuh gesteckt, schon ist mehr Halt und Gemütlichkeit gewährleistet - so der Gedanke der Kandidatin. Doch erneut ist die Idee für Dagmar Wöhrl zu unausgereift und auch die anderen Löwen müssen schweren Herzens absagen.

Eis zum Selbermachen kommt an

Unter dem Namen "Luicella's Ice Cream" boten Luisa Mentele und Markus Deibler eine Pulvermischung an, aus der im Nu eine Eis-Köstlichkeit gezaubert werden soll. Und tatsächlich, allen Löwen schmeckte das DYI-Eis. Dümmel legte gar selbst Hand an den Stabmixer, auch wenn ihn Judith Williams noch daran erinnern musste, den Rührer erst einzuschalten, nachdem er ihn in den Mischbecher eingetaucht hat - "Ich spreche da aus Erfahrung", sorgte sie sich um Dümmels dunkelvioletten Maßanzug. Endlich war auch Frau Wöhrl auf den Geschmack gekommen, bot den beiden aber im Vergleich zu anderen interessierten Löwen zu wenig Geld für zu viele Anteile. Und so erhielt Frank Thelen den Zuschlag.

Zwei-Millionen-Steak

Mit der stolzen Summe von zwei Millionen Euro wollten die Gründer von "Otto Wilde Grillers" die "Höhle der Löwen" wieder verlassen - daher mussten die Löwen nicht nur bei dem leckeren Steak schlucken. Auch der Kaufpreis von 895 Euro für den kleinen Steak-Grill erschien allen Unternehmern, vor allem Herrn Maschmeyer, viel zu hoch. Und so zogen alle Löwen rasch den Schwanz ein, auch wenn es Frank Thelen sichtlich schwer fiel. Aber zwei Millionen Euro empfand er letztendlich als nicht fair und wollte sie schließlich nicht aufbringen.

Der emotionalste Deal der Sendung

Zum Abschluss der Auftaktsendung wurde es dann noch emotional. Anna Vonnemann hat extra für ihre Tochter Dindia das sogenannte "MovEAid" entwickelt. Die junge Frau ist seit frühster Kindheit halbseitig gelähmt, seit 15 Jahren tüftelt ihre Mutter an dem vorgestellten System, dass ihrem Kind ein weitestgehend normales Leben ermöglicht. Doch für die Weiterentwicklung des Geräts, das künftig Schlaganfallpatienten helfen soll, benötigte das Mutter-Tochter-Gespann 200.000 Euro. Bei dieser unglaublichen Geschichte verschlug es selbst den erfahrenen Löwen die Sprache. "Sie sind ein Sonderfall in der 'Höhle der Löwen'. Sie sind die wahre 'Löwin'", so Judith Williams. Vom medizinischen Sektor verstehe sie aber schlichtweg zu wenig und stieg daher wie Frank Thelen und Ralf Dümmel aus. Dafür beschlossen die verbliebenen Löwen Maschmeyer und Wöhrl, mit gemeinsamen Kräften zu helfen. Immerhin seien sie gerade nicht Zeuge eines "Game-Changers", sondern eines "Life-Changers" geworden. Und für den ließen sie das Geld liebend gerne springen.

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