"Der Bergdoktor" Hans Sigl im Interview: "Ich musste mich von einigen Menschen verabschieden"

Als "Der Bergdoktor" versucht Hand Sigl in der ZDF-Hit-Serie am Donnerstag (14. Februar) einem Familienvater, der unter einer Autoimmunkrankheit leidet, das Leben zu retten. Auch im wahren Leben will Sigl helfen und hat sich als Spender bei der DKMS registrieren lassen - und das aus einem bewegenden Grund 

Hans Sigl alias "Der Bergdoktor"

"Der Bergdoktor" hat in der Folge "Zeit der Wölfe" am Donnerstag (14. Februar) einen guten Rat für seine Patienten: "Es tut nicht weh ein Leben zu retten".  Dabei geht es um einen Familienvater, der eine Autoimmunkrankheit hat. Der Bergdoktor empfiehlt eine Stammzelltherapie, als letztmögliche Überlebenschance. Für viele Menschen ist diese erdachte Geschichte Realität. Sie werden aus ihrem Alltag herausgerissen und müssen sich Chemotherapie und Bestrahlung unterziehen. Oftmals hilft nur eine Stammzellspende. Auch Hans Sigl, 49, hat sich damit im echten Leben auseinandergesetzt und die DKMS schon oft bei ihrer überlebenswichtigen Arbeit unterstützt. Zudem ist er registrierter Spender und findet, dass das doch eine einfache Sache sei, die jeder machen solle. Im Interview mit dem DKMS-Redaktionsteam erzählt er seine Beweggründe, im Kampf gegen Blutkrebs zu helfen.

"Der Bergdoktor" im Interview

Herr Sigl, wie sind Sie auf die DKMS aufmerksam geworden?
Ich war mit meinem Sohn beim Arzt und sah dort die Flyer liegen. Ich ergriff die Gelegenheit beim Schopf und ließ mich aufnehmen. Dazu bekam ich damals noch etwas Blut abgenommen. Zudem ist meine Frau Susanne dafür verantwortlich, dass ich – abgesehen von der Registrierung als Stammzellspender – auch einen Organspendeausweis besitze.

Haben Sie persönlich Erfahrung mit dem Thema Blutkrebs gesammelt?
Ja, ich habe meinen Zivildienst als Pfleger in einer Klinik in Innsbruck gemacht. Hier war ich auch in der Abteilung "Innere Medizin" und entsinne mich einer jungen Mutter, die Leukämie hatte. Die habe ich eine Weile begleitet und gesehen, wie schlimm so eine Krankheit verlaufen kann. Leider ist die Frau verstorben. In elf Monaten im Krankenhaus musste ich mich von einigen Menschen verabschieden. Dadurch habe ich aber eine pragmatische Einstellung zu Krankheiten erhalten.

Helfen Ihnen die Erfahrungen aus dem Zivildienst auch bei Ihrer Rolle als Bergdoktor?
Absolut. Außerdem achtet bei den Dreharbeiten eine Ärztin, die wir als medizinische Fachberaterin haben, immer darauf, dass die Handgriffe und Behandlungen authentisch sind. Als Bergdoktor hatte ich auch schon mit dem Thema Leukämie zu tun. Ein Mädchen war an Blutkrebs erkrankt und benötigte dringend einen Spender.

Was geben Sie den Menschen mit auf den Weg, die noch nichts über die DKMS und die Lebensspende gehört haben?
Es tut nicht weh ein Leben zu retten. Ein einfacher Abstrich aus der Mundschleimhaut kann dazu führen, dass jemand überlebt. Es ist doch schlimm, wenn man hört, dass jemand sterben muss, weil es keinen passenden Spender gibt. Daher möchte ich jedem gesunden Menschen ans Herz legen, sich registrieren zu lassen. Ich würde mich freuen, wenn ich irgendwann spenden kann.

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