"Borgia" vs. "Die Borgias": Zweimal Intrigen-Epos

Intrigen, Sex und Mord - gleich zwei Historien-Serien beleuchten in diesem TV-Herbst die Geschichte des berüchtigten Borgia-Clans. Den Auftakt macht heute die europäische Produktion mit Andrea Sawatzki

1 Die Story

Rom anno 1492: Der spanische Kardinal Rodrigo Borgia ist skrupellos-intrigant, korrupt, hat den Habitus eines Mafia-Paten - und um Papst zu werden, schreckt er vor nichts zurück. Als der amtierende Stellvertreter Gottes im Sterben liegt, sieht Borgia endlich seine große Stunde gekommen. Es folgt ein Feuerwerk der Niedertracht, an dem auch der Rest des Borgia-Clans eifrig mitzündelt...

Andrea Sawatzki ist die bekannteste Darstellerin in "Borgia". Sie ist ab dem 17.10. (ZDF, 20.15 Uhr) als Adriana de Mila, die einflussreichste Ratgeberin Rodrigo Borgias, zu sehen.

2 Das Duell

Zwei extrem opulent inszenierte TV-Produktionen, die mit der gleichen Story um die Gunst der Zuschauer buhlen - das gab's zuletzt 2009 ("Der Seewolf"). Das "ZDF" hat mit der 24 Millionen Euro teuren Miniserie "Borgia" die Nase vorn und testet bereits ab Montag, den 17. Oktober, ob das deutsche Publikum Gefallen an dem düsterbrutalen Treiben findet. Etwas mehr als drei Wochen später startet "ProSieben" dann die US-kanadische Version "Die Borgias".

3 Der Hintergrund

Die europäische Koproduktion "Borgia", für die auch Regisseur Oliver Hirschbiegel ("Der Untergang") zwei Folgen inszenierte und für die man rund 4000 Komparsen verpflichtete, wurde bereits in mehr als vierzig Länder verkauft. Neil Jordan, Regisseur einiger Folgen der Konkurrenzproduktion "Die Borgias", plante rund zehn Jahre eine Kinoversion, bis er schließlich beschloss, gemeinsam mit Steven Spielberg eine Serie auf die Beine zu stellen. Mit Erfolg: Die US-Quoten waren besser als bei "Die Tudors" – weshalb Staffel zwei für 2012 bereits in Planung ist.

4 Welche Serie ist besser?

Beide Produktionen punkten durch grandiose Schauwerte, gekonnt-straffe Regie und überzeugende Darsteller. Mit "Oscar"-Preisträger Jeremy Irons kann "Die Borgias" allerdings eindeutig den charismatischeren und bekannteren Hauptdarsteller vorweisen und hat somit am Ende ganz knapp die Nase vorn.

Prunkvoll inszeniert: In einer feierlichen Zeremonie treten sich Don Gaspar (Matej Stropnický) und seine Verlobte Lucrezia (Isolda Dychauk) gegenüber.

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