VG-Wort Pixel

Farina Opoku "Bei uns war das Budget ein riesiges Thema"

Farina Opoku
Farina Opoku
© Getty Images
Bloggerin Farina Opoku teilt mit ihren 1,1 Millionen Fans viele, vor allem auch sehr persönliche Momente. Darunter auch ihre Hochzeit mit DJ Pouya Yari im September 2019. Im GALA-Interview lässt sie ihren großen Tag noch einmal Revue passieren.

Es war ein riesiges Fest: Bloggerin Farina Opoku heiratete im September 2019 ihren Freund, den DJ Pouya Yari, auf Ibiza. Die Kölnerin nimmt ihre Fans auf ihrem Instagram-Account "Novalanalove" so gut wie immer mit und teilt ihre Erlebnisse. Klar, dass sie auch in Sachen Hochzeitsplanung ihre Follower up-to-date ließ.

Am großen Tag selbst gab es auch kein Social-Media-Verbot. Doch ist das etwas, das sie jetzt nach der Hochzeit, genau so wieder machen würde? Darüber sowie über Budgetplanung, Weddingplanner und schiefgegangene Momente haben wir mit der erfolgreichen Bloggerin gesprochen.

Farina Opoku von "Novalanalove" im GALA-Interview

GALA: Ihre Hochzeit auf Ibiza ist nun ein Jahr her. Denken Sie gerne an die Zeit zurück?
Farina Opoku: Ja total, ich habe letztens noch in meinen Feed heruntergescrollt und mir die Bilder angeschaut. Auch meine Story-Highlights erinnern mich immer wieder an diese tolle Zeit auf Ibiza. Dann rekonstruiere ich den Tag, der wirklich der allerschönste meines Lebens war und schwelge in Erinnerungen. 

Haben Sie denn einige Bilder Ihrer Hochzeit auch abseits der digitalen Welt aufgehängt? 
Wenn ich ehrlich bin, habe ich noch kein Album gemacht. Die meisten Bilder sind immer noch auf meinem Handy. Aber wir warten noch auf einen "After-Movie“. Den Film werden wir uns dann alle zusammen noch einmal anschauen. 

Ihre Hochzeit ging über mehrere Tage. Wie lange haben Sie geplant und vorbereitet? 
Den Antrag habe ich im November 2018 bekommen und standesamtlich haben wir im Dezember 2018 geheiratet. Danach habe ich mir einen Weddingplanner gesucht und dann richtig angefangen zu planen. Insgesamt waren es also rund neun Monate, in denen wir geplant haben. 

Farina Opoku über Rollenverteilungen während der Hochzeitsvorbereitung

Gab es in der Vorbereitung eine klare Rollenverteilung? 
Ich hatte meine Vision von Hochzeit von Anfang an, ich brauchte nur jemanden, der sie umsetzte. Das hat eben die Weddingplannerin gemacht. Mein Mann hat sich vordergründig um die Musik, also um den DJ und die Band gekümmert. Er ist ja selbst auch DJ und das war ihm dementsprechend besonders wichtig. Aber natürlich habe ich ihn in viele Entscheidungen einbezogen und mir sein Go geholt. Aber prinzipiell vertraut er mir ja auch und ich habe eine Vielzahl an Entscheidungen selbst getroffen. 

Sie haben Ihre Follower von Anfang an in die Planung mit einbezogen. Ist das etwas, dass Sie im Nachhinein genauso noch einmal machen würden?
Total! Wenn nicht sogar noch ausführlicher. Ich wollte eigentlich im Nachhinein immer noch so eine Art Hochzeitsrückblick in Form eines "Q&A“‘s machen, weil so viele Fragen von meinen Followern auch noch im Nachhinein aufkamen. 

Gab es keinen einzigen Moment, in dem Sie sich gewünscht haben, Ihre Hochzeit privat zu halten?
Die standesamtliche Hochzeit war für mich der private Teil. Hier waren ja auch wirklich nur die engsten Freunde und die Familie dabei. Das war auch der Deal mit uns selbst: Die standesamtliche Hochzeit war nur für uns. An dem Tag haben wir komplett das Handy zur Seite gelegt und keine Storys gemacht. Die Party, die wir auf Ibiza gefeiert haben, die war für Social Media. Ich dokumentiere ja alles in meinem Leben und da gehört meine Hochzeit natürlich auch dazu. 

Hätten Sie respektiert, wenn Ihr Mann sich gegen eine Instagram-Hochzeit ausgesprochen hätte?
Ja, das hätte ich respektiert. Aber er hat mir da zum Glück freie Hand gelassen und gemerkt, wie sehr ich darin aufgehe und natürlich auch, wie gefragt das Thema bei meinen Followern war.

Hatten Sie auch mal einen Bridezilla-Moment?
Im Großen und Ganzen lief alles wirklich reibungslos ab. Unsere Liebsten waren an dem Tag alle da, wir haben uns gut gefühlt. Das einzige was uns nicht in die Karten gespielt hat, war das Wetter. Leider war es an dem Tag selbst auf Ibiza sehr grau und bewölkt. Das hat mich am Anfang schon sehr gestört.

Ich habe mir hundert Bildbearbeitungs-Apps heruntergeladen, mir sogar auch welche gekauft und minütlich meine Wetter-App aktualisiert. 

Aber Ihre Hochzeit ist nicht ins Wasser gefallen, oder?
Am Ende war der Tag so schön und niemand hat das Wetter interessiert. Deswegen kann ich jetzt im Nachhinein meine Aufregung über das Wetter gar nicht mehr so richtig verstehen. Und das ist auch mein Tipp an alle Bride-to-be‘s: Sich einfach nicht verrückt machen. Gerade bei Dingen, bei denen man nichts ändern kann. Man sollte den Tag einfach so nehmen, wie er kommt. 

Farina Opoku: "Im ersten Brautkleidladen habe ich eine unschöne Erfahrung machen müssen"

Wie sind Sie bei der Brautkleidsuche vorgegangen?
Ich habe einfach alle Kleid-Typen anprobiert, um zu sehen, was mir gefällt und was eben auch zu mir passt. Plötzlich hat man auch alles schön gefunden. Denn eigentlich mag ich nur eine bestimmte Art von Kleid. Dann habe ich aber auch mal ein Prinzessinnen-Kleid angezogen und war total begeistert.

Letzten Endes bin ich mir dann aber doch sehr treu geblieben und das ist das aller wichtigste.

Wenn man sich beispielsweise in langen Ärmeln einfach wohler fühlt, dann sollte man auch lange Ärmel tragen. 

Wie wichtig ist dabei der richtige Brautmodenladen?
Sehr wichtig. Hier muss die Chemie einfach stimmen.

Bei dem ersten Brautmodenladen, den ich besucht habe, hatte ich eine unschöne Erfahrung machen müssen. Da bin ich dann auch wortlos wieder rausgegangen.

Bei den anderen Brautmodengeschäften habe ich daher umso mehr darauf geachtet, dass es dort keine Massenabfertigung gibt und das man in den Augen des Verkäufers ein Highlight ist. 

Wer hat Ihnen bei der Auswahl des Kleides geholfen?
Ich habe insgesamt zwei Brautmoden-Läden besucht und dabei jeweils nicht mehr als zwei Leute mitgenommen. Ich persönlich wollte mir da nicht reinreden lassen und auch die Überraschung nicht vorweg nehmen. Aber eigentlich wäre es auch egal gewesen, wen ich mitgenommen hätte, weil die Entscheidung einfach zu einhundert Prozent bei mir lag.

Wie haben Sie gemerkt, dass Sie Ihr Kleid gefunden haben? 
Das finale Kleid hatte ich tatsächlich nie an. Ich kannte es nur von Fotos auf Instagram und habe es sozusagen in meinen Maßen bestellt. Danach musste dann noch ein bisschen was gemacht werden, aber es war wirklich Liebe auf den ersten Blick.

Ihr Mann ist persischer Abstammung. Haben Sie auch persische Traditionen mit eingebaut? 
Ja, obwohl das eher eine Last-Minute-Aktion war. Aber ich dachte, wenn ich schon einmal in eine persische Familie einheirate, dann soll man das auch während der Zeremonie merken. Ich habe auch etwas auf persisch gesagt und auch sonst haben wir einige persische Bräuche miteinfließen lassen. Auch unser Trauredner war persisch – das war für die Familie meines Mannes sehr schön.

Welche Traditionen spielten auf Ihrer Hochzeit ebenfalls eine große Rolle? Eigentlich hatten wir noch einen Hochzeitstanz geplant. Aber da kamen wir gar nicht mehr zu. Die Party war schon so im Gange, dass das einfach untergegangen ist. Aber sonst haben unsere Väter eine Rede gehalten, wir haben unsere Hochzeitstorte traditionell angeschnitten und meinen Brautstrauß habe ich ebenfalls geworden. 

Gab es etwas komplett Unerwartetes auf Ihrer Hochzeit?

Ich hätte niemals damit gerechnet, dass wir am Ende mit 20 oder 30 Gästen an dem Abend noch in einem Club landen (lacht). 

Was war Ihr absolut schönster Moment von der Hochzeit?
Es gab zwei ganz besondere Momente. Zum einen der Moment, in dem ich meinen Vater traf, kurz vor der Trauung und zum anderen der Moment, in dem mein Mann und ich uns tief in die Augen geschaut haben und „Ja, ich will“ gesagt haben. Hier hatte ich richtig Herzklopfen. 

Sie haben monatelang auf Ihre Hochzeit hin gefiebert. Wie war für Sie das Gefühl danach? Sind Sie in ein Loch gefallen?
Nein, das bin ich glücklicherweise nicht. Das lag aber auch daran, dass wir nach der Hochzeit bedingt durch unseren Umzug, in eine fast leere Wohnung kamen – da blieb keine Zeit zum Trübsal blasen. Außerdem haben mich die Nachwehen von der Hochzeit noch so glücklich gemacht. Ich hatte noch so viel Material zum Posten und konnte das dadurch immer wieder zum Leben erwecken. Ein bisschen war ich aber auch froh, dass der Tag da war und so toll verlief. Das Leben ist sowieso so aufregend, da kommt dann direkt auch wieder etwas anderes. Hätte ich jetzt natürlich in meinen Alltags-Bürojob gemusst, wäre das vielleicht anders gewesen (lacht). 

Welchen Tipp geben Sie Ihren Freundinnen, die demnächst heiraten, mit auf den Weg?
Bei uns war das Budget ein Riesen-Thema. Wir haben uns zwar ein Budget gesetzt, aber das wurde überhaupt gar nicht eingehalten.

Im Nachhinein fragt man sich dann auch, ob das alles hätte sein müssen oder ob man sich davon auch etwas hätte sparen können?

Aber am Ende kann man gar keinen Wert für diesen Tag festlegen. Klar, ist es unromantisch über die Zahlen zu reden und in dem Moment ist einem auch alles egal, Hauptsache das Beste vom Besten. Grundsätzlich ist aber natürlich besser, wenn man sich ein Budget festsetzt und auf manche Sachen einfach verzichtet. 

Auf eine Weddingplannerin hätte Farina verzichten können

Auf was hätten Sie im Nachhinein vielleicht verzichten können?
Ich bin der Ansicht, dass man nicht unbedingt eine Weddingplannerin braucht. Ich hatte meine Vorstellungen und wusste genau, wie ich es haben möchte und ich glaube, hätte ich noch ein bisschen mehr Zeit gehabt, dann hätte ich vieles auch nur mit der Unterstützung meiner Liebsten planen können. Auch hätte man zum Beispiel an der Flower-Wall sparen können. Es müssen ja nicht unbedingt echte Blumen sein, manchmal reichen auch Trockenblumen, von denen man auch länger etwas hat, oder man setzt auf künstliche Blumen.

Würden Sie sich auch ein zweites Mal für eine Auslandshochzeit entscheiden?
Definitiv! So ist es auch etwas Besonderes für alle Beteiligten. Für mich würde ehrlich gesagt nichts anderes in Frage kommen, als eine Auslandhochzeit. Klar, man verlangt viel von seinen Gästen, wenn man im Ausland heiratet, aber dafür ist es etwas Besonderes und Einzigartiges. Ich möchte nicht auf einem Dorf bei Köln heiraten. 

Verwendete Quellen:Interview mit Farina Opoku

Gala

Mehr zum Thema