Elton John: "Ich hasste es, wie ich aussah"

Einblicke in das Leben von Elton John. In seinen Memoiren berichtet er von Strapazen und "höllischen" Schmerzen - aufgrund seiner Haare.

Musiker Elton John spricht in seinen Memoiren über die Strapazen mit seinen Haaren

"Ohne Haare habe ich eine verstörende Ähnlichkeit mit der Zeichentrickfigur Shrek", macht Musik-Ikone Elton John (72, "Candle in the Wind") in seiner Biografie "Ich" öffentlich. Diese erscheint am 14. Oktober und enthält neben Geschichten, die durchaus einschneidende Momente für den Sänger darstellen, auch die eine oder andere Anekdote zum Schmunzeln.

"Ich sah aus, wie einem Horrorfilm entsprungen"

Wie in ersten Auszügen der Memoiren, veröffentlicht von der britischen "Daily Mail", zu lesen ist, sei das Haupthaar des Künstlers Anfang der Siebzigerjahre zunehmend lichter geworden. Färbeversuche, um das Übel zu retuschieren, seien nach hinten losgegangen. "Ich hasste es, wie ich aussah", schreibt John heute. Er habe handeln müssen und sich schließlich für eine Haartransplantation entschieden. Das Versprechen einer "einfachen Prozedur", das man ihm gegeben habe, sollte sich allerdings als Lüge herausstellen.

"Cirque du Soleil Paramour"

Backstage mit Anton Zetterholm und Ann-Sophie Dürmeyer

Anton Zetterholm und Ann-Sophie Dürmeyer mit Gala.de-Redakteurin Julia Nothacker (Jolla)
Achtmal in der Woche stehen Anton Zetterholm und Ann-Sophie Dürmeyer in "Cirque du Soleil Paramour" in Hamburg auf der Bühne.
©Gala

Der Künstler, dessen bürgerlicher Name Reginald Kenneth Dwight lautet, berichtet von einer fünfstündigen Behandlung. Ihm seien mit einem Skalpell Haarsträhnen vom Hinterkopf entnommen und an den bedürftigen Stellen eingesetzt worden. Wie der heute 72-Jährige die Situation damals wahrgenommen hat? Es habe sich angehört, "als würde sich ein Kaninchen durch eine Karotte nagen", erinnert er sich. "Es tat höllisch weh."

Aber das Schlimmste: Die Leiden hätten sich nicht einmal gelohnt. Die Transplantationsergebnisse seien niederschmetternd gewesen. John vermutet: "Vielleicht hatte es etwas mit der Menge an Drogen zu tun, die ich einnahm. Oder vielleicht damit, dass man mir in den Wochen nach dem Eingriff sagte, ich dürfe keinen Hut tragen - ein Rat, den ich lieber ignorierte, weil ich ohne Hut wie etwas aussah, das gegen Ende eines Horrorfilms auftaucht."

"Ein totes Eichhörnchen" auf dem Kopf

Ende der Achtzigerjahre habe es der Musiker noch einmal wissen wollen und eine weitere Haartransplantation gewagt. Doch auch nach diesem Eingriff sei er mit seiner neuen Haarpracht nicht glücklich gewesen. Er habe sogar einmal zu hören bekommen, dass es aussehe, als habe er "ein totes Eichhörnchen" auf dem Kopf.

Irgendwann habe John schließlich resigniert - und ein Haarteil gekauft. Das Seltsame, so sagt er heute: "Jahrelang waren die Leute absolut besessen von meinen Haaren oder von deren Mangel. Dann habe ich angefangen, eine Perücke zu tragen, und seitdem hat das kaum jemand erwähnt."

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