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David Hasselhoff "Jeder muss seinen Teil zu einer nachhaltigen Welt beitragen"

David Hasselhoff in schwarzer Lederjacke
© Roy Rochlin / Getty Images
Früher rettete David Hasselhoff in seiner Rolle als Mitch Buchannon in "Baywatch" Menschen vor dem Ertrinken. Jetzt setzt er sich für Nachhaltigkeit ein und appelliert an uns, dass wir alle etwas tun können.

Wenn man seinen Namen hört, denkt man sofort an die ikonische rote Badehose und den Strand von Malibu: David Hasselhoff, 69. Er ist nicht nur auf der Suche nach Frieden, sondern setzt sich auch aktiv für den Klimaschutz ein. Gemeinsam mit "SodaStream" möchte David auf die Verschmutzung der Strände durch Plastik aufmerksam machen und sich für den Schutz von Schildkröten einsetzen. Im Interview mit GALA.de gibt er Tipps für mehr Nachhaltigkeit und appelliert an jede:n einzelne:n, sich für eine bessere Zukunft einzusetzen.

David Hasselhoff im GALA-Interview

GALA: Im Kampagnen-Video retten Sie im kultigen Baywatch-Outfit nicht wie früher Menschen, sondern kleine Babyschildkröten. Glauben Sie, dass wir als Menschen zu lange zu viel von der Natur genommen haben und jetzt wieder etwas zurückgeben müssen?
David Hasselhoff: Absolut, zu 100 Prozent! Ich mache mir Sorgen um die Welt und um das Klima. Aber nicht nur beim Klima befinden wir uns in einer schlimmen Situation, sondern auch der Krieg in der Ukraine ist schrecklich und Corona nicht zu vergessen.

Was treibt Sie persönlich an, sich für den Klimaschutz zu engagieren?
Es gibt so viele schlimme Dinge auf der Welt. Wenn es etwas Positives gibt, was ich für die Menschen, die Strände und das Klima bewirken kann, dann bin ich gern dabei und unterstütze.

In den letzten Jahren haben schlimme Umweltkatastrophen auf der ganzen Welt zugenommen. Spüren Sie den Klimawandel und wenn ja, woran?
Ich lebe in LA und eigentlich bin ich hergezogen, weil hier durchgängig die Sonne scheint und jetzt regnet es – in LA! Aber wir haben nicht nur Regen, es gibt auch verheerende Buschbrände, nicht weit von meinem Wohnort entfernt, die vielen Tieren das Leben kosten. Das schockiert mich.

Nicht nur der Klimawandel, sondern auch Plastikverschmutzung in den Weltmeeren und an den Stränden gefährdet das Leben der Tiere. Was tun Sie, um Plastik im Alltag einzusparen?
Alleine dadurch, dass ich mein Wasser zu Hause mit dem "SodaStream" aufbereite und es dann in der Flasche mitnehme, spare ich eine Menge Plastik ein. Denn dadurch verwende ich keine Einwegplastikflaschen mehr, die unsere Strände verschmutzen. Ich möchte die Strände schützen und darauf soll mit meiner Kampagne am Earth Day aufmerksam gemacht werden. Die Rettung der Schildkröten ist mir dabei besonders wichtig.

Ich bin aber auch der Meinung, dass Umweltschutz nicht nur an einem, sondern an 365 Tagen im Jahr Engagement erfordert.

Was bedeutet der Earth Day für Sie?
Der Earth Day ist ein wichtiger Tag, der weltweit die Aufmerksamkeit auf den Schutz des Planeten lenken soll – für mich persönlich ist das ein sehr relevanter Termin. Ich bin aber auch der Meinung, dass Umweltschutz nicht nur an einem, sondern an 365 Tagen im Jahr Engagement erfordert. Das muss eine Einstellung sein, die Teil unseres täglichen Lebens ist, im Großen wie im Kleinen.

Sie sind auf der ganzen Welt als Retter in der legendären roten Badehose bekannt. Welche einfachen, alltäglichen Maßnahmen empfehlen Sie, damit jede:r zu eine:r Retter:in des Klimas werden kann?
Jeder von uns muss seinen Teil zu einer nachhaltigen Welt beitragen. Das fängt damit an, einen passenden Lebensstil anzunehmen, denn wir haben alle die Wahl. Jeder von uns muss sich dazu verpflichten, nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Wir müssen erkennen, dass sich unsere kleinen individuellen Beiträge zu einer starken Basis summieren werden.

Also trifft das Zitat "One man can make a difference" (sinngemäß: "Ein Mensch kann etwas bewegen") aus der Serie Knight Rider für Sie auch auf den Umweltschutz zu?
Auf jeden Fall! Jede und jeder von uns kann etwas bewirken, denn es fängt wirklich mit der Verantwortung des Einzelnen an, um diese enorme Herausforderung zu meistern. Nur so werden wir Erfolg haben.

Sie sind selbst Vater von zwei Töchtern. Was wünschen Sie sich von jungen Familien und der Großelterngeneration?
Ich denke, dass alle Eltern und Großeltern eine wichtige Verantwortung haben, ihre Familien über die Bedrohung unserer Welt aufzuklären und was sie gegen die Umweltzerstörung tun können. Diese Denkweise muss den Kindern von klein auf sowohl zu Hause als auch in den Schulen vermittelt werden. Wir müssen aber nicht nur über die negativen Folgen aufklären, sondern auch über die wirklich positiven Auswirkungen einer sicheren Umwelt.

Im Video-Interview brachte David Hasselhoff unsere Redakteurin Vivien Windel mit seinen Späßen zum Lachen und sorgte für gute Stimmung.
Im Video-Interview brachte David Hasselhoff unsere Redakteurin Vivien Windel mit seinen Späßen zum Lachen und sorgte für gute Stimmung.
© Gala

Viele Kinder wissen sehr gut über die Klimakrise Bescheid und sind besorgt. Würden Sie mit den Schüler:innen auf die Straße gehen und für das Klima demonstrieren?
Das würde ich machen. Wenn mich jemand bitten würde zu kommen, wäre ich sofort dabei.

Hat Ihr Song „Looking for Freedom” nach den aktuellen Ereignissen auf der Welt eine noch wichtigere Bedeutung für Sie bekommen?
Definitiv! Ich singe den Song nun schon seit mehr als 30 Jahren und er war noch nie so relevant wie heute. Obwohl es sich oft so anfühlt, als ob unsere Welt immer noch so viele unüberwindbare Herausforderungen hat, denke ich, dass mein Lied auch ein wenig Hoffnung vermittelt.

Was beschäftigt Sie gerade am meisten?
Ich fühle eine besondere Verbundenheit zu den Menschen in der Ukraine und möchte ihnen allen sagen, dass ich hinter ihnen stehe. Es ist einfach tragisch, was den Menschen gerade widerfährt.

Gala


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