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Cloudy Zakrocki Mit "Clues to the Neighbourhood" rückt sie Berlin in ein neues Licht

Cloudy Zakrocki
Cloudy Zakrocki
© Getty Images
Von Touristen überschwemmte Hotspots mag keiner - weder Urlauber, noch Einheimische. Die Sammlung "Clues to the Neighbourhood" richtet daher gezielt den Blick auf weniger bekannte Erfahrungen in der Nachbarschaft. Die Kuratorin Cloudy Zakrocki stellt das Konzept im GALA-Interview vor. 

Jeder kennt sie: Die zehn überlaufenen Sehenswürdigkeiten einer jeder Stadt, die schon lange nicht mehr als Geheimtipp bezeichnet werden können. Touristen trauen sich vielleicht noch hin, Einheimische nehmen dankend Abstand. Doch dass eine Stadt und ihre Bezirke noch so viel mehr zu bieten haben, als die klassischen Hotspots, soll die Ausstellung "Clues to the Neighbourhood" verdeutlichen.

Die Kampagne der Hotel-Indigo-Gruppe bietet neugierigen Gästen die Möglichkeit, die Nachbarschaft um sie herum zu erkunden. Mit 16 Gegenständen und Artefakten, die in Zusammenarbeit mit Historikern, Kreativdirektoren, Künstlern und der Kuratorin Cloudy Zakrocki ausgewählt wurden, sollen Berlins Nachbarschaften zu neuem Leben erweckt werden. 

Kuratorin der Ausstellung Cloudy Zakrocki im GALA-Interview

GALA: Was bedeutet es für Sie, Kuratorin der Ausstellung „Clues to the Neighbourhood“ zu sein?
Cloudy Zakrocki: Für mich ist das eine super Ehre, als Kuratorin ausgewählt worden zu sein. Ich habe selbst Kunstgeschichte studiert und es macht mir viel Spaß zu kuratieren. Ich mag es total, den Menschen die Arbeit abzunehmen und mit diesen Tipps, Berlin ein wenig näher zu bringen – unabhängig davon, wie viel Zeit und welche Interessen man hat. 

Fernsehmoderatorin Rabea Schif, GALA-Redakteurin Jessica Kuch und Kuratorin der Ausstellung "Clues to the Neighbourhood" Cloudy Zakrocki. 
Fernsehmoderatorin Rabea Schif, GALA-Redakteurin Jessica Kuch und Kuratorin der Ausstellung "Clues to the Neighbourhood" Cloudy Zakrocki. 
© PR

Sind Sie denn selbst auch ein typischer Tourist in Berlin? 
Leider nein (lacht). Im Gegenteil: Ich habe gemerkt, dass ich selbst ein bisschen faul geworden bin in meiner eigenen Stadt. Man macht ja doch immer dieselben Sachen am Wochenende, gerade wenn man schon etwas länger in der Stadt oder in der Region wohnt. 

Nach welchen Kriterien haben Sie die 16 Tipps ausgewählt?
Die Gasometer Tour – mein Lieblings-Clue – habe ich beispielsweise erst letztes Jahr gemacht und zählt zu einer meiner persönlichen Highlights. Dadurch, dass ich aber auch viele Menschen aus dem Ausland ansprechen wollte, habe ich auch Sachen aufgenommen, die ich selbst noch nicht gemacht habe. 

Zum Beispiel?
Die Trabbi-Fahrt habe ich persönlich noch nicht in Berlin gemacht, würde ich aber jedem, der Berlin besucht, empfehlen – Trabbis sind einfach Kult. 

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Wie genau läuft die Gasometer-Tour ab?
Das weltweit einzig offene Gasometer-Bauwerk ist in Berlin-Schöneberg und ein wenig schwindelfrei muss man schon sein, wenn man die 450 Meter hochsteigt und dann auf 80 Meter Höhe steht. Es ist aber einfach ein wahnsinniges Gefühl auf diesen Metallgerüst zu stehen und diesen 360 Grad Blick über Berlin zu genießen. Man fühlt sich einfach Vogel-frei. Ein Tipp: Am besten während des Sonnenuntergangs hochgehen. 

Sie leben nun seit einigen Jahren in Berlin. Wie lange haben Sie gebraucht, in der Stadt Fuß zu fassen?
Obwohl ich ein gutes Netzwerk am Anfang hatte, hat es für mich schon zwei Jahre gedauert, bis ich mich angekommen und akzeptiert gefühlt habe. 

Würden Sie sagen, Berlin ist ein hartes Pflaster?
Ja, würde ich. Berlin ist sehr eisig im Winter, in manchen Bezirken sehr schmutzig, hier wird auch hart mit den Menschen umgegangen. Es heißt ja nicht umsonst „Berliner Schnauze“. Gleichzeitig gibt es aber mindestens doppelt so viele positive Eigenschaften, die die Stadt toll machen und für mich einfach auch lebenswert.

Aber man muss sich schon bewusst machen, dass Berlin keine Stadt ist, die dich mit offenen Armen empfängt. 

Aber Sie haben sich durchgeboxt und wollen bleiben. Oder?
Für mich persönlich ist Berlin gerade die spannendste Stadt Deutschlands. Hier finde ich alles spannende, was mit meinem Beruf zu tun hat. Hier kann ich kreativ sein und spannende Leute treffen. 

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Sie stammen ursprünglich aus Freiburg. Wenn Ihre Familie zu Besuch kommt, was machen Sie dann am liebsten?
Auf jeden Fall immer ein Besuch Wert, ist der Fernsehturm am Alexanderplatz. Den habe ich selbst auch mit meinen Eltern vor zwei Jahren besucht und ist für mich ein absolutes Highlight. Dort oben bekommt man einen super ersten Eindruck von der Stadt, sieht die wichtigsten Gebäude – inklusive Panoramaaussicht. Ein Geheimtipp von mir ist der Berliner Dom. Das ist für mich das schönste Gebäude hier in der Hauptstadt. Was viele nicht wissen: Man kann auch hoch auf die Kuppel. Es gibt zwar keinen Aufzug, aber der Ausblick entschädigt die Treppenstufen (lacht). Was ich außerdem gerne mit meinem Besuch aus der Heimat mache: Sich ein Fahrrad schnappen und einfach mal herum cruisen. Berlin ist als Fahrradstadt sehr dankbar. Man kann an am Kanal entlang radeln und die Stadt genießen. 

Verwendete Quellen: PR, Interview mit Cloudy Zakrocki

Gala

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