Christian Ulmen + Collien Ulmen Fernandes: Was sie aneinander nervt und was sie verbindet

Christian Ulmen und Collien Ulmen Fernandes sind seit sieben Jahren verheiratet. Hier geben sie Einblick in ihren turbulenten Alltag – und ihren Kühlschrank

Es sollte ein gemeinsames Treffen mit Schauspieler Christian Ulmen, 42, und seiner Frau Collien, 36, werden. Doch zum vereinbarten Termin war Christian Ulmen krank. Aus seinem Besuch in der GALA-Redaktion wurde nichts. Aus dem geplanten Doppel-Interview allerdings schon. Denn so etwas lässt man ja nicht einfach ausfallen – vor allem dann nicht, wenn man über ein Herzensprojekt reden will: Gerade ist die zweite Staffel der Erfolgsserie "Jerks" bei Maxdome angelaufen, in der Christian Ulmen nicht nur mit seiner Ehefrau vor der Kamera steht, sondern auch Regie führte. Also haben die GALA-Reporterin und seine Frau ihn spontan via Telefon zugeschaltet. Allerdings hatte er erst mal Mühe, zu Wort zu kommen.

Herr Ulmen, am Set von "Jerks" sind Sie der Boss. Wie ist das zu Hause?

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Collien: Zu Hause hat unsere Tochter das Sagen. Sie weiß mittlerweile ganz genau, wie sie uns ausspielt. Verbiete ich ihr Süßigkeiten, dann geht sie einfach zu Papa und tut so, als hätte sie mich nie gefragt.

Und wie oft werden Sie von Ihrem Mann gepiesackt?

Collien: Neulich bin ich vor Christians Büro hingefallen und habe mir dabei wirklich sehr wehgetan. Andere, liebevolle Ehemänner hätten ihre Frau wahrscheinlich in den Arm genommen und gefragt, ob ihr etwas wehtue. Christian aber kommt raus, sieht mich, lacht und macht die Tür wieder zu.

Christian: Es hat mir sehr leid getan, das zu sehen. Das Lachen war in dem Moment nur eine Medizin, um das Leid, mein Mitleid, zu lindern.

Wie würden Sie denn reagieren, wenn Sie sich wehtun und Ihre Frau Sie auslacht?

Christian: Heute lache ich deinetwegen, morgen du meinetwegen. Lachen ist nichts Schlimmes. Im Gegenteil: Es befreit und erleichtert. Ich mag das Leiden. Nachtreten hingegen wäre gemein gewesen.

Sie sind seit sieben Jahren verheiratet. Gibt es etwas, das Sie richtig aneinander nervt?

Collien: Christian isst mir immer mein Essen weg. Deswegen bin ich auch so dünn und er so dick. (lacht) Manchmal mache ich mir Brote, und wenn ich dann mal kurz auf die Toilette gehe, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass ich wiederkomme und von meinen Broten ist nur noch ein Krümel übrig. Man darf sein Essen nicht unbeobachtet lassen, wenn man mit Christian Ulmen verheiratet ist.

Christian: Da habe ich keinerlei Schuldgefühle. Wir sind eine Gemeinschaft, wir leben in einer Kommune. Das, was ich koche, gehört selbstverständlich auch meiner Frau, und folgerichtig gehört das, was ich zubereite, auch ihr. Wir teilen familiär.

Und was verbindet Sie beide?

Collien: Wir sind richtige Einzelgänger. Es gibt Menschen, die brauchen ständig Gesellschaft. So sind wir nicht, wir sind am liebsten mit uns allein. Das merkt man besonders an Geburtstagen, wenn dann wirklich niemand kommt. (lacht)

Christian: Weil wir einfach niemanden eingeladen haben. Uns eint die Unlust, den eigenen Geburtstag zu feiern. Und tatsächlich sind wir beide gern allein. Auch miteinander.

Herr Ulmen, wir haben gehört, dass Ihre Eltern ein "Jerks"- Verbot haben. Wieso?

Christian: Sie gehören nicht zur Zielgruppe, es ist geschmacklich nicht ihres, da bin ich sicher. Dann kommt hinzu, dass ihr Sohn "Jerks" inszeniert hat. Es gab in meinem Elternhaus kaum offene Kommunikation über intime Themen. Meine Eltern haben mich auch nicht sexuell aufgeklärt. Dementsprechend weiß ich, dass sie es schwer ertragen würden, ihr Kind in den explizit prekären Situationen zu sehen, die wir da schildern. Natürlich wissen sie von Erzählungen, was ich da mache, aber eben aus diesem Grund gucken sie es auch nicht. Die Themen sind nicht immer jugendfrei.

Ihr Sohn ist mittlerweile zwölf Jahre alt. Darf er "Jerks" schauen?

Christian: Ab 16 darf er. Wir halten uns selbstverständlich an die offizielle Altersfreigabe. Allerdings schauen einige seiner Klassenkameraden die Serie. Ich gehe also davon aus, dass er genau weiß, worum es geht.

Sind Sie ihm peinlich, oder sind Sie dadurch cool?

Christian: Es scheint ihm nicht peinlich zu sein. Das liegt vielleicht an dem Echo aus seiner Klasse. Mein Sohn schneidet auch selber gern Videos und hat mich schon mehrmals gefragt, ob er mir beim Schnitt helfen kann.

In einer Szene rast Christian ins Krankenhaus, obwohl das Kind nur 37 Grad Fieber hat. Ist Ihr Mann im wirklichen Leben auch hypochondrisch?

Collien: Im Krankenhaus sind wir Stammkunden, um nicht zu sagen, dass wir dort quasi wohnen. Wenn wir dort ankommen, hören wir schon von Weitem, wie die Frau an der Rezeption ins Telefon sagt: "Mal wieder drei betrunkene Teenager und Familie Ulmen im Wartezimmer." Man kennt uns da schon sehr gut.

Christian: Wenn meine Kinder rote Köpfe haben, tief husten und heiß sind, dann überkommen mich sehr präsente Fantasien über ihr sofortiges Ableben. Deswegen fahre ich mit ihnen in die Notaufnahme. Das beruhigt mich sehr. Und ein beruhigter Vater ist für die ganze Familie von großem Vorteil.

Sind Sie da als Mutter entspannter?

Collien: Es wäre doch total schlimm, wenn beide Eltern so hypochondrisch wären. Ich bin wesentlich entspannter, wobei sich seine Angst mittlerweile auch ein bisschen auf mich übertragen hat. Ich will als Mutter ja nichts übersehen und würde mir wahnsinnige Vorwürfe machen, sollte meinem Kind etwas passieren, weil ich irgendetwas nicht ernst genommen habe.

Ihre sechsjährige Tochter kommt bald in die Schule. Graut es Ihnen vor Elternabenden und Hausaufgaben?

Christian: Ich freue mich darauf und bin sicher, dass wir eine sehr gute Schule ausgesucht haben. Es wird uns nichts allzu Schlimmes bevorstehen.

Sind Sie denn gern zur Schule gegangen?

Christian: Ich bin wegen der lieben Freunde gern gegangen, dennoch hatte ich ununterbrochen Angst in der Schule. Angst, in Mathe drangenommen zu werden, ohne dass ich mich gemeldet hätte. Oder an die Tafel zu müssen – zum Vorrechnen. Und Hausaufgaben habe ich ab der neunten Klasse grundsätzlich nicht mehr gemacht. Jeden Morgen bin ich eine halbe Stunde früher zur Schule gegangen, um meine Hausaufgaben abzuschreiben. Auch das erzeugte Angst. Die Furcht aufzufliegen.

Collien: Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich meine Hausaufgaben immer gemacht habe. (lacht)

Letzte Frage: Stimmt es eigentlich, dass Sie immer Baileys zu Hause haben?

Collien: Das stimmt. (lacht) Vielleicht ist das ja das Geheimnis unserer Beziehung. Wir trinken uns die Ehe einfach schön. Ein guter Grundpegel an Alkohol hat vermutlich noch keiner Ehe geschadet. (lacht)

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