Sängerin Blythe Pepino : Für die Umwelt verzichtet sie schweren Herzens auf Kinder

Die britische Musikerin Blythe Pepino ist mit 33 Jahren im perfekten Alter für Nachwuchs. Eigentlich. Der Umwelt zuliebe, stellt sie den Wunsch nach einem Baby zurück und hofft mit der Bewegung „Birthstrike“ Druck auf Entscheidungsträger rund um den Klimawandel auszuüben

Blythe Pepino.

Helfen wir der Welt am meisten, wenn wir auf eigene Kinder verzichten? Ja, denkt Blythe Pepino, die sich in der Vergangenheit immer eine eigene Familie gewünscht hat. Allerdings nicht in der Welt, in der wir heute leben. 

Blythe Pepino sorgt für einen Geburtenstreik

Mit dieser Einstellung ist die Sängerin der britischen Band Mesadorm nicht alleine. 2018 gaben in einer Umfrage der „New York Times“ rund 33 Prozent der jungen Erwachsenen an, sie hätten oder wollten wegen des Klimawandels weniger Kinder, als sie es sich eigentlich wünschten. Während sich in Deutschland viele über die steigende Geburtenrate der letzten Jahre freuen, gibt es auch viele Kritiker. Der prominente Naturfilmer David Attenborough betont immer wieder: „All unsere Umweltprobleme werden mit weniger Menschen leichter zu lösen.“

Pepino geht es nicht um die Bevölkerungszahl. Viel mehr um den Umgang mit einer ökologischen Krise. Diese Meinung vertreten auch die zahlreichen Menschen, die sich dem jüngsten Projekt von Blythe Pepino angeschlossen haben. Im März rief die Britin die Bewegung „Birthstrike“ („Geburtenstreik“) ins Leben und hat eine klare Forderung: eine neue Energiepolitik und weniger Lobbyarbeit.

Charity

Helfende Hände aus Hollywood

Was für ein Tag im Disneyland! Die "Avengers" Paul Rudd, Scarlett Johansson, Robert Downey Jr., Brie Larson, Chris Hemsworth und Jeremy Renner feiern zusammen mit Disney-Chef Bob Iger die gemeinnützige Initiave "Avengers Universe Unites".
Großfirmen wie Lego, Amazon und Co. haben Geld und Spielzeug im Wert von über 5 Millionen Dollar gespendet, das kritisch kranken Kindern auf der ganzen Welt zugute kommt. Brie Larson erfreut damit schon mal die jungen Besucher.
Das Tollste für die Kids ist aber sicherlich, ihren Superhelden Captain Marvel , Thor und Co. auch mal die Hand schütteln zu können.
Amanda Seyfrieds flauschiges Accessoire für das Charity-Event von Best Friends Animal Society könnte passender nicht sein: Die Schauspielerin sowie viele andere Promis spenden an dem Abend für den US-amerikanischen Tierschutzverein, der sich gegen das Töten von Katzen und Hunden in US-amerikanischen Tierheimen einsetzt. 

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Sie wollte immer Kinder

Seit zwei Jahren ist sie mit ihrem Partner Joshua in einer festen Beziehung. Beim ersten Date wusste sie schon, dass sie mit diesem Mann Kinder haben möchte. Damals war ihr noch nicht klar, was das genau bedeuten würde: „Im letzten Jahr habe ich mich viel bewusster mit den Folgen des Klimawandels befasst und was es tatsächlich bedeuten würde. Nämlich das Ende“, sagt sie gegenüber „The Guardian“. Sie musste ihrem Freund sagen, dass sie ohne eine politische Richtungsänderung keine Kinder haben konnte. Selbst, wenn sie es eigentlich wollte.

Die Bewegung "Birthstrike" wächst

Innerhalb weniger Wochen schlossen sich bereits hunderte Menschen im gebärfähigen Alter der Bewegung an. „Wir wollen den Institutionen und Politikern dadurch klar machen, wie sehr uns deren zeitfressendes Gerede belastet und welche persönlichen Folgen es hat“, sagt die Musikerin. Sie sei fassungslos darüber, dass einige Verantwortliche die ökologische Krise noch immer als nicht real bezeichnen. Dabei renne in Wahrheit die Zeit weg, die Politker derzeit nicht richtig nutzen würden. Sie sehe das Vertrauen in Politik schwinden, weil Lobbyisten einen zu großen Einfluss haben und persönliche Interessen von Akteuren eine zu große Rolle spielen. Eine neue Art der Bürgerbeteiligung könnte hier die Lösung sein. „Wir brauchen eine umfassende neue Energiepolitik, die erneuerbare Energie in den Fokus stellt“, fordert sie klar. Oder anders gesagt: Für ihre Kinder wünscht sie sich einen Planeten mit Zukunft.

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