Berlin: Touristen können jetzt auf Zeitreise gehen

In Berlin gibt es jetzt Virtual-Reality-Zeitreisen durch die Haupstadt. Touristen sollen die Teilung auf diese Weise hautnah erleben können.

Der berühmteste Grenzübergang der Welt: Checkpoint Charlie

Zeitreisen - das ist ein alter Menschheitstraum. Mal für einen Nachmittag die Luft der Vergangenheit zu schnuppern und einen Einblick zu bekommen, wie das Leben früher einmal war.

In Berlin wird das nun Realität, wenn auch nur virtuell: Pünktlich zum 30. Jahrestag des Mauerfalls im Oktober eröffnet am 24. August eine neue Touristenattraktion direkt am Checkpoint Charlie, die es Besuchern mit Hilfe von Virtual Reality (VR) möglich macht, in die Zeit der deutschen Teilung zu reisen. TimeRide nennt sich das Angebot, das sich an Interessierte ab sechs Jahren richtet. Das Konzept erfreut sich in Köln und Dresden bereits großer Beliebtheit. 2018 wurde es sogar mit dem Deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet.

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©Gala

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"Mit unserem neuen Standort machen wir die Zeit vor der deutschen Wiedervereinigung wieder erlebbar, um auch daran zu erinnern, was sich seither alles verändert hat", sagt Jonas Rothe, Geschäftsführer der TimeRide GmbH.

Dazu hat das Unternehmen ein VR-Erlebnis entwickelt. Auf Basis von zum Beispiel historischen Filmaufnahmen und Fotos werden die VR-Fahrten erschaffen. Um eine fast perfekte Zeitreise-Illusion zu ermöglichen, unterstützen leichte Vibrationen und Fahrtwind das Gesehene. So wird beim Besucher das Gefühl erzeugt, er wäre wirklich mittendrin im Geschehen einer vergangenen Epoche. In Köln können Touristen bereits das Leben und Treiben zur Kaiserzeit erleben. In Dresden reisen Interessierte 300 Jahre zurück und erleben die Jahrhunderthochzeit von Friedrich August im Zwinger. In München führen die Zeitreisen ab September gleich durch 7.000 Jahre bayerische Geschichte.

So funktioniert die Zeitreise ins geteilte Berlin

Insgesamt vier Stationen umfasst die rund einstündige Zeitreise ins geteilte Berlin. Start ist am berühmtesten Grenzübergang der Welt, dem Checkpoint Charlie. Zeitreisende bekommen außerdem einen einmaligen Blick durch die Mauer gewährt: Wie sah der Alltag im Westen aus, wie lebten die Menschen im Osten? Der Blick auf die jeweiligen Seiten zeigt ganz gegensätzliche Lebenswelten.

Aber auch persönliche Lebensgeschichten stehen bei der Reise im Mittelpunkt. Überdimensionale Reisepässe verdeutlichen, wie viele unterschiedliche Schicksale es im geteilten Berlin gab. Jeder ist mit der Trennung und dem System der DDR auf individuelle Weise umgegangen, jeder hat andere Erinnerungen. Der Clou: Die Gäste können anschließend wählen, mit wem sie ihre VR-Zeitreise fortführen möchten - dem aufmüpfigen Handwerker, der reflektierenden Architektin oder dem unangepassten Grenzgänger aus dem Westen.

Der Palast der Republik in altem Glanz

Gemeinsam nehmen die Besucher in einem Bus der 1980er-Jahre Platz und brechen zu einer virtuellen Stadtrundfahrt auf. Sie erleben eine Personenkontrolle am Checkpoint Charlie, fahren über die Friedrichstraße und sehen den Palast der Republik in altem Glanz erstrahlen. Zum Abschluss der Fahrt rufen Originalaufnahmen vom Fall der Berliner Mauer in Erinnerung, warum dieses Ereignis Deutschland bis heute so tief prägt.

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